Mittwoch, 10. Oktober 2012

Uczę się polskiego

Der M. hat heut in der Arbeit eiiiinen Scheiß vorsortiert: Andauernd mussten wir nach den Rechnungen suchen. A. und ich waren ziemlich sauer und meinten, das ist nun schon mindestens eine Tafel Schokolade wert, die uns M. zum Ausgleich für das Gefuzzel schuldig ist. M. sah das ein. "Darf ich mit der Besorgung der Schokolade wenigstens so lang warten bis mein Gehalt auf dem Konto ist?" fragte er. Ja gut, das sahen dann WIR wieder ein; langsam sind wir ja alle pleite.

M. meinte, seine Tanknadel hätte einen Tiefstand erreicht wie noch nie und er weiß nicht, ob er es morgen nochmal in die Arbeit schafft. Wenn er wenigstens einen 10er hätte für ein paar Tropfen Benzin...

Dann wurden heute so Anträge an alle Mitarbeiter verteilt, die wir unterschreiben sollen. Moment mal! Ich versteh das nicht richtig, WAS soll ich da unterschreiben? Dass ich meine Gehaltsforderungen an eine Bank abtrete...?? Ich rannte (...bzw. ich hopste mit meiner Krücke) gleich zum Chef hinter und fragte nach. "Unterschreib das einfach!" meinte der "da steht nur drin, dass du deine Seele dem Teufel verkaufst." "Ach so" meinte ich beruhigt "na, dann!" *lol*

Als ich dann Feierabend hatte und daheim war, klingelte es. Bequem tatschte ich auf meinen Lisa-Knopf (also den Türöffner am langen Kabel, der jetzt immer in Reichweite hängt) und drückte auf. Kurz drauf klopfte es an meinem Türklopfer: das war nicht die Post; da wollte einer wieder wirklich zu MIR.

Es war der Jörg. Er ist seit der Demo gegen die Öffis-Fahrpreiserhöhung noch nicht dazu gekommen, sich umzuziehen. Offensichtlich ist er durch eine Polizeiabsperrung gerumpelt, denn das rot-weiße Polizeiabsperrband hing ihm noch an den Schultern.

Leider hatte ich keine große Zeit, mich mit ihm zu beschäftigen, weil heute wollte ich nämlich ins Bildungszentrum Südpunkt: Ich habe mich für einen Polnisch-Kurs angemeldet und der fing heute an. Na, ich hab gedacht, es ist doch eine Schande mit meinem polnischen Namen und meinen polnischen Vorfahren, dass ich kein Wort Polnisch kann: das einzig Polnische, was ich kann, ist klauen und da bin ich auch komplett aus der Übung.

Drum war ich also heut im Polnisch-Kurs. Meine Güte, ist das eine schwierige Sprache! Jetzt bin ich ganz verwirrt, und cześć!

Montag, 8. Oktober 2012

Lichtblicke

Langsam gehts mir jetzt schon besser und heut hab ich es mal gewagt, mit nur EINER Krücke in die Arbeit zu gehen. Ist nämlich echt ätzend, sonst: Ich habe ja mit 2 Krücken grundsätzlich alle Hände voll, kann keine Türen aufmachen, keine Knöpfe im Bus drücken, meine Fahrkarte nicht herzeigen, sonst fall ich dem Busfahrer auf's Lenkrad. Naja, es ging so ganz gut mit nur 1 Krücke. Es wird schon...

Die A. saß zwar frühmorgens wieder auf ihrem Platz, aber dann meinte sie, es ginge ihr von ihrem Wespenstich letzten Donnerstag immer noch nicht gut, weil so ganz wohl fühlte sie sich noch nicht und sie wollte lieber noch mal zum Arzt, nicht dass doch was ist... - weg war sie. Ja klar, so richtig den Bock hier herinn hat wohl keiner mehr, aber sooo auffällig braucht man's ja auch nicht bringen. Naja.

