Freitag, 2. Januar 2015

2. Januar 1945

Am 02.01.1945 war ein Großangriff auf Nürnberg, alles ist total zerbombt worden und die Altstadt war danach zu 90% zerstört. Drum ist da jedesmal in der KW 1 eine große WK-II-Führung durch die Stadt samt Bunkerbesichtigung. Heuer ist das besonders toll aufgerissen, weil es ist ein runder Jahrestag: Es ist genau 70 Jahre her.

Gestern bin ich dann schon ein bisschen eher schlafen gegangen - also schon etwa um 2 Uhr - und drum bin ich tatsächlich heut auch schon gegen mittags um 12 aus dem Bett gekrabbelt. Ich frühstückte gemütlich, zog mich wetterfest an und lief den Burggraben entlang bis rauf zum Tiergärtnertor. Da traf ich dann grad noch auf die WK-II-Gruppe, die soeben los lief. Es waren bestimmt so 20 Leute und ein Mensch von den Altstadtfreunden erklärte die Geschehnisse:

Viele Häuser hatten Hauszeichen - so wappenartige Steinmetzereien - und die wurden zu Beginn des Krieges dann in Gips gegossen, damit man sie rekonstruieren konnte, falls sie zerstört würden. Das war dann auch bei 99% all dieser Wappen der Fall. Man hat sie aus den Gipskopien neu hergestellt und dann teilweise auch an Häuser angebracht, an denen sie vor dem Krieg gar nicht hingen. Aber alles in allem sind wir heute froh, das wir überhaupt das noch haben.

"Heutzutage" erklärte der Altstadtfreund "müsste wohl zur Genehmigung der Anfertigung von Gipsabdrücken erst einmal eine Kommission einberufen werden und bis diese dann zu einer Entscheidung käme, wäre der Krieg auch schon wieder vorbei."

Die Stadtführung endete im Fembo-Haus, das wir dann noch kostenlos besichtigen durften. Das war dann aber schon um 14:45 und ich wollte doch bis 15 Uhr oben am Paniersschulhaus sein, weil da begann die Führung durch den Paniersbunker.

Vom Paniersschulhaus sieht man derzeit nicht viel, weil es ist von einem Gerüst umbaut. So sehenswert ist es aber auch nicht. Das einzig Bezeichnende: Ich bin dort von 1968 bis 1972 zur Schule gegangen!

In der Schule wird immer noch unterrichtet. Mei, als ich ins Foyer kam, da wirkte alles so eng und klein. Ich hatte das viiiel größer in Erinnerung. Das liegt wohl daran, weil ich damals noch so klein war. Im Verhältnis zu meiner Größe waren die Räume damals riesig, und heut bin ich halt ein wenig größer.

Ansonsten haben sie die Schule anscheinend tatsächlich komplett so belassen wie sie damals auch schon war. Sogar die alten Schwingtüren hängen noch drin, original mit 60er-Jahre Türgriffen. Ich find das klasse: Hoffentlich steht das alles unter Denkmalschutz, nicht dass das mal einfach weggerissen wird.

Ich weiß auch noch: Wenn wir vom Pausenhof wieder rein kamen, war rechterhand so ein Gitter. Dahinter war's immer finster und ich hab mich damals immer ein bisschen gefürchtet, weil da gings in den Keller und da hocken die Geister... Ich wusste nicht, WAS für ein Keller dort unten ist und WAS für Geister da hausen: Es geht dort nämlich zu den Felsengängen, die die ganze Nürnberger Altstadt untergraben.

Im Mittelalter wurden diese Felsengänge als Bier- und Vorratskeller angelegt. Nach Erfindung der Kühlschränke lagen sie dann brach, aber als der Krieg begann, bekamen sie eine neue Funktion, nämlich als Bunker. Ihnen ist zu verdanken, dass beim gesamten Bombenkrieg gegen Nürnberg "nur" 6000 Leute umkamen. Im Verhältnis zu anderen deutschen Städten ist das höchst wenig.

Der Bunker ist normalerweise nicht für Besichtigungen freigegeben. Nur jetzt in der KW 1 wurden Führungen genehmigt, allerdings meckerte die Bauaufsichtsbehörde, dass jeder Besucher da unten einen Helm tragen muss. Drum setzte ich mir halt mal so einen schicken Bauhelm auf. (Das Blaue an der Krempe ist meine Haarspange: die passte nicht mehr unter den Helm)

Also stiegen wir runter in die Katakomben.

