Sonntag, 4. Januar 2026

Claudias Geburtstag

Die Claudia hatte Geburtstag. Da feiern wir jedes Jahr beim Griechen, da hinten beim Stresemannplatz ein Stück runter. Weil ich auch richtig Bock hatte, mich mal wieder zu bewegen, plante ich, in die Stadt zu laufen, ein wenig zu shoppen und von dort aus dann über den Rathenauplatz zum Stresemannplatz zu laufen. Also lief ich mal in die Stadt.

Naja, wie immer, enttäuschend: Ich wollte ein paar Laufschuhe, fand nur ein einziges Paar nach meinem Geschmack, leider nicht in meiner Größe, und sonst war auch irgendwie alles recht blöd in der Stadt. Da gab's echt nix mehr, was ich dort wollte - ach, außer dieses Jesusfreaks: Tatsächlich stand wieder mal dieser Prediger auf seinem Trittbrettchen und brüllte in die Leute. Deutlich älter geworden war der, hui. Ja, es war so ums Millenium rum gewesen, wo ich diese ganze Predigerband so gerne stalkte, na, immerhin 25 Jahre, doch schon eine lange Zeit.
Ich bin mittlerweile durch mit dem Thema. Ich bin so dermaßen durch mit dem Christentum, es reizt mich nicht einmal mehr, Prediger zu verarschen. Ich fühlte mich nicht mal bewogen, meinen Kopfhörer abzusetzen und hörte lieber weiter Musik. Ich lief weiter.

Zu shoppen fand ich auch nichts, also lief ich runter zum Hauptmarkt durch die Buden vom Christkindlesmarkt, die gerade abgebaut werden, hoch zum Rathenauplatz und weiter zum Stresemannplatz. Ich war zwar zu früh dran, es war erst halbsechs, aber da ging ich halt doch schon derweil ins Lokal. Oh, die waren schon alle da! Ich war zu spät dran, es hätte schon um fünf anfangen sollen, nicht erst um sechs. Aber sie hatten noch nicht gegessen und waren auch alle erst noch beim 1. Bier, die Unpässlichkeit ließ sich also verschmerzen.

Das Essen war diesmal echt gut, ich mampfte mich ordentlich voll. Leider waren wir dann schon so gegen halbzehn am Ende angekommen und beendeten das Gelage. Was mach ich denn jetzt noch? Ich geh doch nicht jetzt schon heim?!

Ich lief mal vor zum Rathenauplatz, weil dort wollte ich in die U-Bahn, aber dann entschloss ich mich ganz spontan, ins Sugar zu gehen. Das war ja jetzt auch nicht weit, also lief ich zackig hin.

Im Sugar bestellte ich mir erst mal ein Bier, tratschte ein bisschen mit diesem und jenen und setze mich dann zusammen mit einer Frau an den Stammtisch. Jetzt wollte ich mal ein Bild machen, aber... mein Handy war weg! Ich kramte die Tasche durch, aber mein Handy war nicht drin. Hatte ich es in meinem Turnbeutel, den ich dabei hatte und wo mittlerweile mein Pulli drin steckte und die Plätzchen, die mir Claudia geschenkt hatte? Aber nein, ich packte alles aus: kein Handy. Dann konnte es nur noch in der Jacke sein. Ich kramte alle Jackentaschen durch, da war es aber auch nicht. War es runter gefallen? Ich scannte den Boden ab, aber kein Handy. "Ich ruf dich mal an, dann hören wir, wo es klingelt" sagte Erich, aber wir hörten nichts klingeln .

Ich zog die Jacke an und lief los: Ich musste es schon außen verloren haben. Ich hatte noch ein Bild gemacht auf dem Weg unten am Rathenauplatz (links) und dann musste ich es irgendwie nicht richtig eingesteckt haben. Also lief ich los, runter zum Rathenauplatz, und suchte auf der Straße nach dem Handy, fand es aber nicht. Hier hatte ich das Bild gemacht, ich war mir ganz sicher, also noch weiter zurück konnte es nicht liegen.

Ich lief wieder zum Sugar, guckte auf dem Weg auch unter die Autos und an den Randstein - kein Handy. Oh weh, das nervte mich! Da muss ich ja jetzt ein neues Handy kaufen und dann sind wieder alle Bilder weg und alle Apps und überhaupt: welche Pins hab ich denn da eigentlich gespeichert? Boah, ist das wieder ein Stress, den die Welt nicht braucht!

Im Sugar wühlte ich nochmal alle Taschen durch - erfolglos - und in meiner Verzweiflung lief ich dann tatsächlich noch einmal los bis runter zum Rathenauplatz, weil es musste doch da sein!

Als ich dann endlich wieder zum Sugar zurückkam, sagte Erich, Matze hätte mein Handy gefunden, es lag auf der Theke! Oh Mann, war ich erleichtert, klasse ! Ich gab gleich mal ne Runde aus, juhuu.

Ein Weilchen blieb ich noch, dann zog ich mich aber an und ging.

Die U-Bahn war schon gefahren, also lief ich. So lief ich also auch wieder heim. 11,2 km bin ich da heute gelaufen - lt. Google Maps - na, jetzt sind die Kalorien vom Griechen wieder unten .

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