Montag, 20. Juni 2011

Tierisches

Die Futterstelle vom Fliegenden Holländer hab ich weg, aber seine Decken und Kissen hab ich noch dort gelassen, wo sie waren. Die übrigen Dosen voll Futter und die ganzen Leckerlis - Malzpaste, Katzenpudding, laktosereduzierte Katzenmilch, Leberwurstcreme in der Tube und was er halt sonst so gekriegt hat - hab ich in eine Tüte und hab sie heute dem Ino runtergebracht: Minimiez und Pupsi werden sich freuen!

Dann hab ich vom Küchenfenster den Gitterverschlag runter montiert, den ich da hängen hatte, damit die Katzen nicht irgendwann aus dem Fenster hupfen oder fallen. Das Teil hab ich rüber zum Rainer gestellt, weil es sollte eigentlich für dessen Küchenfenster auch passen und das kann er da ja ranhängen, damit Maja und Willi keinen Unfall bauen.

Komisch: Trotz Trauer empfand ich das eigentlich auch als deutlich befreiend, kein Gitter mehr vor dem Fenster zu haben.

Dann hab ich mich in den Hof gesetzt und Kaffee getrunken. Da konnte ich dann auch den Brombeer-Dieb beobachten: von wegen "die Bälger vom Nachbarn"...? Denen hab ich Unrecht getan, ich nehm alles zurück!

Trotz Regenwetters ging ich spazieren. Ich spazierte in die Stadt, trank nen Kaffee, ich spazierte beim Metzger vorbei, ohne reinzugehen und 100g Rinderhack mitzunehmen, ich spazierte zum Burger King, kaufte mir nen Cheeseburger, ich spazierte planlos nach Gostenhof zum Palais Schaumburg und zog mir ein Bier rein - aber das alles war nicht zum Aushalten. Da spazierte ich wieder heim.

Mei, wie froh bin ich, dass ich jetzt nicht auch noch arbeiten muss! Ich bring schon daheim nix auf die Reihe und vergess alles, was wär das erst für ein Fiasko in der Spedition geworden!?

Na wenigstens hab ich noch meine Mäuse! Die behalt ich auch noch eine Weile. Eigentlich waren sie ja nur für den Kater gedacht und ich wollte sie aussetzen, wenn ich sie nicht mehr für ihn brauchte. Aber jetzt bin ich ganz froh, dass ich wenigstens noch Mäuse habe: Da raschelt und lebt hier wenigstens noch was außer mir.

Nur die Männchen setz ich an die Luft. Alles, was dicke Eier hat und irgendeiner anderen Maus penetrant am Arsch hängt, wird outgesourct. So eine Fickmaus hab ich dann heut gleich erwischt und sie in den Hof gesetzt. Da rennt er und freut sich auf die wilden Mäusinnen!

Mann, ich brauch was zum Kuscheln: Soll ich mir einen Hund anschaffen?

Sonntag, 19. Juni 2011

der Fliegende Holländer ist tot

Der Fliegende Holländer schlief heute nachts nicht mit in meinem Bett. Das kommt recht selten vor. Als ich aufstand, war er zwar gleich zur Stelle, weil dann kriegt er immer irgendwas zum Naschen, meistens ein bisschen Butter und eine Portion Katzenpudding. Das Schlecken war ihm unangenehm, weil er hat ja im Rachen irgendeine blöde Infektion, weswegen er ja auch seit Wochen ziemlich unangenehm gafert. Drum bürstete ich ihm die letzte Zeit mehrmals am Tag sein Fell, um den ganzen eingetrockneten und verpappten Gafer da raus zu bürsten - so auch heute. Da schnurrte er und grunzte; das gefiel ihm, da hielt er immer wie ein Zeck.

Am Nachmittag war ich dann unterwegs und als ich heimkam und vor dem PC saß, da fing das Katerle auf einmal an zu rotieren, biss sich in sein Geschwür an der Seite, das ziemlich verpappt war vor Grint und Fell, und biss sich einen ganzen Schübel voll Fell und Grint und Haut raus. Es blutete gleich stark und es floss auch Eiter raus. Ich tupfte mit einem Wattebausch alles ab und gab Jod drauf, und er beruhigte sich dann auch wieder. Er legte sich hin um zu schlafen, aber dann fing er plötzlich wieder an und putzte und biss an dem Geschwür rum. Ein ganzes Stück Haut und Fleisch biss er sich raus, so brutal, da konnt ich gar nicht mehr zuschaun. Sein Gesicht war ganz blutverschmiert und der Gafer verschmierte alles noch mehr...

