Sonntag, 9. August 2026

Party San am Freitag

Guten Morgen! Relaxt wachte ich auf und guckte zum Fenster raus. Es hatte deutlich abgekühlt, nachts hätte es mich beinahe gefroren. Das ist immer so dieser blöde Übergang vom heißen Hochsommer in den Frühherbst, den ich verpasse. Gestern hatte es noch 30 Grad in der Nacht und vor lauter Hitze konnte man kaum schlafen, heute hatte es dann nachts nur noch 10 Grad. Ich hätte einige Dinge mitnehmen sollen, z.B. meinen Schlafsack, einen Pulli und nicht unbedingt gleich meine Motörhead-Winterjacke, aber wenigstens überhaupt eine Jacke.

Aber die Sonne schien und machte bald wieder warm. Ich frühstückte, schrieb dabei meinen Blogeintrag, kochte einen neuen Kaffee, setzte mich wieder an den Laptop, guckte meine Katzenvideos von der Ranch durch, spielte ein bisschen Backgammon und fand dann, dass der Laptop nur noch halben Akku hatte und ich ihn gleich mal an den Strom hängen könnte. Da hing er, aber das Ladelämpchen blinkte in längeren Abständen. Steckt der Stecker nicht gescheit, oder was los? Ich prüfte alles, aber es lud immer ein paar Sekunden, dann ging's wieder ein paar Sekunden aus, und schließlich war es ganz aus . Oh.

Ich steckte und schaltete ein bisschen rum, hatte ich mir doch vor wenigen Wochen erst dieses neue Ladekabel gekauft. Das war auch nicht der Fehler, denn diesmal war es der Verteilerstecker, den ich da dran hängen hab. Der war ganz schön heiß geworden, und auf der Seite stand so ein Haken raus, das war vorher aber noch nicht. Offenbar war die Sicherung durchgebrannt, hie . Wieder einmal stellte ich fest, wie empfindlich meine ganze Elektrik da war, auf die ich doch so angewiesen bin, und dass ich mir schleunigst eine Notfallnummer ausdenken sollte.

Naja, ich hatte da so eine Campinglampe, die sollte man auch als Powerbank nutzen können, erinnerte ich mich. Ich steckte das Handy dran, aber ich bekam's nicht hin, von der Lampe zu laden - die Lampe lud sich vom Handy . Aber ich fand in meinem Korb noch so eine uralte, kleine Powerbank, die war sogar noch dreiviertelst voll. Also hatte ich schon mal etwas, womit ich heute abends wenigstens mein Handy laden konnte.

Ich ging mal aufs Infield, denn heute wollte ich Pommes haben. Eigentlich hatte ich ja Milch im Auto und mein Shakepulver, aber ich hab zur Zeit keine Disziplin zum Abnehmen, werde nur immer fetter.

Gleich rechts nach dem Eingang stand der Buch-Laden. Da sieh an, da lag die Dee-Snider-Biographie! Die hatte ich mir letztes Jahr hier gekauft, da kostete sie noch 5 € .

Man könnt's jetzt machen wie die Stadt Nürnberg, die jetzt endlich pleite ist, eine Haushaltssperre ausgerufen hat, aber schon jetzt x Ausnahmen bewilligt hat und weiterhin Geld rausschmeißt, und die nun ein Expertenteam einberuft, um einen Maßnahmenplan zu erarbeiten (der nochmal xxx Mehrkosten verursacht).
Ich mach das anders: Ich kauf einfach nix mehr . Wie ich da bloß so ganz ohne Gutachten und Beratung drauf gekommen bin ?

Wenn man keine Lust hat, etwas zu tun und das Problem ordentlich anzupacken: Vielleicht sollte ich mal einen Ernährungsberater konsultieren, weil ich keinen Bock hab, weniger zu fressen ? Die Pommes schmeckten prima, und ich war danach sogar satt. Da saß ich so mampfend vor der Bühne und guckte mir Sorcerer an.

Danach ging ich mal wieder ins Camp, was trinken - es wird nämlich gespart und das eigene Bier aus dem Supermarkt getrunken, die Dose für 99 ct statt den Becher für 4,50 €.