Gegen halbelf trapsten 2 schneckelige Tussis die Treppe hoch: eine Blondine und eine Dunkelhaarige. Hui, hübsch!
Kurz drauf gab's eine Vollversammlung im Chefzimmer. Die Miezen stellten sich vor: "Wir sind die Rechtsanwältinnen von der Kanzlei Sowieso und fungieren hier jetzt als InsolvenzverwalterInnen."
Hui!

Allemal hielt die Dunkelhaarige eine flotte Rede, und was sie so erklärte, hörte sich ja richtig gut an! (Vielleicht war's ja auch nur hohles Motivationsgeplapper, aber dann lass ich mich halt mal motivieren, gibt ja nix mehr zu verlieren, hier.) Sie appellierte an uns, weiter zu arbeiten, denn die Lage säh gar nicht sooo schlecht aus und wenn wir die Arbeit schaffen und dadurch vermeiden können, dass Kunden abspringen, dann könnte es vielleicht hinhaun, mit dem Insolvenzgeld für die Löhne die Firma wieder halbwegs liquid zu sanieren. Auf jeden Fall sind unsere Arbeitsplätze und auch unsere Löhne mal bis zum 30.11. gesichert, denn so lange wird es brauchen bis alles geprüft und gecheckt ist.

Naja, dann hab ich wenigstens meine Mobicard nicht umsonst gekauft.
Ich kann mir sogar für November NOCH eine kaufen.

Also arbeiten wir jetzt halt einfach weiter bis auf Weiteres.

Gegen Mittag kam die Chefin und sagte, dass die Putzfrau nicht mehr kommt. Wir müssen jetzt unsere Tische und Krempel selber sauber halten. Mist! Und ich hab heut früh mit meiner Krücke und dem wackeligen Zombie-Gang, den ich drauf hab, noch voll den Kaffee im Gang verschüttet!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Gina und ich im Sarajevo

Heut bin ich dann mit der Gina ins Sarajevo. Das ist ja gleich bei mir ums Eck, also da komm ich auch schön hin mit meinen Krücken. Da hockten wir und tratschten und futterten.

Gina besteht darauf, nur noch bis spätestens 22 Uhr fotografiert zu werden. Sie meinte, mit jeder Stunde sieht sie älter aus und ab 22 Uhr sieht sie sich dann einfach zu alt aus. Na, da wars jetzt grad höchstens mal 7!

Freitag, 5. Oktober 2012

Trudl eingewintert

Nach der Arbeit guckte ich heute zu, so schnell es geht nach Hause zu krückeln, denn um 3 wollte die Lisa kommen. Leider schaffte ich das nicht rechtzeitig und krabbelte ein paar Minuten zu spät daher.

Lisa baute mir einen neuen Türdrücker ein: Ich hab jetzt eine lange Leitung dran und kann meinen Türdrücker überall in der Wohnung hin mitnehmen. Ich werde ihn heut nachts mit ins Bett nehmen und wenn morgen früh die Post klingelt, werde ich verschlafen einfach drauf-tatschen und muss gar nicht aufstehen! Voll praktisch!

Der Robbi kam auch daher: Weil es ja dieses Jahr mit mir und der Trudl nix mehr wird, wird das Motorrad jetzt für den Winter eingemottet. Eigentlich hätt ich es ja noch putzen und polieren sollen-wollen, aber das mach ich dann mal lieber nächstes Frühjahr, wenn ich mich hoffentlich wieder besser bewegen kann. Der Robbi fuhr die Trudl raus zur Gina, weil bei der ist eine Garage frei und da steht das Motorrad jetzt drin.

Am Abend trafen sich ein paar beim Ino. Wir soffen ein bisschen rum, aber die anderen wollten dann irgendwie fort ... in die Rofa, ins Tarantula, ins Bela...? Ich blieb jedenfalls lieber daheim, weil fortgehen tut weh.

Immerhin tut es schon längst nicht mehr sooo weh wie noch vor ein paar Tagen und heute konnte ich streckenweise schon wieder FAST ohne Krücken rumhumpeln. Naja, das wird schon. Ich brauch halt bloß a weng Geduld.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Weltuntergangsstimmung

Kennt ihr das Lied "hurra hurra, die Pest ist da"? Das ist ungefähr die Stimmung, die jetzt in der Firma läuft: eine faszinierende Sinnlosigkeit!