Da ging ich runter zur Co und fragte, ob sie mich nicht schnell in die Tierklinik fahren könnte. Die Tierklinik hatte ein großes Schild außen hängen: "Bitte nicht klingeln, es wird gerade eine Notoperation durchgeführt." Also warteten wir bis kurz nach 18 Uhr vor der Tür bis sie uns dann rein ließen. Die Tierärztin untersuchte ihn gar nicht groß und gab ihm gleich eine Spritze.

Naja, ich hab das ja die ganze Zeit schon gewusst und hab damit gerechnet, ihn kommende Woche oder die nächste einschläfern lassen zu müssen, aber jetzt war's halt so weit. Das war heut ein ziemlicher Scheißtag.

Aufräumarbeiten

Eigentlich wollte ich heute bald aufstehen, noch bevor die Renate kommt, um die Überreste des Chaostags da unten gar wegzuräumen, aber leider war ich so verkatert, dass ich es nicht bald genug schaffte: Renate war schon im Hof am Kehren.

Ich räumte die ganzen Flaschen und Dosen zusammen und brachte sie vor in den Getränkemarkt: über 6 € an Pfand kam da zusammen! Dabei war gestern bei Ino innen weiter gefeiert worden und dort waren vermutlich auch die Bierkästen hin-verschwunden. Also lagen da nur noch die Restchen des Leerguts. So als Flaschensammler im Hof wird man da ja echt reich, hey!

In der Nacht hatte es ordentlich runtergeschüttet. Der leere Blumenkübel hinter den Papiertonnen (was macht der eigentlich dort?) war gut zur Hälfte voller Wasser gelaufen und drin schwamm eine tote Maus, die war darin ertrunken. Ganz eindeutig war das eine Maus von meinem outgesourcten Mäusenachwuchs. Also leben meine Mäuse doch noch munter herum! Von wegen "Aussetzen ist Mord", haha! Denen geht es prima, wenn sie nicht gerade in einen Blumenkübel voller Regenwasser fallen.

Planung des Bierkastenrennens

Das Patrizier-Bräu im Getränkemarkt war im Angebot: 6,66 € der Kasten! Da musste ich zuschlagen. Ich mag das zwar nicht, aber so als "Gästebier" kann man es zu dem Preis schon mitnehmen. Zuhause saß die Rainer-Mama im Hof: Da später die APPD-Vorstandssitzung sein würde, wollte sie noch bis dort hin den ruhigen Nachmittag genießen. Wir genossen kaum ein paar Minuten, schon stand der Uwe in der Tür - aus war's mit dem ruhigen Nachmittag!

Der Uwe war eigentlich vorn am Eck in der Kneipe gesessen und wollte nur mal kurz her schaun. "Na, nimm dir doch ein Bier!" wies ich auf den Kasten Patrizier-Bräu.

Da kam Nille angetrapst. Der wollte eigentlich noch nichts trinken, um sich nicht jetzt schon zuzusaufen und den Abend noch durchzuhalten.

Da ging das Küchenfenster auf und Ino guckte raus.

Wir ratschten grad ne Runde, da kamen Holle, Lisa und Brot und hatten Murphy im Schlepptau.

Weil das Bier nicht ganz reichen würden, zog die Crew nochmal mit dem Bollerwagen los zum Getränkemarkt.

Wir warteten noch auf Lunger und starteten dann mit der Sitzung. Höchst-wichtiges Thema: das Bierkastenrennen! Armando führte Protokoll.

Lunger zählte das zusammengeschnorrte Kleingeld aus der Parteikasse, weil wir müssen ja nun kräftig investieren, um einige Kästen Öttinger herzukriegen für die Teilnehmer des Bierkastenrennens, die mal wieder ihr Bier vergessen haben werden.