Dort hing dann ein alter Stadtplan von Nürnberg, auf dem alle Bunker eingezeichnet waren. Ja, da hatten wir hier in St. Leonhard ja nicht einen einzigen Bunker in Reichweite?! Das war wohl auch nicht nötig, denn außer 3 Straßen, der Friedhof und die Kirche waren da ja noch voll Felder und Acker!

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, weil wenn man so alte Bilder von Nürnberg sieht, ist immer alles komplett voller Ruinen und man sieht kaum ein noch bewohnbares Haus. Wenn ich aber hier die Straße entlang schau, dann stehen da lauter alte Häuser, die allesamt noch recht unbeschädigt ausschauen - inklusive meins.

Naja, allenfalls gingen wir weiter und kamen in einen Raum, der der Gauleitung vorbehalten war.

Der Gauleiter hatte da - neben dem Oberbürgermeister - ein Büro mit Schreibtisch, Aktenschränken und einem Notstromaggregat. In der Ecke war so ne Mulde: der Lokus! Muss ein Plumpsklo gewesen sein, weil Rohre sieht man da ja nicht.

Anders ein paar Meter weiter: Dort waren die Toiletten für die Jungs. Drüber waren ja nämlich 2 Schulen, die Grundschule Paniersplatz und nebenan das Scharrer-Gymnasium, so dass bei Bombenalarm der ganze Bunker voller Schüler war.

Makabere Angelegenheit!

Die Sightseeing-Gruppe zwängte sich weiter durch die engen Gänge. Die Decken hingen recht tief und da wir alle mit dem Helm 10 cm größer waren als sonst, mussten wir ganz schön die Köpfe einziehen.

Dann wurde der Gang wieder etwas geräumiger.

Unter der Erde waren wir nun schon so weit gelaufen, dass ein Schild dort stand: zum Rathenauplatz

Seltsame Gebilde und Tropfsteine hingen von der Decke herunter. Ich möcht nicht wissen, was das für eine Substanz ist!

Ein paar Gänge weiter waren diese Balken in den Felsen getrieben. Es sind Konstruktionen aus dem Bergbau, die den Einsturz verhindern sollen. Na, ich hoffe, das hält!

Größere Räume hatten Bezeichnungen. Damit man noch wusste, wo man ist, standen die Namen der Räume an der Wand geschrieben: Grals-Dom! Es wurde also auch damals schon alles schön-geredet, weil "Drecksloch" fänd ich irgendwie viel passender.

Endlich gings dann wieder nach oben. Wow, da hatte ich jetzt so ne richtig schön morbide Stimmung eingefangen und um die nicht zu verlieren, lief ich einen groooßen Bogen um die Shopping-Area. Es ist ja nun Weihnachten und der ganze Scheiß mit den Feiertagen endlich vorbei und das normale Leben hat wieder angefangen, es ist ein normaler Werktag, die Läden haben offen, alles ist wie immer... nein, ich genieße heute lieber noch ein Stück Geistesabwesenheit und schwelge mit Gedanken lieber noch eine Weile in düsteren Dimensionen.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Silvester auf dem Metal-Schiff

Ihr kennt ja alle "70.000 tons of metal", oder?

Damit spekulier ich schon ne ganze Weile. Bevor ich mich aber auf das fette Kreuzfahrtschiff auf hohe See begebe, probiere ich erst mal die Kanal-Version von der Sache, hab ich mir gedacht. Drum hab ich mir ein Ticket für Aqua-Ruction gekauft, um Silvester auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal zu feiern (muss ja nicht gleich der Ozean sein, nä).

Also hab ich meine Kiste mit den alten Metal-Klamotten aus dem Schrank geholt und mich erst mal 2 Stunden lang gestylt. Das geht nicht mehr so schnell wie früher - Kajalstift: fertig - sondern jetzt muss ich richtig malen, wenn ich noch nach was ausschaun will. Zum ersten Mal seit längerer Zeit benutzte ich auch mal wieder meinen Augenbrauenstift. Da stellte ich fest, dass meine linke Augenbraue seit dem Fahrradunfall 2012 ja wirklich total nach oben verschoben ist . War mir bis jetzt gar noch nicht aufgefallen.

Ich fuhr mit der U-Bahn nach Röthenbach und stellte mich dort an die Bushaltestelle, da rief schon der Flo an, wo ich denn bleib. Er hätte nämlich irgendwie sein Ticket dem René gegeben, der wär nun drin, und er, der Flo, wär draußen und müsste auf die Petra warten, die ihm dann das Ticket mitbringt, das ursprünglich für René gedacht war.

