Donnerstag, 12. März 2026

letzte Katzen-Falle-Aktion für diese Saison

Die vier Katzen und Kater haben die Kastration gut überstanden, alle sind wohlauf und springen schon wieder auf die Bäume hoch. Der rote Kater war erst mal beleidigt und tauchte 3 Tage nicht mehr auf, aber dann in der 4. Nacht fing ihn die Wildkamera wieder ein, da war er wieder. Den Schrecken hatte er wohl jetzt überwunden.

Eigentlich hatte ich mit dem Tierheim ausgemacht, am Montag auch noch das Lieschen zu fangen, aber telefonisch klappte die Absprache nicht. Ich erreichte erst nachmittags jemanden, da war der Tierarzt schon weg. Also vereinbarten wir, dass ich die Falle, die noch bei mir im Schuppen gebunkert war, am Mittwoch aufstelle und nach Möglichkeit das Lieschen dann mittwochnachmittags oder spätestens donnerstags in aller Früh dann ins Tierheim fahre.

Ausgerechnet am Mittwoch regnete es. Es gab sogar mittags ein Gewitter, es war schon ein richtiges Aprilwetter. Niemalsnicht wäre ich bei so einem Süff auf die Ranch gefahren, wie ungemütlich! Ich fuhr aber hin und stellte die Falle auf. Dann nahm ich die Gartenschere, ging hinter und schnipselte im Nieselregen blöd an den Büschen herum. Dazu hatte ich aber keine Ruhe und guckte immer wieder vor nach der Falle, ob sich dort was tat.

Da endlich sah ich von weitem: Das Lieschen ist drin!! ...aber die Falle löste nicht aus, die Klappe ging nicht zu . Das Lieschen hockte drin und fraß seelenruhig das Köderfutter. Als ich dazu kam, flüchtete sie aus der Falle raus und verschwand in der Dachluke vom Gartenhäuschen. Mist. Jetzt war sie satt. Ich checkte die Falle und tippte mit dem Finger auf das Trittbrett - zack - die Falle löste aus, die Klappe ging runter. War das Lieschen zu leicht?

Ich spannte die Falle neu, packte schließlich meinen Kram und ging heim, denn das Lieschen ließ sich nicht mehr blicken.

Heute früh fuhr ich ganz bald vor der Arbeit schon auf die Ranch, die Falle checken. Schon aus dem Auto sah ich: die Falle ist zu! Als ich ausstieg sah ich aber in der Dachluke das Lieschen sitzen und scheu rausgucken. Oh je, es war also schon mal nicht sie, die in der Falle hockte.

Ich lüftete die Decke, die über der Falle lag und vernahm dabei ein ganz kläglich verzweifeltes Miaaaoo: der rote Kater saß drin! Dabei hat die Tierheimfrau gesagt, sie seien nach so kurzer Zeit nicht so blöd und tappen da nochmal rein. Auf den Wildcams sah ich dann auch später, dass Nörchen und Noricus an der Falle schnüffelten und höchst interessiert waren an dem feinen Futter, das darin lag, sie sich aber nicht noch einmal da rein wagten. Nur der rote Kater, der Büffel, trampelte unbeirrt wieder rein. Da saß er nun .

Ich interpretierte nun folgende rührselige Geschichte: Der arme kastrierte Kater hatte vor 2 Wochen seine letzte Liebesnacht mit dem Lieschen. Das Lieschen ist jetzt nicht mehr rollig, also hat es wohl den Braten in der Röhre. Und der Kater wollte nun einfach seine letzte Nachkommenschaft retten, die in dem Lieschen wächst, stiefelte selber in die Falle, diese klappte zu, konnte das Lieschen nicht mehr fangen und die Brut in ihrem Bauch fällt damit nun nicht mehr der Kastration zum Opfer. Der rote Kater hat also seine Familie gerettet .

Ich belasse das jetzt dabei. Das Schicksal hat entschieden, dass die Lieschen-Babys leben sollen.

Es ist sowieso so eine never-ending-Story, denn genau heute Nacht, als der Kater noch in der Falle saß, schlich sich ein neuer Kater dazu, ein Schwarzer, entdeckte den Roten in der Falle, baute sich vor der Falle auf und provozierte den Roten. Also ist der nächste potente Kandidat auf der Ranch, ich werd ja nicht mehr fertig mit fremde-Streunerkatzen-kastrieren-lassen . Nein, der ganze Aufwand und Stress macht soeben keinen Sinn mehr, und mir reichts jetzt auch, denn ich hab ja auch noch ein paar andere Baustellen in meinem Leben.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Im Internet geht tatsächlich, dass orange Katzen auffällig dusslig sein sollen. Ist das jetzt auch Rassismus? ;-)

RAFA hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
RAFA hat gesagt…

ROFL :-D