Heute früh wurde ich von einem seltsamen Gekreische wach: Was treiben denn Nille und Ellen da oben für eine Nummer, sagt mal? Aber nein, das kam nicht von oben... Hinter'm Hof am Leonhardsplatz fand ein türkisches Fest statt, voll das Volksfest mit Dönerbuden, einem Haufen Bierbänken, Trödelmarkt und einer orientalischen Band! Sie hatten auch eine Hüpf-Burg aufgebaut und daneben eine Hüpf-MOSCHEE! Da hüpften nun die ganzen Blagen und schrieen und kreischten. Aaah, ich bind mir einen Nagelgürtel um den Bauch, spring rein und mach ein Selbstplatz-Attentat! Pschhhhht...!
Die erste Himbeere hängt auch schon an einem Strauch im Hof. Ich hab sie schnell fotografiert bevor sie noch die Nachbarskinder oder sonst irgendwelche Fratzen klauen.
Ich hatte heute richtig Stress. Zuerst war Literaturgruppe. Ich hatte nur etwas Autobiographisches, nämlich den schönen Blogeintrag von der Geschichte als ich den Kerzenständer der Chefin zerdepperte. Das nächste Mal werde ich aber mal wieder was Kreativeres schreiben, weil jetzt hab ich ja wieder mehr Zeit und Muse.
Um 17 Uhr war ich bei der Elke eingeladen: Von ihrer Abfindung bei o2 Germany hat sich die Elke an der Ostsee ein Häuschen gekauft. Dort zieht sie nun hin und feierte daher heute ihren Abschied. Na mal sehen, vielleicht find ich noch diesen Spätsommer die Gelegenheit, pack mein Zelt und den Schlafsack, hock mich auf mein Fahrrad und radel die 700 km rauf in den Norden, um Elke in ihrem Häuschen an der Ostsee zu besuchen?
Kurz vor 20 Uhr machte ich mich weg, weil ich noch einkaufen musste. Als ich heim kam, waren die Meiers gerade am Grillen. Rainers Bruder war aus Offenbach gekommen, hatte seine Freundin mitgebracht und so saßen sie im Hof und feierten. Von links seht ihr: Rainer-Schwester, Rainer-Mama, Rainer, Rainer-Freundin, Rainer-Bruder und Rainer-Schwägerin-in-spe.
Sonntag, 12. Juni 2011
Elkes Abschiedsfeier
Samstag, 11. Juni 2011
noch ein Gammel-Tag
Als ich heute den Wasserschlauch im Waschkeller aufdrehte, um die Blumen zu gießen, stellte ich fest, dass die beiden Flaschen Bier, die ich gestern dort runter gestellt hatte, weg waren: Da klaut schon wieder einer alles aus dem Keller, was nicht niet- und nagelfest ist!
Vor der Lorenzkirche hatte ver.di heute unter dem Motto "Sozial-Dschungelcamp: wozu verreisen? Überlebenskampf geht auch hier" ein "Jobopoly" aufgebaut. Eine klasse Idee! Im Ereignisfeld zogen die Spieler Karten wie: "Super - eine Erbschaft! Du erhältst 20.000€! Als HartzIV-Empfänger musst du diese aber leider an die Arge abgeben" oder "Du musst ausziehen, weil deine Miete kostet mehr als 372€, zu teuer für HartzIV-Empfänger" und letztendlich: "Revolution! Das ganze Geld des reichsten Spielers wird an alle anderen Mitspieler verteilt". Tja, wie gesagt: klasse Idee, müsste man jetzt nur noch in die Tat umsetzen.
In der Breiten Gasse ist ein neuer Prediger aufgetaucht! Hei, lustig! Den hab ich sogar ne Weile gefilmt, aber es war recht unspektakulär, was er so von sich ließ.
Weil's recht kalt war, verzupfte ich mich nach Hause und übte auf der Klampfe. Ende Juli ist Bardentreffen und vielleicht bring ich es bis dort hin schon auf 2 oder 3 Songs, dass ich mich einfach auch an irgendein Eck stellen kann und mitjodel. Nun vergewaltige ich zur Zeit den guten, alten Hippie-Song "San Francisco". Die Gummihütchen hab ich nun schon durchgescheuert. Am Mittelfinger hab ich sogar auch die Haut durch: dort blutet meine Fingerspitze! Weil ich auch alles immer bis zum Exzess übertreiben muss.
Zum Essen ging ich abends ins Palais Schaumburg. Bald trudelte auch der Joachim ein, den ich auch schon ewig nimmer gesehen hatte. Langsam tauchen meine ganzen Kumpels wieder auf, wie gut das tut, hey!
Die kleinen Mäuse sind nun flügge und wieseln im Käfig umeinander. Hier seht ihr die stillende Mama-Maus. Das ist ja echt zum Mäuse-melken!