Die Freunde hingen schwer drin. Bauch-Max lag im Zelt und schnarchte, und Wolfi lag auch flach auf seiner platten Luftmatratze. Torsten schlief im Auto nun schon länger als 3 Stunden, MaKS ohne X machte sich Sorgen. Nein, dem Torsten ging's nicht gut, und er rätselte sehr geschickt weit um das Thema "Alkohol" außen herum, an welcher Klimakatastrophe das nun liegen könnte, oder vielleicht hatte er ja was Schlechtes gegessen? Alles war schuld, nur die offensichtliche Ursache nicht - wie in der Politik .

Zu Jungle Rot wollte ich wieder auf dem Infield sein. Die spielten schon um 15:45 Uhr. Also liefen wir alle vor. Links nach dem Eingang war der Radio-Bob-Stand mit dem Glücksrad. "Ich will eine Ente gewinnen!" rief Hai, aber es standen so viele Leute an, da wollten wir lieber später nochmal her.

Jungle Rot hatte ich durch den Torsten entdeckt. Sie waren mal auf irgendeinem Festival und Torsten jubelte rum, die seien so toll, und ich sollte sie unbedingt sehen, und da müssten wir hin, und juhu, auf dem Party San spielen sie auch, allein schon deswegen müssten wir da hin. Da spielten sie nun und waren wirklich sehr schön. Richtig schön Oldschool, ja, sie gefielen mir, und ich moshte und hüpfte.

Torsten war allerdings nicht so in Stimmung. Er hatte gestern ja was Schlechtes gegessen, oder die Sonne schien zu heiß, und in China war ein Sack Reis umgefallen .

Nach Jungle Rot kam nichts unbedingt Sehenswertes, und ich lief wieder Richtung Ausgang. Die Schlange am Radio-Bob-Stand war wesentlich kleiner als vorhin, und so stellte ich mich an. Aber ich gewann am Glücksrad nur die freie Auswahl im Krimskrams-Sektor und wählte ein Feuerzeug. Na, immerhin keine Arschkarte .

Zurück im Camp machte ich mir eins von meinen Bieren aus dem Eimer auf und hockte mich zu den anderen an den Biertisch. Da kam Hai daher: Er hatte am Glücksrad gedreht und tatsächlich den Hauptgewinn getroffen! Da war nun seine Ente, und Hai freute sich ganz arg .

Frisch gestärkt ging ich wieder rein zum Konzi. Da spielten gerade Deceased. Optisch und von der Show her machten sie nicht viel her, aber der Sound war klasse . Es gefiel mir erstaunlich gut. Ich hörte mir den Gig an und spazierte dann mal so links der Bühne entlang, was es dort alles gab.

Oh, da gaben gerade die Jungle Rot Autogramme! Ich hätte auch gern eins - aber worauf? Ich sollte mir schleunigst eine CD von ihnen kaufen! Aber die Autogrammstunde ging nur bis 18:00 Uhr und es war gerade schon 17:54 Uhr. Wenn ich mir jetzt erst noch eine CD kaufen musste, war das Signing vorbei, das schaffte ich dann nicht mehr . Naja, nicht so schlimm, dann gibt's halt das nächste Mal dann ein Autogramm, weil Jungle Rot geb ich mir garantiert nochmal.

Ich spazierte ins Zelt, da standen Death Worship auf der Bühne. Ich hörte nur eine Weile zu, denn dann kam Wolves in the Throne Room. Aber auch da stand ich nur ein Weilchen, dann ging ich wieder zum Camp, Bier nachladen.


Im Camp sah's aus wie die Sau - oder wie es sich auf einem Festival halt so gehört . Hier seht ihr Torsten's Dosen-Chili, das schon mehrere Festivals überlebt hatte, ohne dass es wer noch essen wollte .

Auf dem Tisch standen halbvolle Bierdosen herum, unter dem Tisch lagen jede Menge leere und dazwischen eine ganze Menge Festivalbecher. Torsten hatte wieder allen mords eins ausgegeben, aber die Becher einfach nur rumgeschmissen und nicht abgegeben. So ein Becher brachte doch 2 € Pfand, wie schmeißt denn der die Kohle raus?! Ich sammelte also die leeren Dosen in einen großen Sack und die Becher auf einem Stapel. Zusammen mit Wolfi und Hai ging ich wieder aufs Infield und gab die ganzen Becher ab. Ich bekam 20 € Pfand zurück, die ich dann später dem Torsten gab.

