Sonntag, 10. August 2014

Grill for one

Odin und Renate schmissen mich heut um 13 Uhr schon aus dem Bett. Sie brachten mir meinen Krempel von gestern, der noch beim Odin im Auto lag. Wenn ich denn schon wach war, ging ich mal runter, goss ein bisschen das Gestrüpp im Hof, und dann ging ich ne Runde walken in die Stadt.

In der U-Bahn-Unterführung fand ich diese Performance: Ein Mensch meint "Gott sei gut" und stand auch gleich daneben und verteilte Flyer, um das ausführlicher zu erklären, falls es jemand wissen wollte. Wollte aber keiner. "Meine Güte!" meinte ich: "Wenn jemand an der Bibel interessiert ist, dann liest er sie halt einfach - und guckt sich nicht erst so einen Flyer an."

Na, aber ich weiß schon: Solche Flyerverteiler sind Leute, die ihr müdes Leben halt mit irgendwas ausfüllen wollen, was sie für sinnvoll erachten und wenn sie dann mal ein solches Urteil über ihre Tätigkeit gefällt haben, wollen sie nie mehr einsehen, was sie da eigentlich für einen Quatsch treiben.

Ich ließ den Typen mit seinen Flyern einfach stehen. Ich mag nicht mal mehr mit diesen Leuten streiten.
Ich glaub, ich werd alt.

Weil ein reges Windchen pfiff und es schwer nach anwehendem Gewitter aussah, walkte ich wieder heim. Dort hockte ich mich ne Weile in den Hof und warf schließlich den Mini-Grill an, meine 14 Bratwürstchen zu braten, die ich noch im Kühlschrank hatte. Weil mir keiner Gesellschaft leistete, grillte ich halt einfach alleine.

Da tauchte dann tatsächlich mal wieder der Ralf auf! Er futterte meine Bratwürste weg und machte sich dann gleich wieder weiter nach Fürthz zur Tina.

Pyraser Classic Rock

Heut war also Pyraser Classic Rock Fest. Da hab ich meine alten Cowboystiefel aus dem Schrank gekramt: Hey, voll retro! Musste ich erst mal putzen: Da hing noch der Staub aus den 80ern dran!

Naja, irgendwie finde ich es halt immer wieder erschreckend, wie viele Teile meines Lebens schon unter "Geschichte" laufen .

Ich radelte erst zur Renate, holte dort Renate und das Auto vom Odin, fuhr wieder zu mir, packte meinen Krempel dort rein - und natürlich den Rollstuhl - und dann fuhren wir nach Pyras. Die Renate fand den Rollstuhl zuerst ziemlich befremdend, aber ich fand das lustig. Ich wirbelte damit auf dem Schotterweg eine Menge Staub auf, fuhr das Gefälle immer schneller runter und rief dann: "Wo ist denn hier die Handbremse?", aber Renate ließ sich nicht erschrecken und blieb seelenruhig drin hocken wie ein Zeck.

Kurz vor der Brauerei gab ich es dann aber auf: Ich schaffte es auf dem sandigen Weg nicht, Renate da hoch zu schieben. Ich habs dann mit rückwärts-ziehen probiert, aber da ächzte ich auch bloß dumm rum bis 2 Kerle einfach links und rechts anpackten und Renate nach oben zogen.

Vom Pyraser war ich ja diesmal echt erschrocken: Es war erst so gegen 3 Uhr nachmittags und die ganze Area war schon komplett voll! Einen Platz im Biergarten bekamen wir nur noch deswegen, weil Odin mit seinen "Brüdern" schon voraus gefahren waren und die Rocker gleich 2 Tische besetzten, wo Renate und ich grad noch so dazu hin passten.

In die Scheune, wo die Bühne war, kam man jetzt schon nicht mehr vor. Es spielte grad mal die 1. Band und es war schon so voll und überlaufen, dass ich da gar nicht erst rein wollte - wie sollte das erst später werden? Ich blieb draußen stehen und guckte wenigstens auf der Leinwand mit an, was vorn auf der Bühne abging. Na, das war natürlich nicht so der Burner...

Klar, bei Wacken oder Summer Breeze sind noch viel mehr Leute da, aber da sind die Bühnen so angelegt, dass man auch von 200 Meter weiter noch was sehen kann, wenigstens ein bisschen was.

Hier seht ihr Bonfire bei der Autogrammstunde.