Freitag, 10. Juni 2011
die ganze Woche nur gegammelt
Gestern stand die Co vor meiner Tür. Wenn die Co klingelt oder anruft, ist meistens irgendwas Blödes, was sich Ino nur nicht sagen traut. Die Co ist also der kleine Unglücksbote und richtete mir aus: Rainer hat sein Ticket für Metallica verkauft, weil er jetzt doch nicht nach Gelsenkirchen fahren kann und drum fahren Ino & Co jetzt auch nicht und wollen ihre Tickets auch verkaufen - ja, und alleine fahre ich dann natürlich auch nicht!
Wir haben also jetzt 3 Tickets zu verkaufen für "the big 4" in Gelsenkirchen, Veltins Nordkurve, Block N2 (Stehplatz) - Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax - das Stück für 68,90 €: Mag sie wer?
Mei, kaum bin ich arbeitslos, ist das Wetter schlecht. Trotzdem war ich diese Woche jeden Tag in der Stadt, gammelte sinnierend vor der Lorenzkirche rum, hockte mich zum Beck rein und trank einen Kaffee nach dem anderen.
Da rief mich doch heut glatt ne Zeitarbeit an wegen meiner Bewerbung vom Montag. Die suchten wen für eine Spedition! Leider war's dann aber nix für mich bzw. ich nix für das, ja mei.
Um halbsieben gab's dann Essen im Hof. Rainer-Mama hatte Gulasch gekocht mit Semmelknödel, lecker lecker!
Das nächste Mal bin nun ich dran mit Kochen; was wollt ihr denn haben: 5-Minuten-Terrine, Weißwürste aus dem Wasserkocher oder Dosenravioli aus der Mikrowelle?
Bis um 10 saßen wir noch draußen und ratschten. Ach, das Leben ist schön, aber ich muss das erst noch kapieren, weil ich von dem ganzen Arbeitsstress immer noch nicht richtig in der Entspannung gelandet bin. Ich brauch wohl noch bis nächste oder übernächste Woche, bin halt nicht mehr so flexibel wie früher, mei.
Montag, 6. Juni 2011
mein Drucker iss hie
Ich muss mir jetzt einmal eins merken: Ich habe Z-E-I-T! Diese Tatsache ist immer noch nicht bei mir angekommen. Ich hab immer noch die Hektik drin, dass ich bis 14 Uhr - zack zack - mit meinem Krempel fertig sein muss, weil ich um 15 Uhr in der Arbeit sein muss (und der Tag damit komplett gelaufen ist). Nein, muss ich nicht!
Zu dem Thema "Zeit haben" gelang mir heute dieses wunderschön passende Foto einer alten, zeitlosen Bahnhofsuhr: Hallo Klaus und alle Altstadtfreunde der Stadträtsel! Wisst ihr, wo diese Uhr steht?
Ab sofort ist montags wieder Bewerbungstag: Ich schrieb heute gleich 6 Bewerbungen (per Mail). Wahrscheinlich werden das 6 Absagen, aber deswegen erschieß ich mich dann auch nicht.
Was zu schreiben mir viel dringender am Herzen lag, war der ultimative Rausschmiss wegen einer Räumungsklage, die ich seit geraumer Zeit führe. Das Urteil ist nun gefällt, der Antragsgegner wurde "verurteilt", die Wohnung zu räumen ... und ich muss ihm das jetzt irgendwie schriftlich mitteilen, bevor ich den Gerichtsvollzieher anruf und die Bullen antanzen lass.
Nur leider ist mein Drucker verreckt! Ich hatte mir erst neue Patronen für das Mistding gekauft, so richtig teuere Original-Patronen, das Stück für 27 € - und auf einmal lief da nix mehr. Er motzte, es seien die falschen Patronen eingelegt. Dabei hab ich mit den neuen Patronen schon einiges gedruckt und auch die alte, leere Patrone (gleicher Seriennummer) frisst er nicht mehr und bringt dieselbe Meldung. Drum hab ich mich mal auf eBay umgesehen, ob ich diesen Drucker nicht noch billig nachkaufen kann und tatsächlich: Da bot jemand "meinen" Drucker an, auch noch mit Artikelstandort "Stein bei Nürnberg". Also hab ich gleich den Verkäufer kontaktiert, einen Preis von 15€ verhandelt und bin da heute hingeradelt, um den Drucker zu holen. Erst mal hockte ich beim Beck in Stein und trank gemütlich einen Kaffee.
