Sonntag, 7. September 2025

Break Out am Freitag

Letztes Wochenende war ich - nach meiner letzten großen Tour - mal zuhause in Nürnberg geblieben. Drum freute ich mich jetzt ganz arg auf das Break Out. Ich hatte noch kein Ticket, wollte das Wetter abwarten, weil das ist ja jetzt doch ein bisschen ein Wagnis um die Jahreszeit. Es war zwar Regen gemeldet, aber freitags gegen 16 Uhr sollte der aufhören und dann blieb es weitgehend trocken lt. Wetter-App.

Ich hatte ursprünglich Urlaub eingetragen für den Freitag und auch den Montag, denn eigentlich wollte ich ja auf das Mediaval, Selb, entschied mich dann aber doch für das Break Out und löschte meinen Urlaub wieder, denn dafür reichte das Wochenende, wenn ich freitagmittags in der Arbeit einfach eher ging. Ab ins Naglfar und auf die A9! Dort durchfuhr ich dann mehrere Wetterfronten, teils mit Starkregen und eine Weile war auch Stau. An einem frischen Unfall fuhr ich vorbei, ein Auto hing in der Leitplanke, aber die Polizei war schon vor Ort. Das Unfallauto hing mit dem Heck noch ein wenig in meiner Spur, Leute liefen auf dem Standstreifen bis in die Fahrbahn rein, und beinahe wäre ich dem Nebenmann reingefahren als ich an der noch nicht gesicherten Unfallstelle spontan ausweichen musste.

Mein Navi hat einen Treffer. Schon seit einigen Fahrten (Rock Harz) meldet es immer wieder "A9 (bzw. A3, A73 oder wo ich halt grad fahre) ist gesperrt, Ausweichroute wird berechnet" und ich schreie dann "neiiin!", aber das versteht es wohl nicht . Ich blieb auf der A9: gar nix war gesperrt! Ich fuhr bei Schleiz ab, kam durch Mösen-Dorf (Möschen, Mösching, oder so ähnlich) und dann durch das Dorf mit dem Baum. Der Baum ist ultrawichtig, an dem darf ich auf keinen Fall links fahren, weil da komm ich auf einer für dicke Autos kriminell schmalen Serpentinenstraße an den See mit dem Staudamm/Talsperre und dort gibt es keine Wendemöglichkeit. Das ist mir 1 x passiert, welch eine Höllenfahrt, und nie wieder fahre ich da hin! Also: beim Baum rechts, unbedingt rechts. Aber da war kein Baum mehr . Der Baum war weg! Ich erkannte die Stelle, weil ich höllisch aufpasste, aber der Baum fehlte. Das war doch das Zentrum von diesem Dorf! Ein Kramladen und dieser Baum davor? Sie hatten ihn wohl gefällt und einen neuen gepflanzt, aber das war noch ein Babybäumchen, keine 2 m hoch, stand noch im Laufgitter (Pflanzpfosten). Ich fuhr rechts .

Ich kam direkt nach Crispendorf. Hier war ich schon Jahre nimmer, seit eben das Wolfszeit umgezogen ist.

Jedes mal wenn ich den kriminell schmalen und holprigen Weg ins Ferienland runter fahre, den auch bloß die Eingeweihten kennen - ein schmales Gässchen, ein größerer Feldweg, grad so, dass er überhaupt asphaltiert ist - wird es mir in meinem Schiff mulmig: hier ein tiefes Schlagloch, da ein fetter Hubbel durch eine Baumwurzel, Bäume und Sträucher hängen in den Weg rein, daneben sumpfiger Wiesengrund, Schlamm, ein paar Kühe … ich klammere mich jedes mal an den Gedanken: "Auch Heimdall, der Bus, ist diesen Weg gefahren! Dann schafft es auch Naglfar, das Wohnmobil!"

Als ich auf den Campground einfuhr, hörte der Regen auf, und die Sonne kam raus. So muss das!

Es war schon ordentlich voll und ich fuhr den Weg weiter an Harrys Van vorbei, an Frohwalds Zwillings-WoMo und fuhr mal lieber bis hinter, denn da ist - oder war mal - asphaltiert und das bildet noch heute einen festen Untergrund. Ich hab nämlich die Schnauze voll von Sumpfwiesen und Traktoren, die einen rausziehen müssen. Ich fand noch 1 Platz, drin war ich. Den Platz mochte wohl keiner, denn es war eigentlich kein Platz, sondern nur eine große Pfütze. Vor der Tür hatte ich meinen Bierkasten als Trittbrett, aber der war nur wie eine Insel inmitten des Sees.