Ich wollte Lucifer's Child sehen, die jetzt im Zelt auftraten.

Da stand ich so leicht möshelnd vor der Bühne, da stupste mich meine Nachbarin an und überreichte mir eine Komplimente-Ente . Jetzt habe ich auch eine Ente, juhu! Es ist meine zweite Komplimente-Ente, und immer noch konnte ich nicht herausfinden, wo man die Dinger bestellen kann, denn auf Amazon find ich's nicht, gebe wahrscheinlich die falschen Schlagwörter ein: Komplimente Ente. Das ergibt 1000 blöde Ergebnisse, aber nicht diese niedlichen Teile.


Die Sonne sank, und es wurde merklich frischer . Ich ging ins Camp, um mich umzuziehen, aber ich hatte gar nix dabei , grad mal ein Hoodie und mein kleines Netzwestchen. Zudem zogs durch die Löcher meiner Jeans ganz schön rein. Ich hatte außerdem nur Shorts dabei, grad mal noch diese alte, schlabberige Jeans, die ich jetzt anzog. Ich wühlte meine Schränke durch, aber da waren nur Mittelalterklamotten drin, das passte ja hier total scheiße .

Das Problem hatte nicht nur ich, denn auf dem Infield sah ich dann Leute mit komischen Decken drüber oder Bademänteln, einer hatte wohl gar nix anderes gefunden als eine Regenjacke und seine Kutte drüber gezogen. Da zeigt sich mal wieder die große Dürre und Katastrophenhitze mitten im August, meine Güte, die Welt ist sooo krank .

Alcest spielten nun auf der Hauptbühne, die kannte ich nicht. Oh, die spielten so ein meditatives Zeug, so Stoner Metal, da konnte ich ja gar nicht drauf, und die Stimmung floss mir ziemlich davon. Ich dümpelte ein bisschen umeinander, spazierte an den Ständen herum, ging sogar zum Merch und kaufte für 3 € dort wenigstens ein Schlüsselband. Damit hatte ich heute nur 18 € ausgegeben (Pommes, Eis, 1 Bier, Schlüsselband).

Endlich kamen Dark Funeral, die rissen es wieder raus! Eine Weile stand ich recht weit vorn vor der Bühne, gar nicht weit von Lord Ahriman entfernt. Der ist schon eine imposante Gestalt, doch, auch wenn man ihm nun schon anmerkt, dass er auch nimmer so der Allerjüngste ist . Aber es macht einfach gut was her mit den ganzen Nieten, Lederanzügen und Corpse Paints.

Dark Funeral hatten auch ein einstudiertes Set, denn sie stellten sich recht gut in Pose, immer so in der Anordnung, dass es passte - und so blieben sie dann auch stets ein Weilchen stehen, dass man in der Zeit sein Handy rausholen und es fotografieren konnte.

Eine Weile stand ich noch links der Bühne und guckte von dort aus zu, aber dann taten mir langsam die Beine weh und ich lief hinter in das eine Bierzelt, fand dort einen freien Platz auf einer Bank, setzte mich da hin und lauschte noch den ganzen Gig durch bis zum Ende. Der gefiel mir gut. Leider war es dann aus.

Es war kalt. Es war grad so, dass ich nicht fror, weil ich doch genug komisches Zeug anzuziehen gefunden hatte. Recht stylisch war das nicht, aber so in der Nacht sah es eh keiner. Sollte ich noch bleiben und auf Amorphis warten? Das dauerte halt jetzt wieder gut 25 min. Es war schon halbzwölf, also beschloss ich, sie mir vom Naglfar aus anzuhören .

Im Naglfar checkte ich erst mal die Elektronik und schloss das Handy an diese alte Powerbank an. Es hatte 73%, und es lud. Ich ging doch nochmal vor aufs Dixi, kam zurück, zog mich aus, putzte mir die Zähne, konnte jetzt schlafen gehen, guckte noch aufs Handy: Es hatte immer noch 73%, aber es lud, hmmm.

Freitag, 7. August 2026

Party San am Donnerstag

Gemütlich krabbelte ich gegen zehn mal aus dem Bett. Die Sonne schien, wenn auch nicht mehr ganz so heiß wie gestern, und durch die Dachluke meiner Badkabine flatterte Torstens Frankenflagge im Wind.