Man sollte nicht glauben, wie schwer und sperrig so ein kleiner Drucker ist: Schon beim Aufladen fiel mir der Drucker vom Fahrrad. Einhändig radelte ich heim, denn mit der anderen Hand hielt ich den Drucker hinten fest. Absteigen bzw. anhalten durfte ich nicht, sonst würde das ganze Fahrrad mitsamt mir und dem Drucker umfallen. Die Gewitterfront über Nürnberg, die im Steiner Sonnenschein höchst gruselig zur Geltung kam, ignorierte ich hartnäckig. Es hat dann auch tatsächlich nicht geregnet bis ich mit dem Drucker zuhause angekommen war. Ich habe den Drucker angeschlossen und ... er lief einwandfrei, juhu! Da druckte ich gleich meine Giftbriefchen: "...zur Vermeidung der Zwangsvollstreckung ist die Wohnung sofort zu räumen!"
Sonntag, 5. Juni 2011
Prüfungskochen
Als ich vom Einkaufen kam, saßen Ino und Rainer im Hof und bauten ihre Rechner auf für eine open-air-LAN-Party. Grad noch war der Himmel klar, die Sonne schien und es war herrlich warm, aber kaum stand der Aufbau, fing es an zu donnern. Da spannten Ino und Rainer die Plane über die Wäscheleine: Wenn's nur ein wenig tröpfelt, dann sollte das schon gehen.
Es tröpfelte aber dann doch mehr als die Plane hielt und so bauten die beiden fluchtartig ihre Geräte ab. Das war wohl nix!
Dominique hat am Mittwoch Prüfung in Hauswirtschaft. Sie weiß jetzt auch schon, was sie kochen muss, nämlich Spagetti in Paprika, Auberginen mit Käse und Schnitzelröllchen mit Champignons. Da übt sie schon mal fleißig und wir waren alle eingeladen, die Übungsobjekte zu essen und zu beurteilen.
Also es war sehr lecker! Auf die Auberginen geb ich ihr einen 1er. Die Paprika muss sie noch ein bisschen besser putzen und die Schnitzel etwas länger klopfen, damit sie weicher werden, aber alles andere hat gestimmt.
Nach dem Essen blieben wir natürlich noch sitzen und ratschten und tratschten, da kamen auf einmal Sue und Knuddel daher. Leider hatten sie noch einen Kumpel, den Ostler, im Schlepptau, der bereits so dicht war, dass er ordentlich zu laut herumgrölte, da machten sie sich wieder fort. 
Je später der Abend, desto schöner die Gäste: David hatte mich vor ein paar Tagen angerufen, ob er am Samstag bei mir pennen könnte. Sie hätten eine Ex-Marktkaufler-Party in Fürth, da wollte er hin und danach - sowas um eins in der Nacht - kam er dann angetrapst.
Ich hatte keinem gesagt, dass David kommt, nicht dass sich Ino wieder aufregt, weil er ihn ja nicht riechen kann. Aber Ino roch ihn offensichtlich trotzdem sofort, denn schon gingen in seiner Küche die Lichter an und Co erwischte uns im Hof. Keine Panik: David ist heute um halbelf gleich wieder verschwunden und nach Leipzig zurück gefahren.
Freitag, 3. Juni 2011
Facebook-Face-Sortierung
Heute stellte ich mir den Wecker auf 7 Uhr. Schon 5 vor 8 war ich am Arbeitsamt. Um 8:15 Uhr war ich schon wieder draußen. Jetzt stell ich mal meinen Antrag auf ALG I, weil ich müsst eigentlich noch vom letzten Jahr 2 Monate Anspruch übrig haben. Mal sehen?
Zuhause spielte ich die Pics von gestern auf Facebook ein. Ja gut, also Gesichtserkennung und solche Scherze sind ja nichts Neues, aber trotzdem war ich ein wenig verblüfft, als mir nun auf einmal nach dem Einspielen der Bilder alle möglichen Freunde sortiert entgegen-grinsten und drunter stand: "Wer ist das?" Facebook identifiziert jetzt alle Bilder von einer bestimmten Person und fasst diese zusammen, damit man die Person leichter markieren kann.
Aber: ooops! Da hatte Facebook einen ordentlichen Knick in der Optik und hat ziemlich falsch herumsortiert. Da würd ich mir jetzt echt einen Kopf machen, wär ich der Armin, hä hä.
Frühstück bis in die Nacht rein
Grad noch rechtzeitig hat mir gestern abend jemand verraten, dass heute Feiertag ist; sonst wär ich doch glatt früh aufgestanden und hätt versucht, auf's Arbeitsamt zu gehen. Also setzte ich mich lieber gemütlich in den Hof und frühstückte, da kam der Ino. Er schnappte sich gleich die Gitarre und spielte: Ich wusst gar nicht, dass Ino Gitarre spielen kann! Hey, der spielt mindestens 3 x besser als ich!
Der Nille kam dazu und klimperte auch was daher.
Lisa und Brot trapsten dann an.
Dann trudelte auch noch die Ellen ein.