Beim Schenker drängte ich mich dann doch mal in die Scheune. Es war brechend voll drin, stickig heiß und richtig vor kam ich auch nicht.

Mensch, das Pyraser war doch immer so ein schönes, gemütliches, kleines Event, wo es noch richtig nett zu ging. Nun hatten die aber diesmal bestimmt doppelt so viele Leute rein gelassen als sonst und es war überall nur ein Gedränge und Gewimmel. Nee, also das war nicht mehr schön! Ich erkenn ja mein Lieblingsfestival nicht wieder, hey!

Irgendwann tauchte dann auch noch der Robbi auf und feierte mit.

Eigentlich war ja Gewitter gemeldet. Als das Pyraser vor 2 Jahren mal total verregnet war, fanden noch alle Besucher Platz in der Scheune. Da hatten wir dann wenigstens ein Dach überm Kopf, auch wenn wir nur noch ganz hinten standen. Das war aber diesmal unmöglich, so überlaufen wie das alles war, hier. Wir hatten aber mit dem Wetter echt Glück, denn einmal zogen zwar recht ungemütliche Wolken über uns weg, aber es hielt sich trotzdem.

Vor lauter Haufen Leuten kam gar keine gute Stimmung auf. Wir kriegten ja auch von den Bands kaum was mit außer über den Bildschirm vor der Scheune, aber das bockt natürlich nicht wirklich. Wenn ich ein Live-Konzert anguck, möcht ich die Bands auch live sehen und nicht nur auf'm Bildschirm! Das Event begann uns deswegen recht bald zu langweilen und so beschlossen wir bei der Hälfte von U.D.O. schon, dass wir lieber gehen. Ursprünglich wollten wir ja eigentlich über Nacht bleiben, aber dann baute ich unser Zelt doch lieber wieder ab und fuhr die lumpigen 40 km halt gar heim.

Nee, also das hat mir diesmal gar nicht gefallen und wenn das nächstes Jahr wieder so werden soll, dann geh ich nicht mehr hin!

Samstag, 9. August 2014

Festivalplanung

Heute war mein vorerst letzter Arbeitstag, denn ab sofort habe ich URLAUB - allerdings nur 2 Wochen .

Nach der Arbeit walkte ich gleich mal los zum Sanitätshaus am Plärrer, weil dort hatte ich für die Renate einen Rollstuhl bestellt. Es ist nämlich morgen das Pyraser Classic Rock Open Air und Renate und ich haben schon seit Februar unsere Tickets. Nur: So krank wie Renate mit ihrer Arthrose momentan ist, ist das ja reiner Blödsinn, auf ein Festival zu gehen, selbst wenns nur das Classic Rock für 80er-Jahre-Rentner ist. Drum hab ich nun im Sanitätshaus einen Rollstuhl zu mieten bestellt und den holte ich heute nachmittags ab. Da stopf ich Renate morgen rein und schieb sie zum Festival .

Um den weiteren Plan für morgen abzuchecken, traf ich mich dann heute abends mit Renate beim Italiener. Morgen um 13 Uhr tauch ich bei ihr auf, hol Schneiders Auto und die Renate mit ihrem Gepretze, dann fahren wir zu mir, holen mein Gepretze, das Zelt und den Rollstuhl und dann machen wir uns nach Pyras *freu freu*. Drum geh ich jetzt auch gleich ins Bett, damit ich morgen fit bin, gute Nacht, Leuz!

Freitag, 8. August 2014

Kurzer Wochenbericht

Huch, schon lang keinen Blogeintrag mehr geschrieben!

...naja: Am letzten Sonntag war ich dann noch auf dem Bardenfest. Allerdings war dort in der Innenstadt ein derartiges Bettler-Flooding, dass es mich echt angewidert hat. Auf den 2 km vom Weißen Turm bis zur Königstraße wurde ich gut 10 x angebettelt. Da kann einem doch echt alles vergehen!

Am Mittwoch walkte ich dann bissel zum Friedrich-Ebert-Platz, weil da ist so ein Nageldesign-Laden, da gibts Gel und Pinsel und Zeug und War', was tussi alles zum Fingernägelmodellieren braucht und da hab ich mal wieder fett eingekauft .

Auf dem Rückweg walkte ich an diesem scheußlich christlichen Geländer vorbei. Da haben sich ein paar Christen offensichtlich nun schon vollkommen blöd-gekifft, was?