Die Crew saß schon wieder am Biertisch.

Max I hatten sie jetzt umbenannt in "Bauch". Bauch schnarchte so laut, dass sein Zelt ganz rechts außen stehen musste, hinter dem Naglfar, das für die anderen als Schalldämpfer diente. Und ich? Ich hab den heute früh bis hier rein schnarchen hören !

Da kam ein Mädel an unseren Tisch. Torsten baggerte sich gleich voran: "Ich bin der Torsten ohne H."
"Aha" sagte das Mädel, "Tamara, auch ohne H ."
"Und ich bin der Max" sagte Max II, "Max ohne X".
Wie: ohne X?
"Na, mit KS" sagte MaxKS .

Dann hatten wir hier noch den City-Hai, den Lord of Hellfire, und unseren Wolfgang, dessen Luftbett ein Loch hatte, so dass in der Nacht die Luft davon sickerte - abends prall voll und am nächsten Früh liegt man dann mit dem Arsch auf dem Boden, und außenrum schwabbelt noch genug Luft in der Matratze um einen rum als wollte sie sagen: ätsch. Wolfgang wollte dann gegen Abend das Luftbett neu aufpumpen, die Pumpe hatte aber keinen Akku, nur einen Autostecker, und keiner wollte seine Batterie opfern. Da pumpte er dann bei mir, denn ich hab drei Batterien.

Ein fetter Knall riss uns weg: Kanonenschlag, das Konzert ging los! Sie schießen hier jeden Tag zu Beginn die beiden alten Bundeswehrkanonen neben der Bühne ab, mich reißt's jedesmal .

Also machten sich die Jungs mal vor aufs Infield, das war ja gleich ein paar Meter hinter unserem Camp. Einen so tollen Platz hatten wir noch nie gehabt. Zu manchen Sachen - z.B. zum Reservieren - konnte man Torsten echt brauchen, auch wenn er jetzt am frühen Nachmittag schon wieder rumgrölte: "Metal ist ein geiler Scheiß!". Das ist sein typischer Spruch, wenn er damit anfängt, hat er seinen Zacken in der Krone - was, jetzt schon oder noch von gestern?

Ich ließ mir noch ein wenig Zeit, zog mich erst mal um, kämmte meine vermoshten Haare und kam dann nach. Am Eingang traf ich schon die Sandra aus Hersbruck, die mir gleich ihre neueste Shopping-Beute zeigte: eine Leggings von Cannibal Corpse mit viel Splatter und Blut drauf (intelligenterweise aber nicht am Zwickel ). Sie kostete nur 20 €, gab es da gleich an dem Stand da vorn. Da lief ich doch auch gleich hin: tatsächlich! Bunt bedruckte Leggings von allerlei geilen Bands hingen da. Ich kaufte mir auch eine, eine von Slayer. Das ist bestimmt so osteuropäische "Markenware", und wahrscheinlich ist sie nach dem ersten Waschen grau , aber momentan sah sie noch richtig hübsch aus.

Erst mal guckte ich mir Rats of Gomorrha an, die gerade im Zelt spielten. Die gefielen mir recht gut.

Dann ging ich aber doch mal rüber an die Main Stage, die anderen suchen. Iiih, da lag schon ein Kotzflatsch, ich lief außen rum. Ja, da standen ja die anderen, nur Bauch-Max stand etwas abseits. "Es ist ihm nicht gut, er hat gerade gekotzt, da hinten" erklärte mir Hai. Oh ja, das hatte ich gesehen .

Ich halte es ja immer kaum mehr als 10 Minuten an einem Fleck aus, dann muss ich wieder weiter, und so spazierte ich durch die Leute. Da traf ich die Karin, die erst heute angekommen war, und auch den Pierre, den ich das ganze Jahr schon verpasst hatte.

Maria und ihr Freund waren da, die traf ich dann bei Sadistic Intent vor der Hauptbühne.

