Mittwoch, 4. März 2026

Operation gelungen

...und so schlug ich dann am Dienstagmorgen eine ganz andere Richtung ein als die zur Arbeit und fuhr in aller Herrteufelsfrüh durch die Stadt auf die Ranch.

Dort war's erstaunlich frisch, huch, bitterlichst kalt war's, das war ich gar nicht mehr gewohnt.


Nörchens und Noricus' Mutter, die schwarze Katze Nora kam aus dem Gebüsch, war ganz erstaunt. So früh war ich hier noch nie aufgetaucht! Hast du wenigstens was zu fressen dabei?

Ich inspizierte sofort die Fallen: Falle 1 war leer, Falle 2 auch. Aber in Falle 3 saß jemand drin: der stramme Kater! Das erste Mal sah ich ihn in real live, bisher hatte ich ihn immer nur auf den Wildcam-Videos beobachten können. Deiffi, ist der süß! So ein putziges Wutzel! Die schöne rostrote Farbe und dazu die Bernsteinaugen, was für ein hübscher Kerl! Das Lieschen hat Geschmack, doch .

Über die Fallen hatten wir Decken ausgebreitet, und auf der Decke klebte der Rauhreif, brrr, armer Kater. Er hatte sich unter dem abgedeckten Teil ganz klein gemacht und war anscheinend wie gelähmt vor lauter Schreck. Als ich die Falle anhob, randalierte er kurz. Die Falle war nicht ganz so groß und ich kriegte sie quer ins Röhrle.

Mir fiel ein, dass dieser Kater erst vor ungefähr 4 Wochen auf der Ranch aufgetaucht war. Vielleicht gehörte er ja wem? Ich hatte noch gar nicht nachgeschaut, ob er nicht bei Tasso oder sonstwo als vermisst gemeldet war? Am Ende kommt er wieder heim und hat auf einmal keine Eier mehr?!

Allemal fuhr ich die Falle mit dem Kater dann bis um 8 Uhr ins Tierheim. Ein Angestellter stellte sie in den Raum, in dem schon die 3 anderen Fallen seit gestern standen mit den Katzen. Jetzt waren sie wieder alle beisammen.

Nur das Lieschen fehlte. Das Lieschen war in keine Falle getappt. Das Lieschen ist zu scheu. Ich sah dann später auf den Videos der Wildcams, wie es in der Nacht überall nach Futter suchte und die Fallen beschnüffelte, aber rein gehen traute es sich nicht.

Naja, nun waren sie alle im Wartezimmer und ich fuhr erst mal in die Arbeit. Nach Feierabend verabredete ich mich mit der Tierheim-Frau wieder auf der Ranch. Da fuhr endlich das große Tierheim-Auto rein auf den Parkplatz und die Frau lud die Fallen aus, in denen die kastrierten Helden hockten. Ungeduldig waren sie geworden, rempelten schon gegen das Gitter. "Man kann sie nicht mehr länger in dem engen Käfig lassen" sagte die Frau, denn ich machte mir Sorgen: Man kann doch auch nicht die frisch operierten Katzen in die Wildnis jagen?! Aber es blieb uns ja nichts anderes übrig .

Also öffneten wir die Klappen. Einen Augenblick brauchten sie, bis sie checkten, dass offen war, aber dann stachen sie wie die Raketen raus. Das Lottchen sprang sofort die Leiter hoch in den Dachboden vom Gartenhäuschen und auch der Kater schlug gleich einen Haken und sprang hinterher, die Leiter fiel fast um, so einen Karacho hatte er drauf. Da waren sie oben verschwunden und tauchten nicht mehr auf.

Nörchen und Noricus ließen wir ein Stück weiter hinten laufen, nicht dass die auch in den Dachboden flüchteten und es dann da oben vielleicht auch noch einen Katzencatch gab. Sie rannten sofort ins Gebüsch - fort waren sie.