Der arme Flo fror sich unterdessen draußen am Kanal den Arsch ab, weil Petra würde mit dem Band-Bus kommen und der fuhr erst um 20:15 los. Jetzt war es grad mal 19:30 Uhr.

Als ich dann endlich auch am Hafen ankam, hatte der Flo schon ganz kalte Füße. Er fands nun zwar in Gesellschaft besser als alleine, aber nun standen wir halt zu zweit dumm rum und warteten, denn von dem Schiff da unten zog sich eine ganze Schlange voller anstehender Leute. Unten standen 2 LKWs, an denen man seine Jacke abgeben konnte und auch ein T-Shirt kriegte. Flo ärgerte sich: "Wenn die Petra kommt, darf ich mich hier dann noch mal anstellen." Ich meinte ja, wenn das so weiter geht, dann sind wir noch längst nicht dran gekommen bis die Petra kommt.

Tatsächlich: Als wir nur noch 10m zu den LKWs hatten, kam der Band-Bus. Gutes Timing!

Petra stieg aus, Flo kriegte sein Ticket, wir mussten noch ein paar Minuten anstehen, kriegten unser T-Shirt, durften die Jacken abgeben und gingen ans Schiff. Dort wurden dann noch alle Taschen und Leute nach Böller durchsucht, denn auf dem Schiff waren die wegen Brandgefahr verboten. Das fand ich geil, weil das blöde Geböllere geht mir ja mal voll auf den Arsch, ich erschreck jedesmal, wenn so ein Ding hoch geht.

Nun waren wir endlich drin! Da fanden wir auch gleich Volker und René, die da schon mindestens seit ner Stunde lustig feierten.

"Gibt's Glühwein?" fragte ich. Das wär jetzt ne gute Option gewesen. Aber Hauptsache ist nun, überhaupt mal was zu trinken zu kriegen. Zu dem Zweck mussten wir uns schon wieder anstellen: Erst beim Bon-Verkauf (es gab nur Bons, man konnte nicht mit Geld bezahlen) und dann an der Theke.

Nun endlich hab ich auch mal ein Bier! Da sah doch die Lage gleich viel besser aus.

Sie hatten aus dem Schiff wohlweislich das Inventar ausgebaut und den ganzen Schiffsbauch voller Bierbänke gestellt. Das war auch ne recht kluge Lösung und mir gefiel das alles auf Anhieb gleich ziemlich gut.

Die Raucher konnten am Bug auf Deck gehen und da begleitete ich mal die Petra bei der Raucherpause. Hui, war's da kalt! Da ging ich aber gleich wieder rein.

Im Untergeschoss des Schiffs spielte nun die erste Band. Nun ist das ja auch so, dass die Räume grad mal nur 2 m hoch waren. Ich konnte locker an die Decke fassen. Eine richtige Bühne konnte man da ja nicht aufbauen. Also war eben nur so ne Area eingefasst und ein paar Leuchten drum rum gebaut, aber das war auch gescheit gemütlich und schön.

Weil das Schiff nur 6 m breit ist, war vor der "Bühne" nicht mehr wirklich viel Platz, so dass die meisten Leute seitlich zur Band standen.

Nun kam das Schiff an die erste Schleuse. Ganz langsam tuckerte es da rein.

Dann ließen sie das Wasser ab. Da sanken wir in den Betonkasten ein paar Meter tiefer. Hui, das ist ja lustig!

Ich hockte mich dann mal lieber wieder an den Tisch zu den anderen und feierte. Die leeren Flaschen am Tisch hatten sich vermehrt, und die Stimmung war schon deutlich besser geworden.

Also Getränke-mäßig kann man ja echt überhaupt nicht meckern! Das Bier hatte zwar kein Label auf der Banderole und ich mutmaßte, dass es sich wohl um Oettinger handelt, aber dafür kostete es auch bloß 2 €. Da kann man ja nun mal überhaupt nichts dagegen sagen, nä!

Auch der Jacky-Cola kostete grad mal 4 € - und es war ein großer Becher (0,3 l) mit richtig viel Jacky drin, jui, haute das gleich rauf!

Dann wurde das Essen angeschoben. Es gab so Geschnetzeltes ... oder war es Gulasch? Könnt auch Chili gewesen sein...? Auf alle Fälle war es ziemlich scharf. Dazu gabs Schupfnudeln oder Reis oder Sauerkraut. Drum fingen dann knapp eine Stunde später alle möglichen Leute ziemlich zu furzen an und es stank an allen Ecken.