Nun hatte ich zwar fürs nächste Bier zum Umtauschen meinen Party-San-Becher wieder mit aufs Infield genommen, aber da wir ja echt so nah vor dem Eingang parkten, ging ich lieber jedes Mal zum Auto und trank dort mein eigenes Bier. Gestern hatte ich mir noch einen Eimer Wasser von der Sanistation geholt, meine Bierdosen da rein gestellt, und jetzt war auch mein Bier halbwegs kühl .
Zudem war's heut auch gar nicht so heiß, es war bewölkt und hatte nur noch so 25 Grad, ein ziemlicher Wind ging dazu andauernd. Mich fror's fast ein wenig, und später holte ich dann auch ein Hoodie aus dem Auto, weil so ne Kälte war ich jetzt ja gar nicht mehr gewöhnt. Soll man das jetzt als drohende Eiszeit deuten, oder als wüstenartige Gluthitze, auf jeden Fall: fürchterliche Klimakatastrophe, wir werden alle sterben!

Als ich raus kam, beobachtete ich diese Sitzreihe älterer Herren mit dem absoluten Logenplatz, die sich grad über die desolaten Einparkkünste des grauen PKW amüsierten. Torsten sagt ja auch immer, er parkt nur so weit vorn, weil hier alle schicken Mädels vorbei laufen und es gut was zu glotzen gibt. Dann glotzt mal schön weiter !

Frisch gestärkt kam ich wieder zurück ins Zelt und glotzte mir Todomal an. Die hatte ich dann auf meiner Running Order markiert, wahrscheinlich hatten sie mir gefallen, aber so recht erinnere ich mich grad gar nicht mehr. Ich muss zuhause dann auf YT einfach nochmal reinhören.

Was mir erstaunlich gut ins Ohr ging, waren dann Schirinc (plays Pungent Stench). Die hatte ich doch schon auf dem In Flammen gesehen, da waren sie mir gar nicht aufgefallen. Es ist wohl immer so eine Komposition aus Wetter, Stimmung, Bierlevel und gute Laune, ob mir ein Gig gefällt oder nicht.

Da wartete wohl einer auf Gutalax? Der war 2 Jahre zu spät dran, die spielten vorletztes Jahr. Er hatte wohl die Orientierung verloren, denn alsbald lief er schnell aus der Menge, stellte sich an den Zaun, reiherte ordentlich dort hin und kam gleich wieder zurück, weitersaufen.

Desaster standen noch auf der Running Order, hatten aber kurzfristig wegen Krankheit abgesagt. Nicht so schlimm, sie waren ja auch fürs Wolfszeit gebucht, aber auch dafür hätten sie schon abgesagt, wurde mir dann erklärt. Oh, scheint einer schlimmere Krankheit zu sein .

Stattdessen sprangen diese da ein, Lamb of Murmuur. Karin stand neben mir: "Der sieht ja aus wie der Nergal!" Ja, absolut! Der Sänger hatte auch so ein langes Gesicht, die Frisur, die Schminke, voll das Nergal-Double. "A Tribute to Behemoth" sagten sie an, aha. Das kam gut !

Der Auftritt war nicht schlecht, gefiel mir, aber Behemoth bleibt Behemoth. Mein Lieblingsdämon, der Orion fehlte natürlich, und Nergal ist halt auch..., ja, ich weiß nicht, einfach Nergal, dem ich eine besondere Ausstrahlung andichte.

Ich ging mal ins Zelt. Da war gerade Umbau, aber am Tresen fand ich meinen Privatkellner vom Dark Troll: hallo!

Ich guckte mir noch ein Stückchen von Evoken an, die im Zelt spielten und ging schließlich wieder zur Hauptbühne. Da kamen dann Moonspell. Aber Moonspell sind doch eine Gothic-Band…? Mich störte schon das verkehrt rumme Kreuz. Da kann ich ja gar nicht drauf. Sind das Christen?

Man kann jetzt nicht sagen, dass sie schlecht spielten, nein, aber melodisches Gothic-Zeug entsprach grad gar nicht meiner Stimmung. Ich spazierte ein bisschen hoch zu den Verkaufsständen und sah mir dort das teure Zeug an. Zum Glück hab ich schon alles . Nach den Merch-Ständen kamen dann rechts die Fressbuden, aber Hunger hatte ich auch nicht. Musste ich unbedingt auf Testament warten, die heute als Headliner kommen sollten? Ich beschloss, dass ich lieber heim geh.