Freitag, 4. Februar 2011

Ziel 1 erreicht: den Freitag überlebt

An der Endhaltestelle Röthenbach steig ich aus der U-Bahn und hock mich dann immer auf nen Kaffee ins Röthenbacher Einkaufszentrum bis mein Bus fährt. Da saß ich dann heute und nahm so innerlich von dieser Gewohnheit Abschied, denn ab Montag werde ich dann wieder in die Stadt gehen zum Kaffeetrinken ... nachdem ich vormittags auf's Arbeitsamt gegangen sein werde (bäh, da muss ich ja früh aufstehen!) ... halt, die Kündigung von der Zeitarbeit muss ich mir dann ja auch noch holen. Na hoffentlich kommen die nicht auf die Idee, dass sie was anderes für mich haben, vielleicht auch noch in einem Callcenter? Aber dagegen hab ich ja ein Attest... Am Dienstag werde ich dann mal anfangen, meine Wohnung aufzuräumen, denn da liegt seit 3 Monaten alles nur noch rum, weil ich komm ja nicht dazu ...huch, schon war's 14:40 Uhr, also schnell Kaffee ausgetrunken und zum Bus!

Ich kam mit einem "Mahlzeit" ins Büro und schmiss meinen PC an. Ich hockte mich hin und fuhr meine Programme hoch. Bisher sagte sie nichts, die Chefin. Aber sonst ließ sie mir auch immer erst eine halbe Stunde Zeit, bevor sie mich rauszog. Aber auch nach ner halben Stunde sagte sie nichts. Gibt's doch nicht: Hab ich gestern wirklich gar nichts falsch gemacht oder mag die bloß gar nichts mehr sagen? Tatsächlich ließ sie den ganzen Nachmittag keine Kritik mehr ab. Ich rechnete ja damit, dass sie dann beim Gehen sagt, dass ich nicht mehr kommen brauch, aber als sie ging, warf sie nur ein fröhliches "schönes Wochenende!" in die Runde. Draußen war sie. Also komm ich am Montag doch wieder.

Der Staplerfahrer meinte später, die können mich gar nicht schmeißen, sonst müssen sie ja wieder eine 3 Monate lang anlernen. Na, sie lernen ja jetzt grad eine an seit ner Woche, die als Ersatz für die Claudia fungieren soll, die seit 01.02. die Abteilung wechseln sollte. Vielleicht ist das aber auch der Ersatz für mich und die Claudia ist vom Abteilungswechsel zurückgetreten, weil schließlich ist die Claudia immer noch da?

Wie dem auch sei, nun kommt Ziel 1b: Die kommende Woche überleben und dann Ziel 2: Den 16.02. erreichen, wo meine Monatskarte abläuft.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Rafa,

wie wäre es denn mit dem Erlernen einer Entspannungsmethode. Z.Bsp. Muskelrelaxation nach Jacobson.
Oder einer Konfrontationstherapie, in der Du dieses Problem bezüglich Deiner Leistungsangst gezielt angehen kannst. Das bringt Dir vielleicht langfristig mehr, als irgendwelche Psychopillchen.

RAFA hat gesagt…

Ich werd ja schon halb wahnsinnig, wenn ich nur an "Entspannung" denke! Ich leiste GERN und ich werde mir garantiert nicht abkonditionieren zu leisten. Schließlich verstecke ich mich hinter der Leistung und brauche mich dann nicht auf menschlich-sozialer Basis bemühen. Auf Sozialgefüge hab ich nämlich keinen Bock, weil meine Mitmenschen (logischerweise) nicht so sind, wie ich das gerne hätte. So schwelge ich nun noch eine Weile zwischen sozialer Phobie und Misantropie dahin so lang ich noch arbeiten muss. Danach kann ich mir meine Gesellschaft ja dann frei aussuchen und bis dort hin überbrücke ich halt mit ein paar Pillen. Ich find den Plan gar nicht schlecht, wenn er denn so hinhaut... :-)