Dann muss das Ganze natürlich auch publiziert werden: Hier sind die APPD-PR-Girls!

"Wer ist dafür?"








"Nein, dagegen!"

Mei, der Lunger ist ein ganz schönes Schneckerle geworden: Macht der Training, oder was?

Es war wieder eiiin Gebrüll und die Nachbarn hofften wohl sehnlichst auf Regen. Macht nichts, weil wir hatten Planen! Wir spannten die Planen über die Wäscheleinen und machten darunter ganz gemütlich weiter mit der höchstrichterlichen Parteisitzung bis tief in die Nacht.

Und hier kommt nun das Pendant zu Ino's musikalischer Vorstellung vom letzten Mal:

Armando, Nille und Brot fingen dann so um Mitternacht an, Kanons zu singen.

Um halbeins seilte ich mich dann ab und hörte noch oben eine ganze Weile die Leute aus dem Hof singen und brüllen. Dann erscholl irgendwann das dezente Stimmchen unseres assligen Nachbarn aus dem anderen Hof: "Ruhäää!" Es war gestern mit dem Geschrei echt scharf an der Grenze und ich muss da auch mal ein Machtwort sprechen, bevor noch irgendwann die Bullen antrapsen.

Also in Zukunft gilt für Hofpartys:

  • Ab 22 Uhr einen Gang runter schalten, keine Parteihymnen und Parolen mehr grölen
  • Ab 23 Uhr nur noch Zimmertemperatur-Unterhaltungen
  • Ab Mitternacht dann nur noch leises Gerede, das man nicht über die Hofmauer hört
ok?

Freitag, 17. Juni 2011

Mäuse und Heizungen

Nun hab ich mir endlich ein Stimmgerät gekauft und meine Gitarre ordentlich gestimmt. Kein Wunder, dass sich das bisher so schief anhörte, aber jetzt passt es.

Mei, die Babymäuse sind schon fast so groß wie ihre Mutter, aber sie nuckeln immer noch. Sie haben ihre Mama umstellt, sie ins Eck gedrängt und sie über... UNTERfallen *nuckel nuckel*.

Apropos Mäuse: Eine Maus hab ich mir gekauft, weil bei meiner alten ist die rechte Maustaste hie. Jetzt klick ich wieder wie doof.

Und wenn wir schon beim Kaufen sind und es mir sowieso noch von gestern schlecht ist vom vielen Geld(dochnicht)ausgeben, dann klick ich doch jetzt gleich in die Vollen und kauf endlich die Heizungen, die ich dem Nille und dem Ino versprochen hab. Und MIR kauf ich doch dann auch gleich eine Heizung für's Schlafzimmer.

Also schmiss ich mich auf eBay und bestellte 2 Infrarotheizungen. Dann suchte ich einen schönen Kaminofen raus, weil Ino und Co wollten ja einen Kohleofen. Aber der gefiel ihnen nicht, der schaut doof aus, meinten sie, und sie wollen lieber den da, weil da kann man seine Tassen drauf stellen und außerdem gibt's dazu ein Pizzabackset und dann gibt's jeden Tag Pizza, auch im Sommer! Oh, das hat mich überzeugt, da werde ich fei drauf zurückkommen!

Wenn sie dann so einen Ofen haben, brauchen sie ihre Infrarotheizung nicht mehr, meinten Ino und Co. "Mei, hättet ihr das nicht 10 Minuten früher sagen können?" Also mailte ich mal den Heizungsverkäufer auf eBay an und stornierte die beiden Infrarotheizungen, denn dann brauch ich doch nur eine.

Heut abends ist dann auch noch höfliche (=im Hof) Lagebesprechung zum zukünftigen Bierkastenrennen. Auch die Schlotfegerin Ida will da kommen und dann lass ich mich zu dem Ofenzeugs gleich nochmal beraten. Und jetzt mach ich mich fort und kauf Bier ein...