Das Lieschen tauchte dann in der Dachboden-Luke auf und guckte ganz cool runter als wollte es seinen Mitbewohnern sagen: "keine Panik, ich lass hier keinen rein!" Es hatte wohl noch nicht entdeckt, dass ihrem Liebsten ein ganz wesentliches Teil fehlt .

Am nächsten Montag versuch ich's nochmal mit einer Falle, dass vielleicht das Lieschen doch noch reintappt (der Tierarzt ist immer nur am Dienstag da). Das Schicksal wird entscheiden: Tappt sie in die Falle, dann wird sie kastriert. Bleibt sie draußen, dann war's das für dieses Mal, denn die Trächtigkeit ist dann schon zu weit fortgeschritten. Mei, dann kommen halt die Kleinen und ich fang in einem halben Jahr nochmal an mit der Aktion.

Montag, 2. März 2026

die Katzen von der Shiloh-Ranch

(...daher hat die Ranch ihren Namen: Wir haben uns als Kinder immer "die Leute von der Shiloh-Ranch" angeschaut, und drum hat dann mein Vater den Garten "die Ranch" genannt. Ich habe das natürlich beibehalten.)

Der Frühling kommt und mit ihm die Frühlingsgefühle, jedenfalls bei den Katzen. So hat sich seit ein paar Tagen ein stattlicher Kater auf der Ranch eingefunden. Dem gefällt es hier ausgesprochen gut, und das kleine Lieschen hat sich auch gleich in ihn verliebt. So streift der Kater nun jede Nacht durch die Ranch, markiert alle Ecken und beglückt die Katzen.

Die beiden Alten natürlich nicht mehr, denn die habe ich letztes Jahr in einer riesig aufwändigen Aktion eingefangen und kastrieren lassen, boah, war das stressig. So hat die Nora keine Lust mehr, und die Lisa ist vor ein paar Wochen eh abgewandert, kommt nur noch selten auf der Ranch vorbei. Ihre Töchter Lieschen und Lottchen haben sich aber im Dachboden vom Gartenhäuschen häuslich eingerichtet, während sich Noras Babys, Nörchen und der kleine Kater Noricus, um den Schuppen jagen.

Gestern musste ich dann auf den Wildcams sehen - das heißt, ganz gesehen hat man es nicht, sie waren nur am Rand vom Bild, aber man konnte es erahnen - dass sich das Nörchen vor seinen Bruder geschmissen hat und dieser, wenn auch recht unbeholfen, weil er war ja noch Jungmann, aufgestiegen ist . Im nächsten Video putzten sie sich beide hektisch im Schritt herum. Oh weh, das gibt auch noch Inzest-Kitten .

So habe ich die Katzennotrufnummer angerufen und einen Termin vereinbart für heute nachmittags auf der Ranch. Da kam das große Auto vom Tierheim, im Laderaum 5 Lebendfallen und mehrere Transportboxen. Die Frau vom Tierheim stellte die Fallen auf, wir bestückten sie mit Ködern und deckten sie ab mit Hundedecken. Während wir noch beim Aufbauen und Besprechen waren, ging das kleine Nörchen schon in die Falle! Wunderbar, damit ist das Thema Inzest-Kitten dann auch erledigt.

10 Minuten später lief der kleine Kater Noricus in die nächste Falle.

Die Frau vom Tierheim lotste die beiden gleich in je eine Transportbox um und nahm sie mit. Fort waren sie.

Lieschen und Lottchen guckten entsetzt vom Dachbodenfenster aus zu. Unterdessen fütterte ich unten die Nora. Die bekam ein ganzes Schälchen Hühnerherzen nur für sich allein, damit sie pappsatt war und an den Ködern in der Falle gar kein Interesse mehr haben sollte.

Danach widmete ich mich ein bisschen der Gartenarbeit und schnipselte Zweige. Gegen 18 Uhr ging ich mal vor und prüfte die Fallen: tatsächlich! Das schwarze Lottchen war in die Falle getappt!