Da entdeckte ich gegenüber am Waldrand ein paar Häufchen gemähte Wiese. Ich holte mir gleich einen Haufen und verteilte ihn um meinen Bierkasten. Damit war der durchnässte Boden und der Schlamm ganz gut abgedeckt. Man muss sich bloß zu helfen wissen .

Jetzt ging ich mal gleich rein auf das Infield, denn da kamen Nornir, und die wollte ich sehen. Nornir gefielen mir recht gut, da kaufte ich ein Shirt von ihnen. Ich hatte nämlich zuhause gesucht: Außer von Behemoth - und das lag dreckig in der Wäsche - habe ich kein einziges schwarz-weißes Shirt. Alle Bandshirts, die ich habe, sind mehr oder minder bunt. Nur ein Schwarz-weißes von Varg hatte ich noch gefunden, das hatte ich an, ist ja jetzt aber auch nicht Black Metal oder Thrash . Jetzt habe ich mit dem Nornir-Shirt endlich ein echtes Black-Metal-Shirt. Ich zogs gleich an .

Dazu radelte ich zurück zum Naglfar. Weil ich am Campground so weit hinten stand, hatte ich das Fahrrad ausgepackt, denn der Weg war mir sonst zu weit *Luxustussi*. Wenn ich schon beim Naglfar war, grillte ich auch gleich eins auf. Da saß ich so und futterte und guckte den Nebelschwaden zu, die aus dem Wald stiegen. Dort wohnten die Seelen vom alten Wolfszeit und ich legte eine Gedenkminute ein für den Andre, der nicht mehr unter uns weilt, und für seine arme Mutter, die damit klar kommen muss .

Es wurde kühl und klamm. Ich zog meine Motörhead-Jacke (!) an und radelte wieder vor. Die Jacke konnte ich gut vertragen, ja, doch, der Sommer war wohl vorbei. Auf der Bühne standen nun Ellende. Als der Gig fertig war, suchte ich mal diese "Hallstage", also hier musste es noch eine zweite Bühne in einer Halle geben. Das konnte doch nur das Haupthaus sein, wo sie früher die Kneipe und Küche drin hatten. Tatsächlich, da ging es weiter!

In der Halle war es deutlich wärmer und trocken(er). Es spielten gerade Saprobiontic - wie merk ich mir den Namen? SAP - pro - Biontech .

In der Halle standen sogar vereinzelt ein paar Stühle rum aus einer Wirtschaft und da belegte ich gleich einen.

Nun kamen da Gernotshagen. Die haben mich dann gar nicht so weggerissen, hm. Ich blieb trotzdem in der Halle auf meinem Stühlchen hocken, denn da war's gemütlich. Allerdings wurde ich nun langsam müd.

Nach Gernotshagen ging ich raus. Auf der Mainstage spielten jetzt Hamferd, 5 kurzgeschorene, "ordentlich und anständig" gekleidete Bübchen, die jeder Schwiegermutter gefallen, aber sie machten eine geile Musik. Ich war ganz erstaunt, welch thrashige Klänge von so spießigen Gesellen ertönten .

Leider war ich müd *gähn*. Es war auch schon halbzwölf, mei, ich war ja heute in der Arbeit und drum schon um halbsieben aufgestanden. Da radelte ich zum Naglfar. Ich wollte heute eventuell mal die Heizung ausprobieren, ob sie ging oder nicht, aber so kalt war's dann doch nicht.

Sonntag, 31. August 2025

Krake gehäkelt

Einen Kraken hab ich gehäkelt und eine Anleitung dazu geschrieben, die findet ihr hinter dem Button "Anleitung anzeigen" (Vorsicht: viel!).