Donnerstag, 16. Juni 2011

Krankenversicherung

Da ich mich ja in Zukunft wahrscheinlich nun selber krankenversichern muss, mailte ich gestern einige Krankenversicherungen - unter anderem auch "meine" - an und fragte nach deren Tarifen. Meine Krankenkasse mailte mir zurück, dass erwerbslose, "freiwillig" Versicherte einen Beitragssatz von 145 € im Monat zahlen müssen, aber mit sowas in der Art hatte ich schon gerechnet. Dabei ist es so: Es muss sich zwar jeder von Gesetzes wegen krankenversichern lassen, aber manche machen das freiwillig, daher "freiwillig Versicherte", klar, oder ?

Nach einigem Mailwechsel stellte sich allerdings heraus, dass solche freiwillig Versicherten zu diesem Tarif nur bis max. 851,67 € Einkommen haben dürfen. Zum Einkommen zählen auch Mieteinnahmen oder Kapitalerträge, etc. pp. und das war's dann mit dem Mindesttarif für mich. Bei meinen Einkünften aus Erwerbslosigkeit muss ich monatlich also 390 € hinblättern, obwohl davon nach Abzug der Steuern, Gebühren, Versicherungen und Hypthekenraten nur monatlich 450 € übrig bleiben .

"Das trifft mich ja bitter" mailte ich zurück und bedankte mich für die Auskunft in der Hoffnung, es käme nun keine Mail mehr zurück, denn das dicke Ende kommt jetzt erst noch: Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Mieteinnahmen bei der Krankenkasse zu melden! Ich dachte, wenn ich über meinen Arbeitgeber versichert bin, dann reicht das!? Ich hab mir nie Gedanken drüber gemacht und es hat mich auch nie einer danach gefragt. Wenn nun nämlich die Mieteinnahmen zur Krankenkasse dazu gerechnet werden, dann hab ich ja die letzten 10 Jahre viel zu wenig bezahlt! Wenn die mir da jetzt eine Nachberechnung stellen, kommt das ja auf gut 45.000 € - und dann häng ich mich auf!

Immer diese Hiobs-Ideen! Ist das Katastrophendenken? Jedenfalls war ich von einem Moment auf den anderen derartig fertig, dass es mir ganz schlecht geworden ist. Heute Nacht konnte ich kaum schlafen und hatte wüste Alpträume von lauter blöden Krankenkasse-Rechnungen .

Im Hof saßen dann heute ein paar Hausis auf ein Feierabendbierchen und ich setzte mich dazu und fragte, ob wer einen Rat wüsste. Rainer-Mama meinte, ich soll halt einfach irgendeine Krankenkasse anmailen, ob bei der normalen Arbeitnehmer-Versicherung Mieteinkünfte mit einberechnet werden und falls die Antwort "ja" lautet, still und heimlich halt dann die Krankenkasse wechseln in der Hoffnung, dass meiner Krankenkasse das dann nicht auffällt. Nille meinte, ich soll doch mal googeln, aber ich war bisher vor Schreck derartig paralysiert, dass ich mir nicht googeln traute: Wenn sich das bestätigen sollte, dann trifft mich der Schlag!

Ich hätt das Antidepressivum nicht absetzen sollen: Jetzt hätte ich es gebraucht! Ich spürte massiv die Panikattacke in mir aufsteigen... und fasste mir ein Herz, ging rauf und googelte. Da wühlte ich mich mit zitternden Händen nun durch den Versicherungstarifedschungel und fand schrittweise folgende Erleichterungen:

§ 25 SGB IV:
(1) Ansprüche auf Beiträge verjähren in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie fällig geworden sind. (2) Ansprüche auf vorsätzlich vorenthaltene Beiträge verjähren in dreißig Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie fällig geworden sind.


Da brauch ich jetzt also nur noch meine Nichtvorsätzlichkeit nachweisen und dann käme mir die eventuelle Nachberechnung nur für die letzten 4 Jahre - ein Hoffnungsschimmer! *Blutdruck wieder runter fahr von 180 auf 178 (mei, was mir die Krankenkasse für Nerven kaputt macht! Und dann meckern sie, wenn sie meine Therapeuten zahlen müssen )*

Zitat von hier:
Die Beiträge richten sich bei Arbeitnehmern nach der Höhe des Bruttomonatseinkommens (genau: des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts)

In der privaten Krankenkasse werden die Mieteinnahmen mit-berechnet. Ab 4162,50 € monatliche Einkünfte KANN man in die private Kasse wechseln, MUSS aber nicht.
BIN ich zum Glück auch nicht!