Ich versuchte, die große Falle in mein Auto zu laden. Das war gar nicht so einfach, denn das Röhrle ist wirklich klein. Die Falle war bestimmt 1,50 m lang, quer passte sie nicht rein. Diagonal war auch nicht so einfach, denn die hintere Tür oder die Kofferraumklappe gingen nicht mehr zu, je nachdem. Da das kleine Röhrle witzigerweise ein 5-Türer ist, kann man auch die Sitze nicht vorklappen. Nachdem ich den Beifahrersitz aber so weit es möglich war nach vorne geschoben hatte, passte die Falle mit Ach und Krach hinten rein. Also fuhr ich mit der Falle und der Katze darin zum Tierheim. Dort kam die Falle dann in einen Warteraum, in dem schon die Transportboxen standen, in denen Nörchen und Noricus saßen. Oh je, naja, aber sie kennen sich ja alle, da können sie sich trösten.

Morgen vor der Arbeit früh um 7 fahre ich auf die Ranch und sehe nach, was sich über Nacht in den 3 Fallen, die dort noch stehen, gefangen hat. Ich hoffe, dabei erwische ich das Lieschen und vielleicht auch den feschen Kater. Sollten Igel, Marder, Nora oder sonst ein unglückliches Tier drin sitzen, wird es einfach wieder frei gelassen. Danach schließe ich die Fallen und fahr mein Beute ins Tierheim. Die Tierärztin kommt am Vormittag, da werden sie dann alle kastriert. Ich denke, am Nachmittag darf ich sie dann wieder abholen. Boah, ist das wieder eine Aktion!

Samstag, 28. Februar 2026

Satan - Ahriman

Weil sich gerade in diesen Tagen mittels Weltpolitik und gewisser Kriege und Angriffe herausstellen könnte, dass sich mein spirituelles Weltbild tatsächlich in der Realität bestätigt, möchte ich hier ein Statement abgeben wie folgt:

Wie ihr ja vielleicht wisst, bin ich Satanist seit meinem 14. Lebensjahr. Dabei sehe ich Satan nicht nur als Prinzip, sondern bevorzuge die Personifikation (nicht, dass ich daran "glaube", sondern ich >>> bevorzuge sie, im konstruktivistischen Sinn). Ich unterhalte seit Jugend an einen inneren Kontakt und gedanklich-geistigen Dialog zu Satan (MEINER Personifikation des satanischen Prinzips).
Vor etwas mehr als 20 Jahren ergab sich in einem solchen gedanklichen Dialog, dass es sich bei "meinem" Satan um Ahriman handelt, ein persischer Geist, als wütender Dämon verstanden. Die alt-persische Bezeichnung war Angra-Maynu, the angry spirit. In meinem gedanklichen Dialog stellte Ahriman dar, dass er ursprünglich als Gottheit der Arier fungierte, nach den indo-arischen Völkerwanderungen in Persien jedoch dann als Dämon interpretiert wurde. In einem späteren Dialog stellte er dar, dass er das Ariertum weiterhin unterstütze und somit auch hinter dem NS-Regime stand. Dieses habe jedoch - in seinen Augen - versagt und sich im WK II nicht durchsetzen können, weswegen er es verworfen habe und sich "weiter nach Westen" orientiert habe. Vor einigen Jahren erklärte er mir seine Funktion aka Satan in der Feindschaft gegen die Gottheit Jhwh, welche sich in den Juden manifestiert: Sein Kampf gegen die Gottheit Jhwh und seine Anhänger geschehe nicht nur auf physische Weise, z.B. beim Holocaust in der NS-Zeit, sondern auch auf geistige. Zu dem Zweck habe er sich als "Allah" manifestiert und den Islam hervorgebracht.

Damit habe ich nun wirklich schwer gehadert, weil den Islam finde ich einfach nur absolut scheußlich und pervers. Ich habe versucht, mit dieser Info irgendwie klar zu kommen, was mir nicht wirklich gelang.