Wir fangen am Hinterkopf an:

1. Reihe: einen magischen Fadenring mit 6 FM (keine Kettmasche, übergangslos in der nächsten Reihe weitermachen)
2. Reihe: je 2 FM in 1 = 12 FM
3. Reihe: 1 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 18 FM
4. Reihe: 2 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 24 FM
5. Reihe: 3 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 30 FM

6. Reihe: 5 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 35 FM
7. Reihe: 6 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 40 FM
8. Reihe: 9 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 44 FM

9. Reihe: 1 Reliefstäbchen (in den Bauch der darunter liegenden FM), in dieselbe FM (jetzt aber nicht in den Bauch, sondern normal in die Schlaufen oben) 1 FM, 2 FM - dies noch 2 x wiederholen (das werden die 3 senkrechten Streifen auf der Stirn)
die Reihe mit FM weiter häkeln und alle 3 FM ein kleines Knötchen machen, Knötchen: 3 LM, in den Kopf der unteren Basismasche einstechen, Faden holen, durch die beiden Schlaufen ziehen (=Picot) - dann die nächste FM in die nächste Masche
am Ende der Reihe nach dem letzten Knötchen nur noch 2 FM (statt 3)
es empfiehlt sich, in die letzte Masche der Reihe einen Marker zu setzen

10. Reihe (insgesamt 48 Maschen): 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
die restliche Reihe nur FM, immer 3 zwischen den Knötchen, die Knötchen dabei nach vorne hängen lassen, also den Faden dahinter führen und die Knötchen damit nach vorne drücken

11. Reihe: 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
2 FM
1 Knötchen (versetzt in der Mitte zwischen den Knötchen der Vorvor-Reihe), 3 FM
wir stehen jetzt direkt vor dem Reliefstäbchen der Vorreihe

12. Reihe: 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
dann die ganze Reihe nur FM, immer 3 zwischen den Knötchen, den Faden hinter den Knötchen führen und dadurch die Knötchen nach vorne schieben
den Marker kann man nun entfernen, weil sich das Reihenende aus dem 3-Streifen-Muster ersehen lässt

13.-24. Reihe: die 9. bis 12. Reihe noch 3 x wiederholen

25. Reihe: wie vor, jedoch nach dem 3 Knötchen und den anschließenden 3 FM im Nacken des Kraken abnehmen:
2 FM zusammenhäkeln, 1 FM, dann wieder ein Knötchen, 3 FM - dies 2 x wiederholen, sodass insgesamt 3 Maschen abgenommen worden sind
dann noch 3 x ein Knötchen + 3 FM bis zum Reihenende

26. Reihe: 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
dann die ganze Reihe nur FM (jeweils 3 zwischen den Knötchen, an den abgenommenen Stellen 5)

27. Reihe: wie vor, jedoch direkt nach dem 3 Knötchen (ohne FM) gleich wieder abnehmen:
2 FM zusammenhäkeln, 4 FM, dann ein Knötchen, 4 FM, ein Knötchen, 4 FM, 2 zusammenhäkeln
dann noch 3 x ein Knötchen + 3 FM bis zum Reihenende

28. Reihe: 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
dann die ganze Reihe FM, doch hinter dem 3. Knötchen - dort sind vorher 4 Maschen zwischen den Knötchen - häkeln wir wieder 2 zusammen, sodass nur 3 dazwischen sind; ebenso im nächsten Segment, sodass in der ganzen Reihe noch einmal 2 Maschen abgenommen wurden

29. Reihe: wie vor, jedoch nach dem 2 Knötchen und den anschließenden 3 FM dann 2 zusammenhäkeln, 7 FM, 2 zusammenhäkeln, 3 FM, Knötchen, 3 FM, Knötchen

30. Reihe: 1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies 2 x wiederholen
8 FM, 2 zusammen, 3 FM, 2 zusammen, 11 FM

31. Reihe, Stirn:
1 Reliefstäbchen in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies wiederholen - dann noch 1 Reliefstäbchen und nach diesem nur noch 1 FM
1 LM und Arbeit umdrehen

32. Reihe (zurück): 1 FM,
1 Reliefstäbchen von hinten auf der Rückseite in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 1 Masche auslassen (das ist der Kopf des unteren Reliefstäbchens), 3 FM - dies wiederholen
1 FM, 1 LM und Arbeit wieder nach vorn umdrehen

33. Reihe (hin): 1 FM
1 Reliefstäbchen wieder von vorn in den Bauch des darunter liegenden Stäbchens, 3 FM - dies wiederholen - dann noch 1 Reliefstäbchen und nach diesem nur noch 1 FM
1 LM und Arbeit umdrehen

34.-44. Reihe: hin und Rückreihe im Wechsel wie eben

Jetzt geht es an die Glupschaugen, die werden extra gehäkelt und nachher an-gehäkelt. Damit man sich das Vernähen spart, häkeln wir sie ans Stück, d.h.
Etwa 10 LM für eine "Schnur", die nachher sowieso innen liegt

1. Reihe: 6 FM in die 1. LM
2. Reihe: je 2 FM in 1 = 12 FM
3. Reihe: 1 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 18 FM
4. Reihe: 2 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 24 FM
5.-7. Reihe: 24 FM (ohne etwas zuzunehmen)
8. Reihe, wieder abnehmen: 2 FM, 2 zusammen häkeln - 6 x wiederholen = 18 Maschen

Jetzt das Glupschauge an der Innenseite mit dem Körper zusammen-häkeln, siehe Bild. Es sollten am Auge 3 Maschen noch bleiben, die nicht festgehäkelt sind.