Und dann - ja ja ja! - der Hoffnungsschimmer (von hier aus dem Jahr 2011, also aktuell):
Sollte es zu einer Zusammenlegung des gesetzlichen und privaten Krankenversicherungssystem kommen und eine Bürgerversicherung in Kraft treten, so fordert die SPD-Linke, auch Krankenkassenbeiträge aus Mieteinnahmen einzuziehen. In einer Umfrage rechneten die Befragten mit der Einführung einer Einheitskasse bis 2020.

...das heißt: so ist es noch nicht. Das wird erst gefordert. Also bin ich draußen aus dem Schlamassel!

von hier:
Für gesetzlich pflichtversicherte Arbeitnehmer (mit Ausnahme der sogenannten Rückkehrer § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V) und gesetzlich pflichtversicherte Rentner bleiben die Einnahmen aus Kapitalerträgen und Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung unberücksichtigt. Für diese Personen ist ausschließlich das Arbeitsentgelt, die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und Versorgungsbezüge zu berücksichtigen.
Wie unter Frage 3 bis 5 beschrieben, zählen aber diese Einnahmen bei der Feststellung der beitragspflichtigen Einnahmen freiwillig Versicherter mit.


Boah, bin ich jetzt end-fertig! Mei, da denkste an nichts Böses, und plötzlich erfährste, dass du die letzten 10 Jahre halbkriminell vor dich hingelebt hast und jetzt dann so gut wie pleite bist. Aber das hab ich ja jetzt auch wieder überstanden *zerrissene Nervenfetzen aus allen Körperteilen wieder zusammenpfriemel*. Jedenfalls ist mein Tag jetzt gelaufen.

Oh, ich bin so froh, dass ich nur 390 € im Monat Krankenversicherung zahlen muss!
Boah, was für Bagatellbeträge! *juhuu jubel jubel*

Dienstag, 14. Juni 2011

Kartoffel-Gratin

Diesmal war ICH mit dem Kochen dran. Wie schon angekündigt, verging ich mich am Kartoffel-Gratin. Ich erinnere mich: früher hab ich das ein paar Mal gekocht, aber da hatte ich noch einen Herd, den ich ja mittlerweile zwecks Durchrostung entsorgen musste (das G'lump hält einfach nix mehr aus, kaum rostet es mal 10 Jahre vor sich hin, schon iss es hie!). Drum hatte ich mir Rainer-Mamas Herd zur Benutzung ausgeliehen.

Als ich die Kartoffeln schneiden wollte, suchte ich erfolglos meinen Gurkenhobel. Ich ging schnell vor zum T€di-Markt, um mir einen neuen zu kaufen. Die haben doch so Haushaltsgelumpe, aber leider hatten sie keine Gurkenhobel. Hatte ich meinen nicht mal vor 2 Jahren der Co geliehen? Als ich bei Co klingelte, hatte ich Glück: Da kam mein Gurkenhobel zum Vorschein, juhu!

Von Rainer-Mama hatte ich mir eine Schüssel geliehen, damit auch genug Futter für alle rein passte. Mitten beim Kartoffeln-Schichten fiel mir ein, dass ich den Schinken vergessen hatte! Also lief ich schnell vor in die Norma und kaufte noch einen Schinken.

Eigentlich war das Abendessen für 18 Uhr angesagt, aber es wurde dann erst 2 Stunden später fertig. Rainer-Mama und Co meinten, für jemanden, der absolut nicht kochen kann, hab ich es ganz gut hingekriegt.

Naja, die Kartoffeln waren schon noch recht knackig und hätten noch ein bisschen gebraucht, aber man konnt's schon essen. Nina kam dann auch von der Arbeit und aß gleich mit.

Sogar der Ino kam raus und wollte mal probieren. Den Rest nahm Nina mit hoch für den Rainer. Leider war Domi nicht da und konnte nicht mitessen, wo ich sogar eine extra Schüssel ohne Schinken für Vegetarier gemacht hatte.

Ich bin ganz stolz auf mich: Schlecht geworden ist es bis jetzt keinem!