Am Hauptmarkt entdeckte ich diese seltsame, 1-achsige Biker-Gruppe:

Der mit dem orangenen Reflektorjäckchen ist anscheinend der Touri-Führer und die Gelben sind die Touris. Eifrig rollerten sie dem Orangenen hinterher und ließen sich von ihm was erzählen. Ha, das find ich ja lustig!

An der Lorenzkirche war wieder mal so ne Kleindemo gegen irgendwas (ich glaub, gegen Krieg oder so?)

Ah, alles langweilig, ich mach mich wieder heim!

Auf dem Heimweg latschte ich dann an einem Autohändler vorbei und dort sah ich ein schönes Wohnmobil stehen - mit Dusche und WC drin, Kühlschrank, Gasherd, Rückfahrkamera (cool!!)... und gar nicht sooo teuer! Das gefiel mir ganz arg gut, das Wohnmobil, ja doch! *träuuum*

Aber dieses Jahr gibts das nicht mehr!
Aber vielleicht nächstes Jahr...?

Nein, ich glaub, ich kauf mir nächstes oder übernächstes Jahr erst mal ein billigeres Womo, auf dem ich dann erst mal an den Wochenenden probe-rumrutsch und guck, ob das alles wirklich so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ein Teueres, mit dem ich dann auf und davon fahr, kann ich mir dann immer noch anschaffen. *träum träum träum*

Als ich dann endlich zuhaus war, rief mich aus heiterem Himmel der Robbi an und fragte, ob ich mit in die Eisdiele käme. Na gut, dann komm ich halt auf ein Eis.

Robbi will im September nach London. Ich will ja eigentlich auch nach London, aber erst so im Oktober oder November. Da rätselten wir rum, ob wir zusammen fliegen oder pipapo, ... na, gucken wir mal, wenns so weit ist.

Sonntag, 3. August 2014

Kornkreis Raisting

Obwohl es heiliger Samstag war, stellte ich mir den Wecker auf früh um halbsieben. Ich jumpte aus dem Bett und radelte zum Hauptbahnhof. Dort kaufte ich mir nen Kaffee, schmiss mein Fahrrad in den Zug und fuhr nach Augsburg, ab dort mit so ner Bimmelbahn nach Raisting in Oberbayern. Das hätte ich beinahe verpasst, so klein und unscheinbar liegt das Kaff hinter dem Ammersee. Grad noch, dass ich aus dem Zug sprang.

Ha, es könnten doch auch Ino und Co dazu kommen, dachte ich und postete meinen Trip gleich auf Facebook, aber Ino meldete sich nicht. Ach, da hatte ich nicht dran gedacht: Der Ino war ja gestern in München auf Napalm Death und wenn er sowas macht, der alte Sack, dann ist er ja immer mindestens 3 Tage krank und unansprechbar.

Vom Bahnhof aus radelte ich los. Ein einheimisches Mädchen hatte mir erklärt, dass ich mich links halten müsste. Da radelte ich an einer idyllischen Kuhweide vorbei, aber rechts stand ... das:

Ja, was ist denn das? Sind da die Alien gelandet?
Auf einem Schild stand "EMC" - Erdfunkstelle Raisting.

Ah! Ich hab's kapiert: "Erde an Enterprise, bitte kommen!"

Allenfalls handelt es sich um ein Space-Projekt aus den 60er Jahren, wo die da anscheinend in den Weltraum funken oder in dem solchen nach irgendwas Bestimmtem herum-lauschen. Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz und besonders tolle Forschungen machen sie offensichtlich nicht mehr, aber dass das ne Anlaufstation für alle möglichen Alien-Freaks ist, liegt ja wohl auf der Hand! ...und ausgerechnet dort unmittelbar daneben ist der Kornkreis in einem Kornfeld aufgetaucht?

Ich sah schon von weitem die Autos dort stehen und eine Menge Leute.

Seltsamerweise verlangten sie am Feld nicht einmal Eintritt. Also wenn ich der Bauer gewesen wäre, hätte ich da mal sofort einen Zaun rumgezogen und von jedem, der rein will, mindestens einen 5-er kassiert. Na, immerhin stand eine Dose dort, wo man was spenden konnte und dafür bekam man so Bildchen vom Kornkreis. Mei, da heißt es "die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln" und hier gibt es Bauern, die haben nicht nur große Kartoffeln, sondern gleich einen Kornkreis auf'm Feld und machen nix draus!? Das ist ja (aus kapitalistischer Sicht) voll a Sünd'!