Für das 2. Auge wieder eine LM-Schnur schlagen: etwa 20 LM, dann weiter, genau wie beim 1. Auge.
Ist auch das 2. Auge festgehäkelt, dann 1 LM, die Richtung wechseln und von außen eine Runde häkeln entlang der 3 Maschen des rechten Auges, weiter entlang der Stirn/Nasen-Seite, dann der 3 Maschen des linken Auges und dem Rest vom Körper. Es sollte eine Runde von 32 Maschen ergeben. Es darf improvisiert werden. Sind es einige mehr oder etwas weniger, kann auch eine 2. Runde gehäkelt werden, in der entsprechend abgenommen bzw. zugenommen wird. Weiter FM bis zum Ende der Runde häkeln, also an dem 1. Streifen von der Stirn.

Jetzt kann man den Bauch und die Augen schon mit Wattebäuschchen ausstopfen, damit man die Form erkennt.

8 Arme:
1. Reihe: 5 Reliefstäbchen in das letzte Reliefstäbchen des Streifens, 3 FM - dies noch 2 x wiederholen
dann die 5 Reliefstäbchen in den Bauch der drunter liegenden FM häkeln, 1 Masche auslassen, 3 FM - 4 x wiederholen
2. Reihe: 5 Stäbchen hinten in die "ausgelassene" Masche der Vorreihe häkeln, dann in die kommenden 3 Maschen 1 FM, 2 FM in 1, 1 FM (also pro Segment im Folgenden immer 1 M zunehmen).

Es geht weiter, dass abwechselnd immer einmal vorne 5 Stäbchen stehen, in der nächsten Reihe hinten 5 Stäbchen, sodass im Wechsel der Reihen "Röhren" entstehen, die später ausgestopft werden und die Arme darstellen

3. Reihe: In die 5 vorderen Stäbchen jeweils 1 Stäbchen häkeln, dann zurück in die folgenden 4 FM und dort in jede Masche 1 FM, in eine Masche in der Mitte allerdings 2 FM, sodass 1 zugenommen wird.
4. Reihe: In die 5 hinteren Stäbchen jeweils 1 Stäbchen häkeln, dann vor in die 5 folgenden FM stechen und dort in jede Masche 1 FM, in die mittlere jedoch 2 FM zum Zunehmen.

Reihe 5-13: Im Wechsel Reihe 3-4 wiederholen - und natürlich dann nicht in die 5 folgenden FM, sondern in die 6, 7, 8.... stechen

14. Reihe: Es sind jetzt 11 FM in den Segmenten zwischen den Armen (Schwimmhäute). An den Armen sind die hinteren Stäbchen höher als die vorderen. Wir stehen direkt vor dem 1. Arm, stopfen diesen erst einmal mit Watte gut aus.

5 FM in die vorderen 5 Stäbchen (nun ist hinten und vorne gleich hoch)
Arbeit umdrehen und an der hinteren Seite weiterhäkeln: 5 FM in die Stäbchen
wieder nach vorne drehen, 5 FM und so 10 Runden mit (insgesamt 10) FM häkeln.
Jetzt den Arm ausstopfen, eher etwas fester und mehr von der Watte, denn später wird der Arm zu eng, ist kaum mehr ausstopfbar und man kann dann mit der Nadel die Watte aus dem Inneren in den dünneren Teil des Arms ziehen.
Marker setzen.
In der 11. Runde 1 abnehmen, also 2 zusammenhäkeln
In der 16. Runde erneut 1 abnehmen, also 2 zusammenhäkeln
jetzt mit der Häkelnadel in den Arm gehen und die fest hineingestopfte Watte lockern und von hinten nach vorn ziehen, dass der bisherige Arm gleichmäßig ausgestopft ist. Im Weiteren wird nicht weiter ausgestopft.
In der 21. Runde 1 abnehmen, die Runde hat jetzt noch 7 Maschen. Die Reihen sind kaum mehr zu zählen, es empfiehlt sich, statt der Reihen die Maschen zu zählen. Bis zum nächsten Abnehmen sind es 3 Runden, wir haben 7 Maschen, häkeln also noch 21 Maschen, dann
in der 24. Runde 1 abnehmen (wir häkeln 3 Runden, also 18 Maschen),
In der 27. Runde 1 abnehmen, die Runde hat noch 5 Maschen (wir häkeln 3 Runden, also 15 Maschen)
In die gegenüber liegende Seite einstechen, Faden holen und eine letzte FM häkeln, dann noch 10 LM