Die A. ging heut schon gegen Mittag, weil sie hatte woanders ein Vorstellungsgespräch. Die S. jaulte auf einmal hoch, es hätte sie was gestochen, es tut ihr an der Stirn so weh - und sie müsste jetzt zum Arzt. Später rief sie an: Sie kommt auch morgen nicht, weil sie muss sich von dem Stich erholen.

Im Lauf des Nachmittags fand ich dann tatsächlich um ihren Schreibtisch rum einen toten Weps. Ja gut, war's vielleicht wirklich ein Wespenstich, mag ja sein.

Der Backlog rauscht unterdessen in nie erreichte Höhen! Wir sind heute nicht einmal mit der Vorarbeit für heute fertig geworden. Grad so, dass wir die letzten Reste von vorgestern noch geschafft haben. Ist ja auch keiner mehr da, sind alle im Urlaub oder krank. Die Chefs interessieren sich schon selber nimmer dafür, denn sie können ja nix machen. Aushilfen herholen geht nicht, weil die können sie ja nicht bezahlen.

Der Firmeninhaber ist bereits entrechtet worden, d.h. niemand kann uns momentan kündigen!

Der Kunde wird uns morgen oder am Montag ganz schön aufs Dach steigen. Ich spiele mit dem Gedanken, mich genau DORT zu bewerben: "Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen als Datenerfasserin. Jaja, Sie werden jetzt denken "brauchen wir nicht, denn die Erfassung haben wir doch an eine Fremdfirma weitergegeben", aber Sie werden schon in wenigen Tagen ganz anders darüber denken! Also überlegen Sie es sich genau, so lang ich noch zu haben bin! Ich bin bereits gut in die Materie eingearbeitet und mit Ihren firmeninternen Angelegenheiten bestens vertraut..."

Die M. und ich rätselten heute rum, wie lange wohl die Heizung noch laufen wird und was wir machen können, wenn sie den Strom sperren?

Montag, 1. Oktober 2012

Fahrradversicherung antwortet nicht

Obwohl ich bisher auf alle meine Mails an die Fahrradversicherung innerhalb von wenigen Stunden eine Antwort bekam, blieb diese diesmal aus. Ich habs geahnt! Auch heute war keine Antwortmail auf meine Diebstahls-Meldung in der Mailbox. Da packte ich gleich meine Krücken und zog los, um die Diebstahls-Meldung sofort per Einschreiben auf den Weg zu schicken.

Samstag, 29. September 2012

Moltke - mit dem Klaus

Das Leben macht wirklich keinen Spaß, wenn jede Bewegung weh tut und man nichts machen kann, nicht mal in der Nacht anständig schlafen . Drum hatte ich die ganze Woche extrem miese Laune.

Aber wenigstens am Freitag wollte ich mich zum Moltke schleppen, um mit dem Klaus essen zu gehen. Leider fiel mir erst aufgrund einer Mail vom Uli am Donnerstag ein, dass ja freitags "alde Daggel" ist. Sorry, aber da setz ich jetzt einfach Prioritäten: In meiner miesen Laune wähle ich für den schmerzlichen Einsatz des Weges einfach das Event, das mir besser gefällt - und das ist der Klaus und der Moltke.

Um 17:30 sollte ich dort sein, um 16:30 Uhr machte ich mich schon langsam auf den Weg. Was ich sonst auf ziemlich gerader Linie über die Rothenburger und die Roonstraße in 10 Minuten mit dem Fahrrad hinter mich bringe, waren mit der U-Bahn 3 Stationen um 5 Ecken rum inklusive 1 x umsteigen. Wie umständlich! Aber auch dann war ich mal erst oben an der Haltestelle Gostenhof und musste noch die Roonstraße runterlaufen, an der FH vorbei, dann rechts... naja, ungefähr 400 Meter sind das schon. Ich brauchte allein dafür eine halbe Stunde!