Natürlich fing's auch gleich wieder zu regnen an, nur weil wir wieder alle draußen hockten. Drum zogen wir die Plane über die Wäscheleine. Da erschien ein Regenbogen über dem Pesthaus.

Arbeitsamt

Heute hatte ich einen Termin beim Arbeitsamt. Dort erfuhr ich dann, dass ich nun zwar noch 66 Tage Anspruch auf ALG I habe, wahrscheinlich aber eine Sperre kriege, da ich fristlos gekündigt worden bin. Die Sperre läuft dann grad so lang wie mein Restanspruch noch gilt, d.h. zu Deutsch: Ich krieg gar nix mehr.

Für Leute, die gar nix kriegen, gibt es die tolle Broschüre "arbeitslos ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld". In der solchen steht, dass ich die wunderherrlich tollen Leistungen des Arbeitsamtes in Anspruch nehmen kann, nämlich Beratung und die Vermittlung von individuellen Jobangeboten. Das individuelle Jobangebot, das mir meine Bearbeiterin aussuchte, wäre ein 16-Stunden-Job in Lauf an der Pegnitz gewesen oder noch ein anderes Ding in Weißenburg, weil Nürnberg scheint nicht groß genug zu sein, um für mich einen Job zu finden. Also sorry: Für 16 Stunden lohnt sich ja nicht einmal die Fahrkarte nach Lauf, und nach Weißenburg sind es einfach sogar 57,3 km, mit dem Auto 51 Minuten Fahrtzeit, mit den Öffis wahrscheinlich 2 Stunden.

Bezüglich meiner allgemeinen finanziellen und sozialen Situation fragte ich dann gleich auch mal nach einer Beratung. Dafür sei eine andere Abteilung zuständig, meinte meine Bearbeiterin und zeigte mir gleich, wo ich mich anstellen musste. Als ich dort endlich aufgerufen wurde, besprach ich mich kurz mit der zuständigen Dame.

"Wie alt sind Sie denn?" fragte die.
"Ich werd jetzt 50." meinte ich.
"Huch, so alt schon?" erschrak die "so alt sehen Sie gar nicht aus."
Na prima, danke, aber BIN ich nun mal und das ist auch vielfach mein Problem, weil ich meistens völlig falsch eingeschätzt werde und besonders die Arbeitgeber dann auch ziemlich überhöhte Anforderungen an mich stellen. Die bring ich aber ganz einfach nicht mehr.

Wegen meinen Finanzen wollte die Frau nun am Sozialamt anrufen, denn die haben da einige Beratungsangebote. Als sie verbunden wurde und in der Leitung hing, fragte sie beiläufig, wieviele Ersparnisse ich denn hätte. Naja, so viel ist das nicht, wenn man bedenkt, dass ich neue Heizungen und ein neues Dach davon finanzieren muss und überhaupt... "Nee, also die lachen mich ja am Sozialamt aus!" sagte sie und legte gleich wieder auf. Ich kann mich höchstens an eine (kostenpflichtige) private Beratungsstelle wenden.

Für derartige Glanzleistungen des Arbeitsamtes bin ich nun meinerseits verpflichtet, alle Termine bei der Jobbörse wahrzunehmen und besonders an den Eingliederungsmaßnahmen des Arbeitsamtes teilzunehmen. Ja, no freilich, sonst noch was? Das IMO einzig wirklich Sinnvolle an all dem ist, dass die Zeit der Arbeitslosigkeit auf meine Rentenzeit angerechnet wird, aber das war's dann schon. Sogar krankenversichern muss ich mich selber!

Naja, also da muss ich mir ganz offensichtlich was anderes überlegen.

Chris und ich beim Griechen

Der Chris ist wieder im Lande! Seit neuestem treibt er sich nämlich gerne in der Schweiz herum, weil er sich dort nun tatsächlich verliebt hat. Mir taugt das prima, denn er wirkt ganz ausgeglichen und entspannt und ist trotzdem noch oft genug hier, um mit mir zum Griechen zu gehen.

Also radelte ich nach Fürth. Ich radelte grad durch die Ludwigstraße, als ich beinahe den Chris über den Haufen radelte, der grad aus seinem Haus kam. Der wollte noch schnell Geld holen gehen und so lieh ich ihm dafür mein Rad, latschte derweil vor zum Griechen und bestellte mir ein Bierchen.