Krake auf den Kopf stellen und an der Unterseite des Arms mit non-permanent Marker oder Nähkreide oder irgendeinem Stift, der wieder weg geht eine Linie markieren.

in die 7. und 6. LM je 1 FM, dann 3 LM
in die 5. und 4. LM je 1 FM, 3 LM
in die 3. und 2. LM je 1 FM, 3 LM
in die 1. LM und in die letzte Reihe je 1 FM
entlang der gezogenen Linie nun immer 3 LM und in die beiden darunter liegenden Reihen je 1 FM
Beachte: nicht immer in die genau darunter liegende FM der jeweiligen Reihe stechen, da sich die Maschen spiralförmig um den Arm winden. Immer entlang der gezogenen Linie stechen.

Auf Höhe der "Schwimmhäute" nun 2 Kettmaschen nach links häkeln, um an dem Schwimmhaut-Segment eine Reihe FM bis zum nächsten Arm zu häkeln. In der Mitte wieder 1 FM zunehmen, es sollten 12 FM werden.

Dann mit dem nächsten Arm beginnen (wiederhole alles ab Reihe 14)

Nach dem letzten Arm und dem letzten Stück Schwimmhaut häkeln wir noch eine ganze Runde feste Maschen (Moment, noch nicht loslegen, Beschreibung folgt gleich) um den Kraken, denn die Arme sollen sich ja krümmen und kringeln. Darum nehmen wir an der einen Armseite welche zu und an der anderen ab:

An der Unterseite direkt neben den "Saugnäpfen" in jede Reihe 1 FM häkeln: 15 FM, Marker setzen
dann zunehmen: 2 FM in 1 Reihe, 1 FM - 11 x
Dann steht man an der Spitze mit den Luftmaschen: 2 FM in 1 LM, 1 FM - 4 x
In die letzte Masche ganz vorn: 6 FM
auf der anderen Seite weiter (die "Saugnäpfe" sollen unten liegen, jetzt in die Bäuche der eben gehäkelten FM stechen), hier
abnehmen: 2 zusammenhäkeln, 1 FM
bei den Reihen dann ebenso: Faden durch die nächste Reihe holen, dazu Faden durch die übernächste Reihe holen, dann zusammenhäkeln
so weiter abnehmen bis zum Marker:
ab dort in jede Reihe wieder 1 FM
in der 3. Reihe vor dem Segment aufhören
in die 1. Masche des Segments 1 doppeltes Stäbchen, ein halbes doppeltes Stäbchen, 1 Stäbchen und 1 halbes Stäbchen, dann in die Folgemaschen weiter je 1 FM

in die letzte Masche vor dem nächsten Arm: 1 halbes Stäbchen, 1 Stäbchen, ein halbes doppeltes Stäbchen, 1 doppeltes Stäbchen dann in die 3. Reihe des Arms mit FM weitermachen (wie vor) jedoch nur noch 12 FM, dann Marker setzen weiter wie oben

Am Schluss noch, den Bauch ordentlich ausstopfen, einen runden Deckel häkeln und diesen dort annähen.

Deckel:
1. Reihe: einen magischen Fadenring mit 6 FM (keine Kettmasche, übergangslos in der nächsten Reihe weitermachen)
2. Reihe: je 2 FM in 1 = 12 FM
3. Reihe: 1 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 18 FM
4. Reihe: 2 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 24 FM
5. Reihe: 3 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 30 FM
6. Reihe: 4 FM, 2 FM in 1, wiederholen = 36 FM

Am Ende wird der Krake noch mit Textilstiften oder Tinte/Tusche bemalt (beim Bemalen erst auf ein Probestück malen, um zu sehen, wie es wirkt und aussieht):

Sonntag, 24. August 2025

wieder zuhause

Na klar: und heute, Abreisetag, wieder herrlichster Sonnenschein! Es war jetzt zwar nicht mehr Sommer, aber wieder deutlich wärmer geworden. Torsten war in einer dicken Dieselwolke verschwunden, und der Campground hatte sich bereits gelüftet.