Naja, ich legte mal einen 10er in die Dose, weil ich fand, das war's echt wert. Das fanden anscheinend auch andere Leute, denn da lagen sogar 20er drin und ein Haufen Geldscheine. Naja, vielleicht machen die mit "Spenden" echt besseren Umsatz als mit "Eintritt zahlen"?

Kaum war ich drin, begann ich mit Fotografieren. Ich hatte extra meine große Nikon-Kamera mitgenommen und ...

...den Hubschrauber ! Den hatte ich über Nacht noch ordentlich voll-geladen und mit ihm wollte ich nun über das Kornfeld fliegen. Leider hatte ich aber nicht an die Steuerkonsole gedacht, denn deren Akku war offensichtlich leer, allemal leuchtete daran keine LED mehr. Oh nein, ich krieg die Krise! Ich klopfte und schaltete an dem Remote Control rum und dann leuchtete tatsächlich noch mal irgendein "on"-Lämpchen, da flog ich gleich los. Der Hubschrauber hob ab und flog hoch, aber der Wind trieb ihn gleich zum Maisfeld rüber. Ich steuerte dagegen, aber ich kriegte ihn nicht in die Gewalt, da ließ ich ihn runter. Er stürzte genau am Rand vom Maisfeld ab.

Ich lief erst mal rüber ins Maisfeld und suchte meine Drohne. Zum Glück fand ich sie dort auch liegen. Leider gelang es mir dann nicht mehr, sie neu zu starten. Die Steuerkonsole machte keinen Mucks mehr.

Ich hatte bei meinem 1 Flug zwar auf "Videoaufnahme" gedrückt, aber entweder war die Steuerung schon zu schwach oder irgendwas ging schief, allemal war dann (später) leider kein Video drauf, oooh .

Da fotografierte ich halt "herkömmlich".

Sehr, sehr sonderbare Leute befanden sich da im Feld, hui hui. Hier seht ihr zum Beispiel die Teletubbies-Delegation mit Alu-Mützchen und Antennenspitzchen.

Ein Ornament weiter lag ein Mensch ganz in Weiß, der sich ein Bettlaken übergezogen hatte.

Eine Menge Schuhe waren gleich am Eingang abgestellt und viele Leute liefen barfuß herum.

Dabei fanden sich auch teils recht sonderbare Schuhe...

In der Mitte spielte eine Gruppe Esoteriker Ringelpietz mit Anfassen, hatten sich im Kreis aufgestellt und an den Händen gefasst. Was sie dann machten bzw. was dabei (angeblich) abging, war für Außenstehende (wie mich) nicht erkenntlich.

Eine fette Weihrauchwolke wehte da plötzlich daher. Naja, ächm ... es schwebten hier teilweise schon sehr chillige Zeitgenossen durch das Stroh.

Aber alles in allem waren es freundliche und nette Menschen und eine fotografierte mich dann, damit ich auch ein Bildchen von mir selber hab .

Wie so ein Kornkreis nun gemacht ist, weiß ich nicht. An den Halmen ist nichts Sonderbares, außer dass sie eben flach liegen.


Ob jemand mit ner Walze durchgefahren ist? Bei manchen Kornkreisen sieht man ja besonders in Kreisornamenten recht gut einen Mittelpunkt, um den herum eine Struktur gedreht ist als hätte einer die Halme im Kreis ums Zentrum gekämmt. In diesem Kornkreis fand sich so eine Struktur allerdings kaum.

Es stellt sich auch die Frage, wieviele Menschen daran wie lange arbeiten müssen, um so einen Kreis - mit welcher Technik auch immer - ins Korn zu kriegen? Da die Kornkreise "über Nacht" auftauchen, geschieht die Fertigstellung ja doch relativ schnell.

Wenn es Menschenwerk ist, dann ähnelt es ja doch im Prinzip den Graffiti. Jemand malt einfach ein Zeichen irgendwohin - aus welchem Grund? Ein praktischer Nutzen ist nicht erkenntlich, also bleibt bloß noch "Kunst". Künstler aber wollen auch erkannt werden. Sie sind stolz auf ihre Werke, sie wollen sie richtig interpretiert wissen.