Da kam nun endlich der Chris angeradelt und erzählte mir seine schöne Liebesgeschichte und allerlei Zeug vom Glücklichsein. Na hoffen wir, dass das so bleibt!

Ich haute mir den Bauch voll und leuchtete auch ordentlich in die Ouzos, da rief der Robbi an.

Er hatte eine Frage, nämlich hat er eine Mail gekriegt von einem Kumpel und da hängen Anlagen mit dran: Wie kann man denn nun die Anlagen abspeichern?
Ja, also man gehe mit der rechten Maustaste über den Dateiname der Anlage und klicke auf "speichern unter".
Hat er nicht, der Robbi. Nein, das kommt bei ihm nicht. Er hat nur: Link in neuem Tab öffnen, Link in neuem Fenster öffnen, Link speichern unter...
Ja ja ja, das ist es doch! Link speichern unter!

Ok, nun waren die Anlagen endlich gespeichert, allerdings ging es nun dran, sie auf der Festplatte wieder zu finden.

"Mach mal den Explorer auf..." fing ich an.
"Wie macht man denn das?" fragte der Robbi.
"Naja, da hast du auf der Tastatur links neben der Leertaste so eine Windowstaste..."
"die mit den Vierecken drauf?"
"Ja genau die und die hältst du jetzt nach unten gedrückt und dann drückst du kurz auf E"
"Nein, da passiert nichts..."
"Gibt's doch nicht!"

Wir kamen einfach nicht weiter und End vom Lied war, dass ich in der Nacht um halbeins von Fürth bis nach Stein radelte, um dem Robbi vor-Ort-Support zu leisten. Ich radelte übers Hinterland, teilweise sogar in Kleinreuth über die Felder und das war gar nicht so einfach nach den Haufen Ouzos! Ich seh ein: In Zukunft werde ich mit der Sauferei wieder ein bisschen langsamer tun.

Montag, 13. Juni 2011

kochen mit Plan

Ich war noch nicht mit dem Frühstück fertig, da rief Dominique schon von oben, dass das Essen dann fertig ist. Ach, stimmt ja: heute gab es ja Schweinebraten mit Klöße!

Wir stellen jetzt einen Koch-Plan auf, der hängt ab sofort im Hausgang unten am Schwarzen Brett. Da trägt sich jeder ein, der wann was kocht und dazu jeder, der dabei mitessen möchte. Das nächste Mal koche ICH (!) und zwar morgen, am Dienstag um ca. 18 Uhr und es gibt Kartoffel-Grätäh. Für gesundheitliche Schäden wird nicht gehaftet. Kotztüten und Eimer muss sich jeder selber mitbringen. Wer in den Hof kotzt, der muss abspülen!

Michi und Sophia hatten schon seit gestern keinen Sex mehr! Leider mochte ihnen keiner sein Bett zur Verfügung stellen. Nein, ich auch nicht! "Aber ihr könnt auf den Dachboden gehen" meinte ich "da kommt garantiert keiner rauf". Naja, auf dem Dachboden ist es halt auch staubig und spinnwebig, das taugte ihnen nicht. Dann stellen wir halt einfach das Zelt in den Hof, dann können die beiden heute Nacht allein zu zweit im Hof übernachten. Aber das taugte ihnen auch nicht, denn nachts kommen ja böse Viecher und graben die Blumentöpfe um, ja vielleicht sind das sogar Ratten, igitt! Tja, dann gibts halt auch keinen Sex, pf.

Dominique verging sich nun an einer Flasche Wodka. Wenn schon alle Welt drüber ablästert, wie sehr die Jugendlichen heutzutage dem Komasaufen verfallen, dann stehen die natürlich schwer in der Pflicht, dieses Negativklischee auch zu erfüllen. Also los!

Als die Flasche Wodka dann schon ordentlich gelitten hatte, schob Dominique sie zu mir rüber und fotografierte das. Neinein, ich war das nicht! Ich hab ganz brav nur ein Bier getrunken!

Ich war's nämlich auch nicht, der dann in der Nacht anfing, im Hof Walzer zu tanzen!