Eine Weile später erklärte er, dass er sich ebenso in der Figur "Jesus" manifestiert habe und mit dem Christentum ein System begründet habe, das die jüdische Religion verfälschen und pervertieren sollte.

An der Stelle bin ich ausgestiegen: Kirche, Christentum und Jesus-Schnullitum waren DIE Gründe, warum ich mich zu Satan bekannte, für mich damals vermeintlich dessen Gegner. Mit einer Figur, die das sogar hervorgebracht hat, kann ich mich nicht identifizieren. Als geistig-gegnerische Taktik zur jüdischen Religion verleihe ich Satans Vorgehen meine Anerkennung (100 Punkte!), drehe aber auf der Stelle um und gehe, denn ich bin vorwiegend Anti-Christ und Anti-Moslem und verabscheue diese patriarchischen Religionen. Natürlich finde ich in diesem Sinne auch die jüdische Religion abscheulich. Ich bin momentan deswegen als klarer Gegner der Gottheit Jhwh und seiner satanischen Ableger "Allah" und "Jesus" in einer Phase der Neu-Sortierung meiner Position. Ich nenne mich in dieser Gegnerschaft immer noch "Satanist", bin aber kein "Teufelsanbeter/-huldiger", der Lüge, Verdrehung, Falschheit, Verschlagenheit und all diese Prinzipien vertritt, für die das Wort "Teufel" steht - auch wenn ich zugestehen muss, dass dies hier wirklich genial umgesetzt wurde. Ich habe mich daher von Ahriman distanziert.

Sonntag, 22. Februar 2026

Nachtblut, Asenblut - in Ingolstadt

Endlich gab's mal wieder ein Konzert, auf das ich mich richtig freute und wo ich nicht nur hin ging, weil grad nix anderes lief, sondern echt, weil ich sie sehen wollte: Nachtblut in Ingolstadt ! Zudem wollte dort auch der Torsten mit Töchtern aufploppen, auf den freute ich mich auch .

Also fuhr ich dann nach dem mittäglichen Frühstück am Samstag erst mal zum Naglfar und mit diesem auf die A3, später A9 Richtung München.

Das Wetter war recht trüb, es regnete, aber es war mild, und ich beschloss, gar nicht erst die Heizung einzuschalten, das lohnte sich ja nicht. Ja, wäre es Sommer, würde ich wohl auch länger dort bleiben wollen, mir ein bisschen die Stadt anschaun oder ein wenig bummeln, aber bei diesem Süffwetter hatte ich auf nix dergleichen Bock und würde nur übernachten, am Sonntag gleich wieder heim fahren.

Ich landete also am Westpark. Der dortige Großparkplatz ist unterkellert, überdacht und also nicht für größere Autos geeignet. Drum stellte ich mich gegenüber auf dem Parkplatz von Media Markt hinter einen LKW in die Anlieferungszone. Um mir eine Parkberechtigung zu schaffen, ging ich dann halt mal zu Media Markt rein und kaufte was. Das gefiel mir trotzdem nicht ganz, weil der Parkplatz ist auch videoüberwacht und so ganz koscher fand ich's nicht, dort über Nacht zu bleiben.

Erst mal ging ich aber rein in den Westpark und guckte, was es da so gab. Dort ging's zu wie bei uns vor 30 Jahren in der Breiten Gasse, voll das Business, Hunderte von Leuten, eine Menge Shops, keinerlei Leerstand, voll geil! Ich kaufte allerdings nur Lebensmittel bei Edeka und wollte die dann heim ins Auto bringen. Auf dem Heimweg fiel mir ein kleiner Parkplatz seitlich des Westparks auf. Dort parkten bereits 3 große Autos, eines davon mit abgedeckter Front (weil seine Heizung lief, ich weiß das ), also konnte man hier wohl ganz legal parken und übernachten? Ich parkte um! Ich holte schnell das Naglfar vom Media Markt-Parkplatz und fuhr die 20 Meter rüber zu dem anderen Parkplatz, dort. Da stand ich nun auf Nummer sicher .