Wir machten Filme-Show und guckten uns die Videos und Fotos an von unseren Aktionen am 1. Mai und am vegetarischen Fest. Nille will Propagandavideos für die APPD draus machen. Ja, dafür hat er nun guten Stoff mit viel USK, ordentlicher Randale und Gebrüll aller Art.Zum Grillen hatten wir diesmal gar nichts, aber wir waren trotzdem bestens aufgelegt:






Dann kamen noch Armin und Mara rüber. Enzo und Doris waren schon da. Leider wollten die Graziellas dann wieder so grottenschlechte Hip-Hops-Musikvideos gucken, wo man irgendwelche, höchst kasperlemäßig angezogene Maximalpigmentierte und sonstige Personen mit Migrationshintergrund meist mit Käppi und dicken Uhren und Ketten in großen, teueren Autos (aus dem Autoverleih) dumm rumfahren sieht.
Nein, sowas wollen wir uns nicht angucken, und so legte Ino dann lieber den Hans Söllner ein. Hier - ein Konzert vom Söllner und im Publikum: Ino und Enzo, guck, genau hier, siehst du, ganz schnell ... schon wieder weg ... hast gesehen?





Leider erwischte dann die Doris die Tastatur und schon kam wieder so ein Rap-Gehupfe aus den Boxen. 

Wir feierten bis tief in die Nacht. Mich wundert nur, dass sich kein Nachbar über das Geschrei und die Musik beschwert hat, im Gegenteil: Kurz nach 1 stand dann plötzlich irgend so ein Kerl jenseits der Hofmauer und fragte, ob er rüber kommen und bei uns mitmachen dürfte. Neinein, bleib nur schön drüben; es tut kein Gut, wenn die Mauer fällt und die Leute von drüben rüber kommen
Ein letztes Video muss ich euch noch unbedingt präsentieren. Man sieht nichts drauf, aber man hört umso mehr:
der Fliegende Holländer ist jetzt 18

Der Fliegende Holländer hatte heute Geburtstag und wurde volljährig: Er ist jetzt 18 Jahre alt! Das ist sicherlich sein letzter Geburtstag, weil es geht ihm nicht mehr wirklich gut. Sein Geschwür an der Seite, das ich im Februar wegoperieren ließ, ist wieder nachgewachsen. Seit ein paar Wochen gafert er jetzt auch noch faulig, also stimmt irgendwas im Rachenbereich nicht. Wenn er schläft, versabbt er den ganze Gafer über seine Pfoten und sein Fell; das pappt dann ein und stinkt. Putzen tut er sich nur noch ungern, drum kämm ich ihn jeden Tag mit einer Bürste durch. Er sieht fast nichts mehr, denn an kleineren Leckerbissen schaut er direkt vorbei und orientiert sich ganz deutlich nur noch mit der Nase. Auf den Küchentisch schafft er es nicht mehr raufzuhupfen und für seine Mäuse interessiert er sich auch nicht mehr wirklich. Naja, mal sehen, wie lang er noch durchhält?
Mittwoch, 1. Juni 2011
Gummihütchen
Wenn ihr jetzt meint, ihr habt mein Geklimper los, weil mir die Finger weh tun, dann habt ihr euch getäuscht! Ich war nämlich in der Stadt und habe mir in einem Büromaterialfachgeschäft Gummifingerhütchen gekauft. Farblich passen sie zwar weder zu meinem Nagellack, noch zur Gitarre, aber man kann halt nicht alles haben, nä.
Weil mit den Hütchen die Finger natürlich breiter sind und ich mitunter die anderen Saiten berühre, klingt das natürlich nicht so gut, aber es klingt ja eh noch nicht so gut und zum Üben taugt's.
Kündigung gekriegt
Die Gitarre riecht noch voll nach frischem Lack. Um überhaupt spielen zu können, hab ich mir jetzt 3 Fingernägel an der linken Hand ganz kurz gestutzt. Schaut a weng blöd aus, aber man muss halt Opfer bringen, nä?
Ich hab mich jetzt an "wish you were here" vergangen und übe daran fleißig. Es klingt alles noch recht scheppermäßig, aber es wird schon langsam besser. Leider tun mir grad die Fingerkuppen derartig weh, dass ich die 1. Strophe immer bloß 1 x spielen kann und dann wieder ne Stunde Pause brauch.
Gerade eben hab ich auch die fristlose Kündigung "...aus wichtigem Grund" von der Zeitarbeit aus dem Briefkasten gezogen. Also werd ich morgen ganz früh aufstehen müssen und gleich aufs Arbeitsamt rennen.
Kaum hab ich den Stress mit der Arbeit los, schon hab ich auch kein Bedürfnis mehr, andauernd zu fressen und wieg schon 1 kg weniger als noch vor 3 Tagen ! Auch das Antidepressivum werde ich jetzt ab sofort wieder absetzen!