Das Essen war ... naja, sagen wir mal: metal .

Dass das hier kein Gourmet-Tempel ist, war ja klar; aber man konnt's schon essen. Es gab dann sogar noch einen Nachtisch, so ne Vanille-Creme mit Kirschsoße, das war eigentlich ganz lecker (verhältnismäßig).

Ich ging dann mal wieder runter in den Schiffskeller, wo grad die nächste Band spielte.

Da hupfte und moshte ich ein bisschen rum.

Ich fands eigentlich total klasse: 600 Leute passten auf das Schiff, und da war dann noch ganz gut Platz - nicht zu leer und nicht zu voll. Abgesehen von den engen Gängen, wo es sich dann doch oft ziemlich staute, war's richtig ok. Auch die sanitären Anlagen waren in Ordnung und man musste da nie lang warten. Also rundum fand ich das sehr gelungen!

Hui, auf einmal war's schon 12!

Ich hatte gar nicht mitgekriegt, dass es schon so spät ist ... und eigentlich wusste ich auch gar nicht, wo wir grad waren. Waren wir schon in Erlangen gewesen? Sind wir noch auf der Hinfahrt, oder fahren wir schon wieder heim?

Irgendwo musste da schon ne Stadt sein, weil in der Ferne sah man ein bisschen Feuerwerk.


Wir soffen und feierten und tranken Sekt. Aber dann bitte gleich wieder runter in den Keller zu der Band!

Da tanzten wir und hüpften rum.

Endlich bemerkte ich dann mal, dass wir ja gar nicht mehr fahren und die Motoren aus waren. Hui, wir waren schon wieder im Nürnberger Hafen! Na, von der Schifffahrt hab ich aber nicht viel mitgekriegt. Wenn wir bloß im Hafen rumgedümpelt wären, wär's grad so gewesen. Ich hätt wohl mal öfters nach draußen gehen sollen.

Jetzt war ich aber auch langsam müd und es war auch schon 2 Uhr durch. Zuhaus waren wir auch, also könnte ich eigentlich heim? Ich verabschiedete mich von den anderen und ging zum Ausgang.

Da stand der LKW mit den Jacken und da lag auch die Brücke, aber niemand schob sie ans Schiff. Ich konnte nicht runter! Na, das fand ich jetzt aber nicht gut. Ich konnte dann einige Leute beobachten, die einfach von unten ans Ufer sprangen, war ja keine Distanz. Aber die hatten wohl auch ihre Jacken nicht abgegeben und konnten auch einfach gehen.

Also knöpfte ich mir so einen Schiffsbediensteten und nölte ihn an, wann man denn nun an Land gehen könnte, aber der meinte, die Garderobeausgabe sei noch nicht besetzt und blablabla - also musste ich noch warten.

Endlich kam dann mal jemand und schob die Brücke her, aber wohl auch nur, weil ein Mädel in Ohnmacht gefallen war und sie die Sankas holen mussten, die aufs Schiff wollten. Immerhin stand nun die Brücke und ich stellte mich mit ein paar anderen gleich vor den LKW mit den Klamotten. Es dauerte noch eine Weile bis nun endlich dann die Garderobe-Fuzzis kamen und die Kleiderausgabe aufbauten. So lang standen wir da rum in irgendwelchen dünnen Hemden. Na wenn ich mir da keine Erkältung geholt hab, dann bin ich aber echt gesund, hey.

Endlich kriegte ich dann meinen Mantel, zog mich an und lief hinauf auf die große Straße, wo der Nightliner fahren soll. Bevor ich mich da jetzt aber dumm hinstell, wollte ich lieber laufen. Laufmäßig bin ich ja voll im Training, dachte ich - nur halt mit Nikes an den Füßen und nicht mit stylischen, schweren New-Rock-Stiefeln mit 10cm-Absatz und Plateausohle. Da stiefelte ich halt mal die Straße Richtung Zentrum, aber grad als ich an der nächsten Bushaltestelle war, kam der Nightliner und da hupfte ich schnell rein. Jemand im Bus sagte mir dann, dass die U-Bahnen heute die ganze Nacht im 10-min-Takt fahren, also fuhr ich bis Plärrer mit dem Bus und hupfte dann gleich in die nächste U-Bahn.

Ich war ziemlich froh als ich dann endlich zuhause war. Aber schön war's!