Torsten schrieb, er stünde schon vor der Halle. Da lief ich doch gleich mal hin und guckte: Ganz vorn stand er wieder mit seinen Mädels und fror sich den A**** ab . Es war erst 18 Uhr rum, sie würden noch eine Stunde da stehen müssen bis zum Einlass. "Ich geh noch was essen!" rief ich die Treppe runter zu Torsten und verschwand wieder in den Westpark. Dort futterte ich dann eine ausgesprochen leckere Asia-Box *mampf*. Frisch gestärkt mit guter Unterlage lief ich zurück zur Halle. Der Einlass hatte schon angefangen, manchmal bewegte sich was in der Schlange, die mittlerweile bis ans Ende des ganzen Gebäudes ging. Da stand ich dann - zum Glück unter einem Dach, weil es regnete leicht.

Endlich kam ich dann auch rein und guckte mich mal um. Oh, es spielten Asenblut! Vor lauter Hektik der letzten Zeit hatte ich mich gar nicht drum gekümmert, wer hier eigentlich WarmUp macht. Ich hatte zuhause noch nach einem Nachtblut-Shirt gekramt, aber keins gefunden - entweder hat es sich unter allen anderen versteckt oder ich hab gar keins? Asenblut-Shirts hätte ich drei Stück gehabt!

Da kaufte ich dann am Merch wenigstens einen Asenblut-Turnbeutel, um den schönen Tetzel zu sponsoren.

Ich guckte mal rum, wen ich so kannte und stellte mich dann zu Torsten, der sonderbarerweise gar nicht ganz vorn stand, sondern irgendwo auf der Seite auf einer Bank. Er war gestern schon auf Mayhem gewesen, hatte dort ordentlich Gas gegeben und war dann heute eigentlich recht erledigt. Siehste, drum bin ich da nicht mit! Wär mir auch zu viel gewesen, weil noch ist Winter und ich bin noch nicht richtig im Festival- und Party-Modus.

Torsten war mit dem Zug gekommen! Der letzte Zug von hier nach Nürnberg würde um 1 fahren und so käme er also locker wieder heim, meinte er. Also nö, das wär mir zu stressig, weil dann von hier zum Bahnhof zu kommen und die ganzen fremden Busverbindungen zu checken, ... und dann in Nürnberg um halbzwei am Hauptbahnhof zu stehen und mit einem Nightliner irgendwohin fahren müssen, also nein.

Jetzt fing's an und Asenblut kamen auf die Bühne. Die Show kannte ich schon, hatte ich in letzter Zeit ja schon mindestens dreimal gesehen. Aber mittlerweile kann ich dann wenigstens textsicher mitsingen . Asenblut kündigten eine Headliner-Tour an, aber nach Nürnberg würden sie nicht kommen, naja.

Die Umbaupause war ziemlich zackig rum und schon kamen Nachtblut. Sie waren richtig gut, wie man's halt von ihnen gewohnt ist. Leider hatten auch sie weder ein neues Album noch überhaupt neue Songs, mei, das kannte ich alles schon.
Immerhin hab ich mir jetzt ein Nachtblut-Shirt am Merch gekauft, jetzt hab ich eins .

Der Saal war voll, ich glaub, es war ausverkauft. Es waren teils ganz toll gestylte Leute da, wirklich hübsche Hingucker, andererseits auch echt krasse Panzer, also... "Dabei ist die noch echt jung", sagte der Torsten. Wie soll die erst mal ausschauen, wenn sie altersbedingt "auseinandergeht"? Nö, also da hatte auch Diät und Abnehmen keinen Sinn mehr, mit dem Umfang tät ich auch gar nicht erst noch anfangen, kann ich fast verstehen, dass die sich ganz offensichtlich aufgegeben hatte. Echt schlimm. Mei, man sollte halt nicht nur zickig reagieren und sich "diskriminiert" fühlen, wenn es Anzeichen gibt, dass man auffällt, sondern vielleicht mal reflektieren und sich zusammenreißen, so lang es noch geht? Klar ist das nicht einfach, aber wollt ihr denn echt so enden?

