Samstag, 14. Mai 2011

Literaturgruppe

Mann, die ganze Woche habe ich nichts gemacht außer gearbeitet: Die Chefin ist nächste Woche in Urlaub, die Nici muss die Chefin ersetzen und drum schon früh um 10 kommen und ich muss daher permanent die Schlussschicht machen, d.h. ich hab jetzt 3 Wochen Vollzeit. Es nervt, es nervt, es nervt!

Mit der beschissenen Spät- und Schlussschicht krieg ich überhaupt nichts mehr mit vom Leben! Heute wäre z.B. in der Stadt Trempalasmarkt gewesen, aber das hab ich einfach nicht gewusst - woher auch? Wann war ich schon das letzte Mal in der Stadt? Wie auch, wenn ich jeden Tag erst nach 23 Uhr von der Arbeit komme?

Heut war allemal erst mal wieder Literaturgruppe. Mein schönes Gedicht zum Muttertag brachte ganz offensichtlich so manche Mama zum Nachdenken.

Renate und ich gingen nach der Gruppe noch ein Stück in die Stadt. Als wir am Plärrer über die grüne Fußgängerampel liefen, kamen gerade Manu und Thomas daher gefahren und mussten bei Rot warten. "Hallo Manu!" freute ich mich und hüpfte auf der Kreuzung rum "wie gehts dir denn?" Mann, jetzt bin ich schon so weit, dass ich für meine Freunde nur noch eine Rot-Phase an ner Ampel Zeit habe. Arbeit ist Scheiße!

Kommentare:

yerlik@gmx.de hat gesagt…

Mensch Mädel,
was jammerst Du denn in einer Tour?
Hör doch einfach das Arbeiten auf wenn Du es nicht nötig hast. Du hast Doch Deine "Zeit" um. Wenn Du jetzt auf AL machst zahlt doch wieder die Allgemeinheit für Dich mit (ich weiß das Du schon 25 Jahre Arbeit "auf dem Buckel" hast". Da kann aber jeder Landwirt oder Fabrikarbeiter nur drüber lachen).
Alternativer Vorschlag: Denke mal daran, wie Du über die Polizisten (zwecks beleidigt werden) gesagt hast:
"Hätten's was Gescheites gelernt!"
Das gleiche gilt doch auch für Dich! Dann wärst Du heute wahrscheinlich in einer besseren Position und bräuchtest Dich nicht über Deine Vorgesetzte ärgern. Also tue was und flenne nicht dauern rum oder lasse es sein und sei still.
Des weiteren war es doch so, dass Du Dich über die Arbeitszeit gefreut hast. So von wegen "Es ist auch noch ein Spätschicht-Job, d.h. ich fang erst am Nachmittag um 13 Uhr an, drum kann ich weiterhin schön ausschlafen."
Sag mal ganz ehrlich: Wie hättest Du es denn gerne (im Rahmen Deiner Kenntnisse und Möglichkeiten)?
Sorry... ich will nicht zu persönlich werden; aber ein bisserl Schizo kommt das schon rüber.
Trotz allem eine schöne Zeit ...

RAFA hat gesagt…

Leider hab ich meine Zeit eben noch nicht um. Um wieder ALG-berechtigt zu sein, müsst ich mind. bis November durchhalten. Wär natürlich optimal, wenn ich das schaffe, drum krebs ich ja mit allen Mitteln, Substanzen und Medikamenten auf dem Zahnfleisch herum und jammer halt auch ein bisschen, weil das erleichtert mein gestresstes Gemüt.

Gastschreibär hat gesagt…

Eben "Yerlik". Jammern ist wie Nasebohren im Auto :-) Das baut Stress ab. Man kann ja nicht jeden rammen oder gleich dauernd die Arbeit hinwerfen. Und mit was gescheites Lernen - ja der Spruch stimmt ja sowas von gar nicht mehr. Zumindest nicht in Deutschland. Ich hab vier ausgelernte Berufe, einen Meisterbrief und ein Diplom auf Datenbank Organisation. Ich hab nur einen Fehler - ich bin über 50. Werd wohl demnächst als Staplerfahrer gehen, denn erstens hab ich einen Schein und zweitens da würd man mich grad noch nehmen altersmäßig. Soviel zu dem Spruch lern was. Nee lern lieber nix und lern gleich von ALG oder Hartz leben. Macht mehr Sinn in diesem Land. Jetzt muss ich erst mal Nase bohren ;-)

Araki hat gesagt…

Arbeit ist scheiße! (Scheiße wird in diesem Fall immer noch KLEIN geschrieben, sonst ist das total scheiße! :)

Verbrachte selbst zw. Do. und So. die Tage in Nürnberg. Was bin ich froh, dich nicht gefragt zu haben, ob du Zeit hättest. :))

Araki hat gesagt…

Dein Gedicht finde ich gut. Die Begeisterung deiner Mutter dürfte sich, falls sie es gehört/gelesen hätte, in Grenzen gehalten haben. Aber für Außenstehende ist es wahrhaftig und nachvollziehbar.

RAFA hat gesagt…

"Scheiße" ist doch kein Adjektiv! Das Adjektiv zu "Scheiße" wäre "beschissen". Wenn es klein geschrieben werden wollte, müsste man also sagen: "Arbeit ist beschissen". Bei "Arbeit ist Scheiße" könnte man auch schreiben "Arbeit ist Mist". Soll man deswegen "Mist" KLEIN schreiben? Herr Germanist, bitte lesen'S mal Ihren Duden!

Hatten wir beide das nicht schon einmal diskutiert?

Araki hat gesagt…

Nicht wir, aber so ähnlich. Dass Arbeit mit Scheiße gleichgesetzt wird, setzt Erkenntnisvermögen voraus, was ich, der ich der APPD leider nicht angehöre, sehr begrüße, denn Arbeit ist Therapie und nicht nur kostenlose, sondern (hoffentlich) bestens bezahlte! Insofern ist die Gleichsetzung mit Scheiße sogar sinnhaft, wenn auch unfreiwillig, geh ich stillschweigend davon aus. Auf jeden Fall würde Kleinschreibung Bildungsbürgern vermitteln, dass die Grammatik hier nicht willkürlich zurechtgebogen wurde, um offensichtliche Fehler zu verdecken, sondern theoretisch wie praktisch verwendet wird. Arbeit ist Mist! gefällt mir eh besser. Allein wegen des Reimes. :)