Das ist genau auch der Haken beim Graffiti, denn viele Graffiti-Künstler werden erwischt und bestraft, nur weil sie selber das Maul nicht halten können und irgendwann irgendwo aus ihnen rausplatzt, dass sie es waren.

Auch Menschen, die einen Kornkreis machen, sind irgendwann mal besoffen, verzweifelt oder in sonst einer mitteilungsbedürftigen Stimmung, aus der heraus sie platzen: "Ich war's!" Aber bislang hat sich noch niemand zu den Kornkreisen bekannt.

Nun find ich ja manche Kornkreise echt schön und einer gefiel mir besonders gut. Vor Jahren habe ich ihn in mein Schlafzimmer an die Wand gemalt, in einer Größe von etwa 1 Meter. Er sieht eigentlich gar nicht schwierig aus - und ich kann auch malen - aber es war einfach nur das letzte Gefreck', das hinzukriegen! Das Ornament besteht ja aus ganz bestimmten Bezügen, d.h. dieser Kreis ist genauso groß wie jener Kreis und der Abstand vom Schnittpunkt hier entspricht genau dem Durchmesser vom Kreis dort. Alle Schnittpunkte müssen vertikal auf richtiger Linie liegen und auch in der Horizontale genau auf der-und-der Ebene.

Kurzum: Ich habe es nicht hingekriegt!
Ich hab halt dann gepfuscht, damit es überhaupt klappt und meine Kreise sind krumm und buckelig und meine Schnittpunkte auf ziemlich schiefer Linie.

Nun fallen diese Ungereimtheiten umso mehr auf, je größer das Ornament ist. Einen Kornkreis, der sich über ein ganzes Feld erstreckt, muss man also unheimlich genau arbeiten! Mit heutiger Technik ist das ja kein Problem, aber Kornkreise gibt es ja schon seit je her...?

Leider zogen nun ein paar Wolken heran. Die Sonne schien langsam nur noch mühsam durch und das Korn wirkte ohne Sonnenschein immer matter und grauer.

"Er wird wohl nicht mehr lang halten" hörte ich einen Einheimischen sagen. Schade, aber na klar: Wie lang lebt denn so ein Kornkreis? Im Prinzip ist er ja ein Mandala und wird alsbald vom Winde verweht, spätestens bei der nächtsen Ernte zerstört.

Ich fotografierte trotzdem noch eine Weile weiter, aber dann fiel bereits vereinzelt ein Regentropfen. Da zog ich mal aus dem Feld ab und guckte mir noch ein wenig die riesigen Parabolantennen vom EMC an.

In der Ferne begann es nun zu donnern: Da kam ein Gewitter!

Eigentlich hatte ich ja vormittags noch die Idee, nach der Kornkreisbesichtigung mal 20 km weiter zu radeln, denn dort ist Kloster Andechs und das hätte ich mir auch gern angeguckt, wenn ich schon mal da war. Aber die anrückende Wolkenfront sah doch recht unangenehm aus. Da hüpfte ich mal lieber auf mein Fahrrad und fuhr ins Dorf.

Auf dem Weg zum Dorf fing es dann an zu regnen. Ich war froh, als ich den Bahnhof erreichte und hockte mich gleich dort ins Häuschen. Sie hatten ja hier nur 1 Gleis! Der nächste Zug kam mal in knapp einer Stunde und da hockte ich nun und wartete halt.

Als der Zug endlich kam, waren mittlerweile auch andere Leute vom Kornkreis da, manche auch mit Fahrrädern. An der nächsten Haltestelle wurde dann durchgesagt, dass keine Fahrräder mehr rein passten und ein paar Leute mit Fahrrädern von dort durften nicht mehr mitfahren. Ha, da hatte ich ja echt nochmal Glück gehabt, dass ich noch mitfahren durfte!

Ab Augsburg wurden die Züge und Gleise umdisponiert, denn der Regen war nun wieder zum echten Unwetter geworden, so dass wieder mal einige Strecken gesperrt werden mussten. In Franken und Nürnberg soll's wieder besonders abgehaust haben, las ich auf Facebook.

Da verschlug es mich in dem üblen Unwetter auch noch nach Fürthz und wenn ich denn dort schon war, ging ich doch gleich ins Restaurant Odysseus und ließ mich vom Chris einladen . Drum wurde es dann wieder etwas später und ich komm erst heute dazu, Bilder und Bericht zu posten.