Nachtblut riefen nun eine Wall of death aus und so teilte sich das Publikum in der Mitte. Es war richtig gute Stimmung!

Für die Zugabe, die am Ende lautstark gefordert wurde, kam dann sogar wieder der Tetzel auf die Bühne. Zusammen sangen sie den letzten Song.

Beide - Nachtblut sowie Asenblut - kamen nach dem Konzert noch an ihre Merch-Stände und stellten sich den Fans. Das sind auch beide ganz wahnsinnig liebe und umgängliche Gestalten, da könnt sich so manch anderer Show-Arroganzling ne Scheibe abschneiden!

Mei, das Konzi war echt schön! "Und du musst jetzt wieder nach Nürnberg zurück fahren" fragte die Siggi. "Nein, ich übernachte hier, fahre erst morgen." sagte ich. Also lief ich dann mal rüber zu dem Parkplatz. Mein Weg führte durch den Westpark-PKW-Parkplatz, wo es absolut zu ging: War hier noch eine Disco oder irgendein Happening für "Jugendliche"? Über den ganzen Parkplatz röhrte es von aufheulenden Motoren, weil diverse PS-Protze hier unter der Überdachung Ralleys ausfuhren, weil der Sound hier so schön war, was? Mit teils ganz schlimm überhöhter Geschwindigkeit dröhnten sie durch Wege und Parkbuchten, das war ja echt gefährlich, und ich lief ganz am Rand, weil hier wurde man ja fast über den Haufen gefahren!

Ich erreichte den kleinen Seitenparkplatz, wo das Naglfar stand. Auch hier standen nun ein paar aufgemotzte PKW, aber sie blieben nicht lang, schlossen sich den Ralleyfahrten drüben an und waren weg.

Ich hatte nicht geheizt, aber es war auch nicht wirklich kalt im Auto. Ich ging gleich ins Bett, lauschte dem Motorengeheule von drüben, aber das wurde dann weniger und hörte irgendwann auf. In der Nacht war es dann absolut ruhig, ich schlief echt gut.

Am Morgen war alles leer. Von den drei anderen Autos war grad einer aufgestanden und kochte sich außen nen Kaffee. Ich zog mich nur an und startete gleich. Gefrühstückt hab ich dann zuhause in Nürnberg.

Sonntag, 15. Februar 2026

Willkuer im Löwensaal

Ich ging nur kurz nach Hause, zog mich um und machte mich gleich wieder weiter auf den Weg zum Löwensaal. Dort spielten heute Willkuer, und ich hatte mir grad gestern noch ein Ticket rausgelassen. Dabei hab ich mich gewundert, überhaupt noch eins zu kriegen und dass es noch nicht ausverkauft war.

Da lief ich also von der Straßenbahnhaltestelle den Berg hoch. Es war längst nicht mehr so kalt wie beim letzten Konzert im Löwensaal, man musste sich jetzt gar nicht mehr so den Arsch abfrieren, es ging schon. Die Schlange der Wartenden war auch nicht allzu lang.

Das mit dem Merch-LKW ist aber nicht so der Bringer: Wenn ich jetzt aus der Schlange sprang, um da mal reinzuschauen, konnte ich mich anschließend wieder hinten anstellen. War ich dann erst mal drin, ging ich auch garantiert nicht wieder raus. Aber ich wollte mir ja eh keinen Merch kaufen.

Am Eingang wurde meine Tasche durchwühlt und die Secu-Frau zog meinen Edding raus: "Das geht nicht." Schade, weil ich will doch damit im Klo vllt meinen Senf an die Wand schreiben , weil so manchen Klospruch muss ich einfach kommentieren. Zu dem Zweck schleppte ich den Edding schon seit Monaten auf x Konzerte in der Tasche mit, auch wenn er bisher noch nicht zum Einsatz kam. Aber na gut, ich musste ihn abgeben.