Dienstag, 30. Dezember 2014

von wegen: heut mach ich mal nix

Da pennte ich also bis in die Puppen. Kurz bevor es wieder finster wurde krabbelte ich aus dem Bett, setzte mich vor den PC und schlürfte zum Frühstück gemütlich einen Latte Macchiato. Dann schlürfte ich noch einen Latte Macciato und überlegte gerade, was ich denn jetzt dann essen könnt, da SMSte mich der Chris an: "Bock auf Nec?" "Au, jaaa!" schrieb ich zurück. Eigentlich ne klasse Idee, so ein bisschen Griechenfutter .

Also zog ich mich mal warm an und machte mich auf den Weg nach Fürth(z). Ich latschte die Leyher Straße entlang und schnürte die 7 km von mir bis zum Nec trotz verschneiter Wege zu Fuß runter. Ich war dann sogar ein bisschen zu früh dran, der Chris war noch gar nicht da.

Da setzte ich mich hin, schnabulierte einen Ouzo, machte ein paar Selfies, surfte auf Facebook rum - aber dann kam auch schon der Chris.

Er schaltete noch die Martina dazu und da laberten wir dann so über alles mögliche, futterten Scampis, tranken Ouzo und Chris bestellte dann noch über WhatsApp einen Nachtisch. Gegen 10 waren wir dann fertig und zahlten.

Soll ich mit der U-Bahn fahren? Wie kalt ist es denn? Es soll minus 6 Grad haben, meldete Chris' Wetter-App.

Ich fands dann aber gar nicht sooo kalt und da entschied ich, dass ich auch heimwärts wieder laufe. Also lief ich die 7 km bis nach Nürnberg wieder zurück. Damit dürfte ich dann auch die Kalorien von diesem ganzen Griechenfutter wieder verbraucht haben.

Jetzt wird noch 1 x gefressen und zwar an Silvester - und dann wird wieder Diät gemacht und eisern trainiert für das Sportfest im Juni.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Quatro-Set-Stammtisch

Als ich heute mit der Renate ins Cafe zum Kaffeeklatsch ging, war die Welt noch in Ordnung. Wir erzählten uns ne Menge und tratschten umeinander, tranken Kaffee, futterten Gebäck und freuten uns des Lebens.

Als dann das Cafe um 16 Uhr dicht machte, hatte es bereits alles voll geschneit! Mensch, es war auf einmal totaler Winter!

Ich ging noch zur Post, ein Päckchen aufgeben und so rutschte ich im Schneegestöber die Straße entlang. Mei, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich vorvorgestern noch Motorrad gefahren bin! Das ist nun schon gescheit heftig.

Als ich heim kam, musste ich auch noch Schnee schippen.

Nun soll es auch noch richtig kalt werden und bis Jahresende soll es bis minus 15 Grad werden! Da friert ja am Silvester das Metal-Schiff Franconia im Kanal fest?! Naja, aber erst mal abwarten...

Ich stellte mich gleich dem Wetter, zog mich warm an und latschte los in Richtung Rockin-Radio-Kneipe. Dort war heute der 2. Quatro-Set-Stammtisch angesagt.

Durch den ganzen Schnee kam ich deutlich langsamer voran als mit meinem Stechschritt sonst immer. Kurz nach 21 Uhr trapste ich erst dort an.

Diesmal waren es richtig viele Leute geworden, wow! Hey, wir füllten das halbe Lokal!

Nach mir kamen dann auch noch einige Leute, unter anderem der Robbi. Ja, wie hatte denn der da her gefunden? Natürlich kannte er wieder fast jedes Mädel: Robbi und seine 500 Frauenbekanntschaften ... nur keine will was von ihm.

Da hockten wir alle und laberten über die guten, alten Zeiten. Naja, über die unguten Aspekte der alten Zeiten laberten wir schon auch, z.B. über den ganzen Süff und Schmuddel, der am Schluss im Quatro abging: Wenn man zum Klo wollte, floss einem meistens schon auf Höhe der kleinen Bar die Brühe entgegen, weil auf den Klos andauernd die Rohre verstopft waren. Die Türen hingen aus den Angeln und die eine Tür am Klo fehlte ganz. Angeblich sprangen einem die Kakerlaken schon von der Decke entgegen und einer erzählte, dass er nach dem Ende des Quatro-Set beim Abriss der Disco mitgeholfen hat und dabei eine ganze Menge seltsamer Tiere entdeckt hätte. Aber das machte uns damals alles nichts aus: Es war einfach ne geile Zeit!