Aber dann war ich dort und gönnte mir gleich mal ein Ouzolein. Der Klaus kam auch bald und es wurde ein richtig schöner, lustiger Abend.

Irgendwann - nach des Klausens 5. Bier und meinem 6. Ouzo - eröffnete sich die Frage, wie wir denn jetzt heim kommen. Ich hatte einfach keinen Bock, mühselig auf den Krücken zurück zur U-Bahn zu krebsen, also bestellten wir uns ein Taxi.

Fahrradgeschichte

Ein paar Tage wartete ich jetzt ab, ob ich nicht noch eine schriftliche Police von der Fahrradversicherung kriege, denn ich weiß: Mails sind keine juristisch gültigen Unterlagen und insofern habe ich eigentlich gar nichts in der Hand. Jeden Tag guckte ich auch auf mein Konto, ob nicht vielleicht endlich der Beitrag eingezogen war, weil dann hätte ich auch einen verbindlichen Beweis für das Zustandekommen der Versicherung, aber es war nichts abgebucht worden .

Da schrieb ich vorgestern ganz scheinheilig eine Mail und fragte: "Krieg ich denn nicht noch eine schriftliche Police?" Nein - bekam ich als Antwort, denn als Police sei der Durchschlag meines Antrags gültig und ansonsten habe ich ja noch die Mails, die bisher gewechselt worden sind.

Das gefällt mir nicht .

Ich setzte mir den Stichtag "Freitag", aber auch gestern war nichts von meinem Konto abgebucht worden . Also mailte ich heute mal hin und meldete den Diebstahl, denn in den AGB hatte ich nachgelesen, dass ein Diebstahl innerhalb von 4 Wochen gemeldet werden muss. Naja, das sind jetzt genau 3 Wochen - und zu knapp möcht ich die Meldung auch nicht machen. Jetzt bin ich mal gespannt, was die antworten .

Mittwoch, 26. September 2012

der liebe Jörg

Am Sonntag fiel mir echt die Decke auf den Kopf. Ich wollte in die Stadt gehen, wenigstens zum Kaffee-trinken. Leider war am Sonntag verkaufsoffener Sonntag und es war eiiiin Remmidemmi in der Stadt. Das war mir zu stressig. Ich kam mir auch voll blöd vor, weil ich mit meinen Krücken halt echt überall im Weg rum steh.

Mein Tablett mit dem Kaffee und dem Kuchen konnte ich kaum tragen: da hatte ich ja temporär nur 1 Arm mit 1 Krücke zur Verfügung und krachte darunter bald zam! Au, das tut weh!

Schnell machte ich mich wieder heim und stinkerte vor mich hin.

Heute kam der Jörg. Es ist ja echt lieb, dass er mich besucht, aber ich will einfach bloß mei Ruh! Körperlich und seelisch gehts mir Scheiße, ich will keinen sehen und hören, will einfach nur mei Ruh.

"Was kann ich dir Gutes tun?" fragte der Jörg.
"Gehen!" sagte ich. Ja, sorry, aber es ist so: Ich will nix als mei Ruh. Das geht auch noch bestimmt 2 oder 3 Wochen so, weil ich glaub kaum, dass ich in absehbarer Zeit Bäume ausreißen kann und was soll ich denn schon unternehmen, wenn mir jede Bewegung weh tut?

Jörg kam dann auf die Idee, wenigstens den Müll runter zu bringen oder das LEERGUT. Ja gut, das ist an sich keine schlechte Idee. Ich stapelte dem Jörg 3 leere Bierkästen auf, den Ventilator, der in den Keller gehört und hier bloß Platz wegnimmt, 1 große Tüte leerer Fanta-Flaschen und 1 Korb verschimmeltes Altglas.

Eigentlich wären noch 2 Wäschekörbe voll dreckiger Wäsche da, die zum Waschsalon gekarrt werden müssten. Naja, aber momentan kann ich eh nix anderes als superstretch-Wolljeans anziehen, weil vor lauter Schmerzen in der Hüfte krieg ich nicht mal ne anständige Jeans an.

Samstag, 22. September 2012

Fahrradgeschichte, Fortsetzung

Allmächd!!!