Als ich drin war, ging ich gleich noch an die Pizza-Bude und kaufte mir 2 Stück Pizza - im Bild: Blink-Bier und Pizza . Eine kostete 5 € und die Stücke waren nur noch lauwarm. Mensch, die Pizza, die es beim Hirsch gibt, ist um Längen besser!
Gut, das machen wir in Zukunft auch nimmer, da wird zuhaus was gegessen oder sonst wo unterwegs.

Es war erst Einlass, und das Konzert würde erst in einer Stunde anfangen, aber der Saal füllte sich nur sehr schleppend. Der Rang oben war abgesperrt, und sogar der Bierausschank rechts war nicht besetzt. Es lohnte sich nicht, so viel Leute waren gar nicht da. Naja, Willkuer ist jetzt auch nicht sooo der Straßenfeger, aber es gab ja grad im Umkreis wieder nix anderes, da bin ich halt hier her.

Die Vorband hießen Stepfather Fred. Die sprühten ganz viel Nebel auf die Bühne, bevor sie kamen. Man konnte sie kaum sehen, geschweige denn fotografieren. Sie wirkten ein bisschen aufgeregt und erzählten auch was von wegen, dies sei ihre erste Tour mit Willkuer, wenn ich es richtig verstanden hab. Sie hörten sich aber ganz nett an.

Ich guckte an den Merch: Sie hatten auch ganz zivile Preise! Da kaufte ich mir für 10 € eine CD von ihnen.

Die zweite Band hießen Herbst. Die hatten einen deutlichen Disco-Takt in ihren Songs, also das war jetzt schon vom Stil her nicht so meins.

Am Schluss sagte der Sänger einen Song an: "...der ist für meinen Vater". Oh je . Der Vater war wahrscheinlich gestorben. Am Ende vom Song drehte sich der Sänger dann auch um und hatte eine ganz traurige Miene drauf, vielleicht kämpfte er mit den Tränen? Ach, das ist schlimm an unserem Alter: Eltern und Tanten und Onkels sterben weg, dem ein oder anderen sogar schon der Partner oder die Geschwister - und sie reißen die ganze eigene Vergangenheit mit in den Abgrund, Rollen fallen weg, man ist nicht mehr Sohn oder Tochter, weil man hat keinen Vater mehr .
Jetzt im März hat mein Vater schon 10jährigen Todestag *seufz*.

Meine Lieblings-Secus Botsi und Martina sind ja nicht mehr da, haben beim Security-Dienst aufgehört. Der da ist jetzt mein neuer Lieblings-Secu . Hinter ihm liefen die Band-Members von den Stepfather Fred rum und räumten ihr Equipment auf. Da gab ich meinem Secu die CD, er soll sie doch signieren lassen. Aber er legte die CD nur irgendwo auf die Box und da lag sie dann. Die Musiker waren fertig und schon weg. Also nahm ich die CD wieder an mich und ging in der Umbaupause mal an den Merch. Da stand immerhin der Stepfather-Sänger und gab mir auf die CD ein Autogramm .

Dann kamen Willkuer. Sie machten ganz gut Stimmung, auch wenn der Saal nicht voll geworden war. Ich sah sie jetzt schon das 3. Mal und hab noch keine einzige CD von ihnen, hör sie mir ja "so" eigentlich gar nicht an, steh ja mehr auf Behemoth oder Tankard und sowas . Trotzdem kannte ich tatsächlich schon manchen Text und grölte mit.

Es war eigentlich so ganz lustig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat auch gestimmt, es hatte nicht einmal 40 € gekostet, also gab's nix zu meckern.

Jetzt war's aus, ich holte meine Jacke von der Garderobe, und dann fiel mir mein Edding wieder ein! Also fragte ich am Ausgang die Secus und fand dann auch die Frau, die meinen Edding hatte. Jetzt hab ich ihn wieder, es kann beim Kacken wieder kommentiert werden .