Früh um 3 (in der Nacht) fuhr er los. Um 6 Uhr war er schon da. Um 11 Uhr erhielt ich dann auf WhatsApp ein Bild von den Schnapsleichen, die schon ziemlich k.o. über der Bierbank hingen. Torsten & Co. vertragen einfach die Hitze nicht, das ist es ! Ich antwortete mit einem Bild von mir in meinem schönen, kühlen Büro...
Ich musste noch 2 Stunden arbeiten. Aber wartet nur, nächstes Jahr, da fahre ich auch schon 5 Tage vorher los!
Nach der Arbeit fuhr ich heim, holte meinen Krempel, goss meine Blumen, räumte leicht verderbliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank in die Kühltasche zum Mitnehmen und leerte die verschiedenen Mülleimer in die Tonne - besonders den Biomüll. Was brauch ich noch alles, heißes Wasser, sind alle Fenster zu? ...bis ich immer aus der Bude komm! Auf halber Treppe fiel mir auf: Mütze vergessen! Nein, ohne Käppi geh ich nicht aus dem Haus, also wieder rauf, Käppi geholt. Wieder raus, Türe nochmal ganz sorgfältig abgesperrt. Oh Mist, ich hab die falschen Schuhe an! Also nochmal rein … Irgendwann hab ich mich dann einfach ins Röhrle gesetzt und bin gefahren.
Ich fuhr noch erst zum Einkaufen, frische Hühnerinnereien für die Katzen besorgen, danach auf die Ranch, Raubtierfütterung, und die restlichen Innereien stopfte ich in den Kühlschrank für morgen, da würde meine Schwester kommen und die 5 miezligen Ungeheuer füttern. Ein paar Mal lief ich durch die Ranch, Blümchen und Gemüse ordentlich gießen, dann machte ich den Abflug und fuhr zum Naglfar, 3 Straßen weiter.
Ich lud vom Röhrle den ganzen Krempel ins Naglfar um, zog mich um, setzte mich hinters Steuer und warf den Motor an. Oh, mit dem Tank käm ich nicht mehr an, also fuhr ich noch auf Tanken, aber dann ging es endlich los. Es war also schon 16 Uhr durch als ich dann überhaupt mal startete.
Ich fuhr die A73 und dann die A71 entlang und zog dann runter auf die Landstraße. Bald bemerkte ich einen Follower, ein schwarzer PKW, der mich nicht überholte, obwohl ich nur gemütlich mit 60 herum zockelte. Der wollte bestimmt auch zum Party San .
Es war letztes Jahr schon so: Über eine Kreuzung sollte ich gerade aus drüber, aber auf der anderen Seite stand ein Einfahrt-verboten-Schild und dass es baustellenbedingt nur bis xxx befahrbar wäre. Wie hatte ich das letztes Jahr gemacht? War ich da durch gefahren? Ich wusste es nicht mehr, aber fuhr halt einfach mal weiter, der schwarze PKW nach einigem Zögern hinter mir her. Bald kam ich an ein Sackgassen-Schild, aber auch da fuhr ich einfach weiter, gefolgt vom schwarzen PKW. Für nächstes Jahr muss ich mir merken: Ja, es geht hier einwandfrei durch! In einem Kaff gesellte sich noch ein silberner PKW hinter mich, und einen weiteren Follower gewann ich dann kurz vor Schlotheim. Unser kleines Auto-Grüppchen kam schließlich erfolgreich am Party-San-Gelände an. Es war nun schon halbacht abends, die letzte Strecke hatte ich schon das Licht eingeschaltet, denn langsam sank die Sonne.
Torsten hatte in der 2. Reihe ein kleines fränkisches Fähnchen gehisst, ich fand das Camp auf Anhieb. Sie hatten einen Parkplatz für mich reserviert und ich rangierte ein. Das war ja hier echt voll das fränkische Viertel, hier standen lauter Nürnberger und Fürther!
Gegenüber wehte eine Flagge mit dem Drachenlord!
Die Jungs waren schon schwer angeschlagen, konnten sich aber noch auf den Beinen halten. Mein Bier war brodelwarm, nicht mal das Erste schmeckte . Torsten hatte eine dicke Kühlbox dabei, da nahm ich mir ein kühles Bier von ihm. Erst mal saß ich am Tisch, futterte und trank. Zwei Zelte weiter stand Pappa Dieter mit seinem Kombi, der Benni campte auch gleich hier drüben, und alle Leute kamen bei uns vorbei, denn unser Camp war fast direkt vor dem Eingang. Da trafen sich bald die Quatroset-Veteranen.
Ich ging mal gleich vor und holte mir ein Bändchen. Dieses Jahr war es gelb, passte schön zu allen anderen Bändchen an meinem Arm. Ein wunderschöner Sonnenuntergang präsentierte sich da hinter dem Campground, wie romantisch!
Jetzt gingen wir los zur Metal-Disco ins Zelt.
Da ploppten nacheinander sämtliche Besoffenen mit unterschiedlichem Alkoholpegel auf. Es gab Leute, die können das mit dem Saufen, welche, die es erst noch lernen müssen und andere, die gar nicht saufen brauchen, um völlig durchgeknallt zu sein.
Wolfgang (links) ist sogar noch ein bisschen älter als Telepappa Dieter (rechts).
Torsten stand natürlich gleich an der Bar, denn der Schnaps im Camp war ausgegangen und mit Bier gibt er sich gar nicht ab. Dort quatschte er relativ erfolglos einige Mädels voll, aber morgen würde er sich eh nicht mehr an sie erinnern, so what .
Hai stand vor der Bühne mit dem DJ. Ich musste ihn in den Circlepit schubsen, damit er sich mal gescheit bewegte, hier, Mann! Alsbald fand ich mich selber im Kreis mit rumstolpern, sagt mal, war ich besoffen? Dann spielten sie sogar noch Dimmu Borgir, da musste ich auch noch moshen und tanzen . Zwischendrin hab ich auch einige Fotos gemacht, aber sie sind leider total verwackelt und stellenweise erkennt man gar nicht mehr, was da drauf ist, nur ein paar verwischte Gestalten.
So wie das Bild hier: Gegen halbzwölf lief ich heim, setzte mich ins Naglfar, da kamen Max und Wolfi daher und klopften verzweifelt an mein Fenster, denn Torstens Auto war abgesperrt und sie kamen nicht an das Bier, ob ich nicht eins für sie hätte. Natürlich, hatte ich eins, aber leider war es total warm, das Bier.
Ich trau mir den Kühlschrank nicht einschalten, weil ich weiß nicht, wieviel Gas noch in der Flasche ist, nicht dass ich in der Früh keinen Kaffee mehr kochen kann, weil das Gas alle ist. Es befindet sich hinten im linken Schrank eine Anzeige von der Gasflaschen-Waage, und ich könnte dort nachschaun, wie schwer diese noch ist und folglich, wieviel da noch drin ist, aber dazu müsste ich erst die Kiste wegräumen, die vor dem Schrank steht und die ganzen Schuhe in dem Schrank erst mal rausräumen, um die Anzeige zu sehen (das ist hier aber auch dämlich verbaut in so einem Auto, pft). Das ist alles so kompliziert, und ich habe nie Zeit und Sinn, mich damit zu beschäftigen, weil ich rausch ja nur durch meinen Tag und werd mit meinem Zeug eh nicht fertig. Aber nächstes Jahr, da habe ich dann täglich 6 Stunden mehr Zeit, weil die Arbeit wegfällt, und dann kann ich endlich mal alles aufräumen und ordentlich abchecken und mir auch einen vernünftigen Plan für meine Touren machen .