Die Fahrradgeschichte ist so unglaublich, die glaubt mir kein Mensch!
Das ist alles so unglaublich, das glaub ich ja jetzt fast selber nicht... wenn ich nicht alle Vorgänge mit Brief und Siegel amtlich, krankenhauslich und polizeilich abgestempelt vor mir liegen hätte.

Drum nochmal kurz:

Am 06.09.2012, als ich das Fahrrad noch hatte, rief ich bei der Versicherung an und erkundigte mich nach einer Diebstahlsversicherung für Fahrräder. Die Frau am Telefon versicherte mir, dass das Fahrrad ab dem Datum versichert ist, der auf dem Antrag steht - also der 06.09.12. Ich weiß noch, dass ich antwortete: "Mei, wie schön, dann kann ich ja heute mal die erste Nacht ruhig schlafen."

Am 07.09.2012 um ca. 17:30 Uhr fabrizierte ich mit diesem Fahrrad den Unfall. Die Sanitäter sperrten das Fahrrad mit dem Abus-Schloss an einen Baum. Bevor sie mich in den Krankenwagen schoben, hob mir der Notarzt noch den Kopf, damit ich es sehen konnte, ob es so passt und weil mir ja nichts anderes übrig blieb als das Rad dort zu lassen und ich sah, dass es abgesperrt war, war ich damit einverstanden.

Ich wurde in den Krankenwagen geschoben, der noch nicht losfuhr, aber schon geschlossen war und wie man mir später erzählte, liefen genau in dem Moment Lisa und Holle vorbei, die den Ino besuchen wollten. Sie guckten, was da passiert war, wussten aber nicht, dass ICH es war, weil ich war schon im Auto - und auch das Fahrrad erkannten sie nicht als meines, weil sonst hätten sie sich sicherlich eingemischt und ich hätte ihnen das Rad gleich mitgeben können. Shit happens!

In der Nacht zum 08.09.12 wurde das Fahrrad geklaut, denn als ich am nächsten Tag gegen Mittag den Ino hinschickte, war es schon fort.

Als ich nun am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen wurde, fand ich eine Mail von der Fahrradversicherung, in der stand: "Vielen Dank für Ihren Antrag, aber es fehlt noch die genaue Typbezeichnung für das Schloss und der Stempel vom Händler/Versicherungsvermittler."

Ich mailte zurück: "Ich bin gerade krank, werde die fehlenden Unterlagen aber in den nächsten Tagen beschaffen. Ist das Fahrrad denn dann jetzt NOCH NICHT versichert??"

Als Antwort bekam ich: "Der Vertrag ist noch nicht zustande gekommen, so lange die Unterlagen nicht da sind."
Na, also das war's dann wohl . Das Fahrrad war bereits gestohlen, der Vertrag noch nicht zustande gekommen - shit happens !!

Trotzdem versuchte ich es doch noch, weil ich konnte ja nix mehr verlieren: Mit den Öffis und den Krücken kraxelte ich die Tage noch einmal zu dem Fahrradhändler Mlady nach Stein, ließ mir einen Stempel geben und eine extra Quittung für das Schloss mit Typbezeichnung. Das scannte ich gleich ein und mailte es der Versicherung. Ich hab vorher extra den Polizisten gefragt, ob man mir das als "Versicherungsbetrug" auslegen könnte und der sagte: "Nein, das ist korrekt", weil es liegt ja keine betrügerische Absicht vor, ich hatte ja von Anfang an tatsächlich vor, das Fahrrad zu versichern.

Gestern sah ich, dass von der Versicherung eine Antwort in der Mailbox lag. Ich traute sie mir einfach nicht öffnen, weil ich wollte mir meine Geburtstagsfeier und den Tag nicht versauen. Ehrlich: Ich rechnete NICHT damit, dass da noch was Brauchbares bei raus kommt. Ich dachte, sie würden das Fahrrad dann ab sofort versichern, ich müsste zurück schreiben, dass es aber schon gestohlen sei und ich es gar nicht mehr habe und würde dann die Versicherung innerhalb von 14 Tagen wieder stornieren müssen, aber nun las ich heute die Mail:

Leut, ich kann's gar nicht glauben!