Ich hatte noch 1 Flasche Wasser, genau für 1 Kaffee und noch 2 Stückchen Zucker, genau für diese 1 Tasse.

Schaut euch mal dieses wunderschöne Wetter an! Jetzt, wo wir abreisten! Die Tage hätten umgekehrt sein müssen, so hätte es gestern sein müssen, meia! Aber meckern will ich nicht, weil ich hatte jetzt auf meiner fast 3wöchigen Tour wirklich superschönes Wetter und rundum hat alles gepasst.

Ich nahm King Kitty mit und seine Sackkarre. Wir hatten gar nicht mehr weit, nur nach wenigen Kilometern hatten wir die bayerische Grenze erreicht und ratzfatz waren wir wieder in Nürnberg. Da: lauter Nürnberger! Da bin ich nun endlich wieder daheim, ich weiß ja gar nimmer wie das ist .

Nächstes Wochenende werde ich einmal nicht fort fahren. Erst übernächste Woche will ich wieder nach Crispendorf auf Breakout, aber da warte ich erst mal ab, was sich mit dem Wetter tut. Und wenn ich fahre, dann nehme ich meine Motörheadjacke mit!

Wolfszeit am Samstag

Ein grünes Tier saß über meinem Bett: rauuus!!!! ...aber schnell! Ich fuchtelte hin, und das Tier hüpfte 10 cm weiter. Ich fuchtelte wieder, es sprang in Richtung offenes Fenster, aber statt raus zu hupfen, hupfte es in den schmalen Spalt zwischen dem Bett und der Wand. Ach, du blödes Tier! Naja, vielleicht hupfte es ja doch noch raus, ich ließ das Fenster offen.

Ich krabbelte aus der Koje, nahm mein Handy aus dem Schrank, wo es nachts zum Aufladen lag: "Eisfeld 13 Grad" stand drauf . Gefällt mir nicht.

Ich begann Kaffee zu kochen, da hörte ich ein leichtes tik … tik tik … tik von außen an das Naglfar klöpfeln: Es regnete! Gefällt mir noch viel weniger .
Ja, es regnete halt dann mal ne halbe Stunde, aber zum Glück hörte es dann wieder auf.

Vorerst saßen wir mal im Camp - und froren. Also ab sofort aber nun wirklich: ...und wenn es beim Einpacken auch fast 40 Grad im Schatten hat, aber ich schreibe mir hinter die Ohren: für das Wolfszeit wird zukünftig grundsätzlich immer und in jedem Fall die Motörhead-Jacke mitgenommen!

Ich griff mal wieder auf mein Mittelalter-Equipment zurück, das hier ja auch so toll rein passte und wickelte mich in meine Felle.

Ich hatte dran gedacht und mein Thyrfing-Shirt an, aber da stand ich nun frierend mit einem Hoodie drüber, noch einen Zipper und meinem Fell. Das Thyrfing-Shirt sah man gar nicht .

Nach Thyrfing kamen Skyforger, die kannte ich nicht. Sie gefielen mir aber recht gut und so kaufte ich mir eine CD, weil irgendwas wollte ich ja auch mit nach Hause nehmen.

King Kitty war heuer sogar Freitag und Samstag auf dem Infield. Ja, was ist denn los mit ihm?

Wenn es nicht warm ist und auch die Sonne nicht scheint, dann macht das alles keinen Spaß. Es ist kalt, man hat keinen Durst, man trinkt dann kein Bier, kommt nicht in Stimmung. So standen die Leute großteils nur um die Feuertonnen und -schalen herum. Sie hätten Glühwein ausschenken sollen, echt, da hätt ich einen getrunken! Oder zumindest heißen Met...?!

Primordial beschwerten sich, dass so wenige feierten und tanzten. Es war halt echt ungemütlich. Ich saß auch nur hinten an der Böschung, eingewickelt in meinem Mittelaltermantel, lief ab und zu durch die Leute, damit ich nicht ganz einfror, und hörte dem Gig nur zu. Der war nicht schlecht, aber die Luft war halt raus.

Nach Primordial hatten sie eine Feuershow auf dem Programm, aber die sah ich mir dann gar nicht mehr an. Ich ging ins Naglfar und legte mich ab. Die Nacht war klar und man sah wunderschön die Sterne. Nur noch 7 Grad soll es nachts gehabt haben, hui, das ist fei bitter!