Ja, ich weiß: Mails sind keine juristisch gültigen Unterlagen - aber bestimmt krieg ich die Tage noch eine schriftliche Police mit der Post und wenn da auch tatsächlich der 06.09.12 drin steht, dann hab ich (viel) gewonnen. Freilich werden die dann noch versuchen, sich zu wehren und vielleicht muss ich einen Anwalt nehmen, aber da hab ich jetzt mal echt ne ganz große Chance!

Ich kann's fast selber noch nicht glauben...!

meine Geburtstagsfeier

Das mit dem Fahrrad hat mir die ganzen Tage versaut und teilweise hing ich richtig depressiv drin. Sogar am Mittwoch, an meinem Geburtstag, war ich so matschig, dass ich am liebsten keinen gesehen und gehört hätt, mich in mein Bett verkrochen hätt und 3 Tage durchgeheult hätt. Geht aber nicht: Wenn man Geburtstag hat, muss man sich ja auch noch feiern lassen.

Bis gestern hatte ich mich dann wenigstens so weit in die Reihe, dass ich ins La Madera ging und mit ein paar Freunden meinen Geburtstag feierte.

Eingeladen hatte ich meine Schwester und meinen Schwager (leider brachte die ihren Mann aber NICHT mit), die Gina, die Manu und den Thomas, die Kuki und ihren Mann, die aber nicht kamen, weils ihnen grad gesundheitlich nicht gut geht (nicht nur ICH bin jetzt alt, auch die anderen haben ständig irgendwelche Zipperlein - ist ja tröstlich)...

...Ino & Co, die mich hinfuhren, und den Klaus.

...und ICH war natürlich auch da .

Renate und Odin kamen dann noch um halbacht nach, weil Renate bis 19 Uhr arbeiten musste. Da waren wir 10 Leute und fingen an zu futtern.

Erst mal glühten wir ein bisschen mit allerlei Apéritifs vor und dann schmissen wir uns in die Tapas: oh lecker - Scampis in Knoblauchsoße, Datteln im Speckmantel, Zucchini mit Käsesoße, oh wow, war das wieder schmackofatzig!

Nach dem Essen gings dann weiter mit exklusivem Tequila, noch ein Weinchen...

...Capuccino und Espresso.

Dann gab's noch lecker Nachtisch.

Naja, es ist so: momentan geh ich ja noch an Krücken, nä. Da kann ich nicht auf die Waage steigen, weil das ist viel zu wackelig. Drum hab ich momentan keine Ahnung, was ich wieg und das nütz ich nun einfach aus .

Am Schluss bekam ich noch einen Cocktail vom Haus mit einem Sternspeier drauf.

Ich hab auch teils wirklich GANZ tolle Geschenke gekriegt. Eine echte Überraschung schenkte mir meine Schwester: ein Ticket für das nächste Subway-to-Sally-Konzert. Leider muss ich dafür nach Fürth, weil das ist in der Stadthalle, aber das werd ich schon überleben... *g*

Ganz saumäßig toll fand ich auch das Geschenk von der Gina: Die hatte mir einen Naschzeug-Fresskorb zusammen gestellt und darin fand sich diese sonderbare Schokolade-Edition in Fahrrad-Form - ein Fahrrad, ein Dynamo, ein Fahrradhelm, eine Luftpumpe... das ist ja mal oberwitzig, was?! Das klaut mir jetzt mal bestimmt keiner, denn das fress ich jetzt und dann können mich mal alle Fahrraddiebe beim Kacken am Arsch lecken!

Erst als ich es heute zuhause auspackte, entdeckte ich auch noch diese kleine, niedliche Flasche Bunnahabhain in dem Fresskorb! Da hat sich Gina ja echt saumäßig Müh gegeben, meinen Geschmack und meine Situation zu treffen!

Erwähnenswert ist auch die 70cm lange Rechnung vom Gelage. Da kriegt man ja ein halbes Fahrrad drum ...aber was soll's!